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Ausgabe: August 2019

  1. Online-Voting: "Tutor des Jahres 2020" gesucht
  2. Stellungnahme zum Jahressteuergesetz 2019
  3. FachForum 2019: Praxisorientierte Workshops zum Thema "KI und Bildung"
  4. Arbeitskreis Pädagogik tagt in Rheine
  5. Neuer Termin: Fachgruppensitzung Fernstudium
  6. Interview mit SPD-MdB Oliver Kaczmarek
  7. Comenius-Siegel und EduMedia-Medaillen vergeben
  8. Veranstaltungen
Online-Voting:
"Tutor des Jahres 2020" gesucht

In einem großen Onlinevoting suchen der Fachverband Forum DistancE-Learning und das Bewertungsportal FernstudiumCheck.de gemeinsam den "Tutor des Jahres 2020". 79 Tutoren stellen sich der Wahl und zählen durch ihre Nominierung schon heute zu den beliebtesten Tutoren Deutschlands.
Mit seinem Studienpreis würdigt das Forum DistancE-Learning seit mehr als 30 Jahren herausragende Leistungen in Fernunterricht und Fernstudium. Doch nicht nur erfolgreiche Absolventen werden geehrt, sondern auch die besten Tutoren Deutschlands. "Sie sind häufig weit mehr als nur Lernhelfer oder fachliche Berater im Fernstudium", weiß Mirco Fretter, Präsident des Forum DistancE-Learning. "Wer seinen Job versteht, wird schnell zum persönlichen Motivator von Fernstudierenden und Wegbereiter für deren Erfolg in der Weiterbildung."  

Fernstudierende und Absolventen konnten im Vorfeld ihre Lieblingstutoren für die Online-Abstimmung nominieren. 79 Tutorinnen und Tutoren haben diese Nominierung angenommen und stellen sich ab sofort der Wahl. Jetzt heißt es Daumen drücken und abstimmen! Jeder Interessierte hat eine Stimme, mit der er seinen Tutor unterstützen kann. Um sich und ihre Arbeit ein wenig näher vorzustellen, präsentieren sich alle Kandidaten auf der Votingseite mit Fotos und individuellen, kurzen Texten. Viele nutzen zudem die Möglichkeit, sich in einem Video direkt an ihre Unterstützer zu wenden.

Der Gewinner des Votings wird am 25. September 2019 in einer Online-Veranstaltung bekannt gegeben und am 4. November 2019 in Berlin geehrt.

Eine Übersicht aller Tutoren finden Sie hier: www.fernstudiumcheck.de/tutor-des-jahres-2020/tutoren

Dem "Tutor des Jahres" können Sie in der Zeit vom 15. August bis zum 22. September 2019 Ihre Stimme geben: www.fernstudiumCheck.de/tutor-des-jahres-2020/voting

Der "Tutor des Jahres" ist eine Kategorie des Studienpreises DistancE-Learning, dem ältesten Bildungspreis Deutschlands. Alle Informationen zum Studienpreis finden Sie hier: www.studienpreis-distance-learning.de

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Stellungnahme zum Jahressteuergesetz 2019:
Verband befürchtet Verteuerung von Weiterbildungsmaßnahmen

Mit der Veröffentlichung der Nationalen Weiterbildungsstrategie im Juni kündigte die Regierung an, dem massiven Wandel auf dem Arbeitsmarkt, bedingt durch Digitalisierung, mit verstärkter Weiterbildung und der Schaffung einer neuen Weiterbildungskultur begegnen zu wollen. Ein Gesetzentwurf zu geplanten Umsatzsteueränderungen scheint dieses Vorhaben nun zu konterkarieren.

Lebenslanges Lernen ist die Grundvoraussetzung für gesellschaftliche, politische und kulturelle Teilhabe. Aber auch wer beruflich dauerhaft erfolgreich sein will, kann nicht darauf verzichten. "Von Arbeitnehmerseite aus gewinnen die Themen ‚Learning on the Job‘ und ‚Wissens-Snacks‘ an Bedeutung. Sie tragen der Situation Rechnung, dass wir eine extrem rasch fortschreitende Digitalisierung erleben und dass es kaum noch Arbeitnehmer gibt, die 30 Jahre lang auf ihren ursprünglichen Posten verbleiben. Dadurch erscheint keine allumfassende Grundausbildung notwendig, sondern eine Basisqualifikation mit später anschließenden passgenauen Qualifikationen und fachlichen Vertiefungen", so Mirco Fretter, Präsident des Forum DistancE-Learning.  

Auf den massiven Wandel des Arbeitsmarktes und dem damit einhergehenden Fachkräftemangel ist lebenslanges Lernen in Form von Weiterbildungen zum Erlangen neuer Qualifikationen eine lösungsorientierte Antwort. Das hat auch die Bundesregierung erkannt und Bildung in der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung vorgestellten Nationalen Weiterbildungsstrategie als Schlüsselfaktor für die weitere soziale und wirtschaftliche Entwicklung des Landes definiert. Gemeinsam wollen Bund, Länder, Wirtschaft, Gewerkschaften und die Bundesagentur für Arbeit ihre Anstrengungen für Weiterbildung und Qualifizierung bündeln und weiterentwickeln, Fördermöglichkeiten ausbauen, transparenter gestalten und leichter zugänglich machen.  

Ein vorliegender Regierungsentwurf eines "Gesetzes zur weiteren steuerlichen Förderung der Elektromobilität und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften" droht dieses Vorhaben nun jedoch stark zu konterkarieren und Weiterbildung für den Teilnehmer durch die Erhebung einer Umsatzsteuer auf Fort- und Weiterbildungsangebote zu verteuern. Der Entwurf sieht vor, Berufsausbildungsleistungen von der Umsatzsteuer zu befreien, Fortbildungsleistungen jedoch zu besteuern und somit für den Teilnehmer erheblich zu verteuern.  "Eine Differenzierung zwischen Aus- und Fortbildung führt in unseren Augen nicht nur zu unüberschaubaren Abgrenzungsschwierigkeiten, sondern ist zudem unrealistisch und widerspricht modernen Bildungskonzepten", stellt Fretter fest.  

Das Forum DistancE-Learning fordert daher, in einer veröffentlichten Stellungnahme, auf eine derartige Unterscheidung zu verzichten und Bildungsmaßnahmen grundsätzlich von der Umsatzsteuer zu befreien. "Der Regierungsentwurf in der vorliegenden Form sendet ein falsches bildungs- und arbeitsmarktpolitisches Signal und wirkt nationalen Bemühungen um eine verbesserte Weiterbildungskultur zur Überwindung der anstehenden Herausforderungen klar entgegen", fasst Fretter zusammen. Einer von Bundesseite angestrebten Erhöhung der Weiterbildungsbeteiligung, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, sieht der Verband mit dem Entwurf des Gesetzes klar gefährdet und bietet seine Expertise für vertiefende Gespräche an. 

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FachForum 2019:
Praxisorientierte Workshops zum Thema "KI und Bildung"

Mit seinem FachForum möchte der Verband dazu beitragen, sich über realistische Szenarien zum Thema "Künstliche Intelligenz und Bildung" zu verständigen, zukunftsweisende Fragestellungen zu identifizieren und erste Antworten auf diese zu finden. So werden sich die Referenten am Montag, 4. November 2019, in Berlin intensiv mit den Entwicklungsperspektiven beschäftigen und die Zukunftsaussichten der Branche beleuchten. In den Diskurs fließen konkrete Erfahrungen aus der Praxis und aktuelle Erkenntnisse aus der Wissenschaft ein, die die Digitalisierung und Anwendung von KI in der Weiterbildung betreffen und einen spannenden Chancen-Pool für das Distance-Learning bereithalten.

Neben interessanten Fachvorträgen werden fünf praxisorientierte Workshops im Rahmen der Veranstaltung angeboten. Die ersten drei stellen wir Ihnen heute näher vor:
Workshop 1: "Culture Eats Strategy for Breakfast"

 ... dieses bekannte Zitat von Peter Drucker bringt es auf den Punkt: Vielfach scheitern Change-Projekte an der Behäbigkeit der Unternehmenskultur und an diffusen Widerständen. Das gilt auch für die Implementierung von Digitalisierungsstrategien aller Art - diese lösen häufig Unsicherheit und Skepsis aus. Im Workshop werden die Ursachen auf der psychologischen und systemischen Ebene aufgezeigt und praxiserprobte Methoden für gelungene Transformationen vorgestellt.

Den Workshop leitet Dr. Kerstin Friedrich, Strategie- und Unternehmensberaterin aus Dünsen bei Bremen. Dr. Kerstin Friedrich gilt als führende Expertin auf ihrem Spezialgebiet, der Engpasskonzentrierten
Strategie (EKS). Sie studierte Ökonomie und Psychologie und hat sich in den letzten Jahren auf das Thema partizipative Unternehmenskultur spezialisiert.
Workshop 2: "Ist das noch Pädagogik oder schon BWL? Learning Analytics & Business Intelligence im modernen Fernlernen"

Die individuelle Förderung von Lernenden gehört seit jeher zu den Zielen pädagogischer Arbeit. Mithilfe von künstlicher Intelligenz und Learning Analytics scheint nun die Zeit angebrochen, in der mediengestützte Curricula eine wirklich individuelle Förderung ermöglichen. Untersuchungen zeigen, dass gezielte Ansprache und Förderung Lernende aktiviert, motiviert und damit mehr Abschlüsse und weniger Abbrüche erzeugt. Für kommerzielle Bildungsanbieter ergeben sich daraus auch große betriebswirtschaftliche Chancen. Weniger Abbrüche bedeuten weniger Kündigungen, jeder Abschluss mehr ist eine weitere Erfolgsstory, die das Marketing erzählen kann.

Den Workshop leitet Birger Tralau, Leiter des Online-Studienzentrums am Insitut für Lernsysteme ILS in Hamburg. Birger Tralau ist seit 2003 für den Online-Campus der ILS GmbH, Deutschlands größter Fernschule, verantwortlich. Mit agilen Methoden entwickeln sein Team und er die Plattform seitdem weiter und wirken bei der Digitalisierung von Prozessen und Curricula mit. Heute ist das Online-Studienzentrum (OSZ) eine der größten Lernplattformen im europäischen Fernlernen. Neben seiner Funktion als LMS dient das OSZ auch dem Marketing, dem CRM und dem Qualitätsmanagement nach ISO 29990.
Workshop 3: "Wie kommt die Bildung zum Lerner? – Wie MOOCs, Blockchain, KI und Big Data den Lernprozess auf den Kopf stellen!"

In den letzten Jahrhunderten war es Standard, dass der Student in die Uni und der Weiterbildungsteilnehmer zum Wochenendseminar gekommen ist. Die Digitalisierung hat dieses Prinzip jedoch auf den Kopf gestellt. Heute kommt die Bildung via YouTube und Co auf das Smartphone oder den Laptop. Man muss Bildung neu denken und das im Ganzen. Jeder Prozess, jede Infrastruktur, jede Architektur und jedes Konzept könnte sich dank der Digitalisierung ändern. Jeder lernt wo, wann und wie er will.

Das Lernen ist dank Internet schon lange losgekoppelt vom Ort, jedoch hat man bisher noch gleichzeitig gelernt. In einer Mischung von Online und Offline wurden trotz Digitalisierung im Blended Learning Format die Lerner immer noch in Kohorten in der gleichen Geschwindigkeit durch ein Lernformat gepresst, was für alle gleich ist und vor allem zeitgleich startet, da der menschliche Dozent alle gleichzeitig betreuen sollte. Jedoch steht die nächste Generation der digitalen Bildung vor der Tür. Bots mit künstlicher Intelligenz können heute schon Texte schreiben und einfache Fragen beantworten. Alexa und Siri zeigen noch die Grenzen, beflügeln jedoch auch die Fantasien für eine zukünftige 24/7 individuelle Betreuung und die zukünftigen Zeugnisse liegen fälschungssicher und standardisiert in einer Blockchain. Die Zukunft der Bildung ist schon da, nur nicht bei jedem.
Den Workshop leitet Andreas Wittke, CDO Chief Digital Officer, oncampus, Technische Hochschule Lübeck. Er ist ein Spezialist für Digitale Transformation, Innovation und Bildungstechnologien für die Hochschullehre. Er hat die interaktive MOOC-Plattform mooin (www.oncampus.de) und das cloudbasierte Autorentool LOOP (www.loop.oncampus.de) erfunden und arbeitet an zahlreichen Projekten zu OER, Edtech, Gamification und der Digitalisierung. Er ist Projektleiter von mehreren internationalen MOOC-Projekten, schreibt unter www.onlinebynature.com und twittert als @onlinebynature. Andreas Wittke ist Keynotespeaker und war 2016 mit der Landesregierung Schleswig-Holsteins im Silicon Valley und 2018 in Shanghai. Er organisiert mehrere Veranstaltungen u.a. die Moodlemoot DACH und das Barcamp Lübeck. Andreas Wittkes aktuellste Forschungsarbeit ist eine Quorum Blockchain für digitale Zertfikate mit einer Moodle Schnittstelle (www.digicerts.de ).
Weitere Informationen zum FachForum 2019 und seinen Referenten finden Sie auf www.fachforum-distance-learning.de.

Hier können Sie sich Ihr Tagungs-Ticket sichern!

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Arbeitskreis Pädagogik tagt in Rheine

Zu seiner 75. Sitzung lädt der Arbeitskreis Pädagogik am Donnerstag, 12. September 2019, nach Rheine ein. Gastgeber ist das Kompetenzzentrum der Dr.-Ing. Paul Christiani GmbH & Co. KG. 
Zentrales Thema werden die Bemühungen um die Erarbeitung von Standards zur DQR-konformen Lehrgangsplanung sein. Eine Einladung zur Sitzung ist den Mitgliedern des Verbandes samt Tagesordnung bereits zugegangen.

Alle Sitzungsunterlagen befinden sich zudem im passwortgeschützten Mitgliederbereich der Website.

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Neuer Termin:
Fachgruppe Fernstudium trifft sich in Köln

Nach längerer Pause treffen sich die Mitglieder der Fachgruppe am Freitag, 27. September, in Köln in den Räumlichkeiten der Deutschen Gesellschaft für berufliche Bildung (DGBB). Ein zentraler Tagesordnungspunkt wird die Wahl eines neuen Vorsitzenden sein. Prof. Dr. Ralf Haderlein, ZFH (Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund, Koblenz) hat sich bereit erklärt, diese Aufgabe zu übernehmen.

Eine endgültige Tagesordnung geht allen Mitgliedern der Fachgruppe in den kommenden Wochen zu.

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Interview mit SPD-MdB Oliver Kaczmarek:
Nachhaltige Bildungsförderung und politische Willensbildung

Politische Willensbildung ist ein dauerhafter Prozess; beispielsweise in der Bildungsförderung sozusagen eine Endlosschleife zwischen der Evaluation von Unterstützungsprogrammen und Vorschlägen für deren nachhaltige Verbesserung. Diesen Vorgängen hat sich in besonderer Weise Oliver Kaczmarek, MdB, verschrieben, der bildungspolitische Sprecher der SPD. Das wurde Ende 2018 auf einer Tagung der Friedrich-Ebert-Stiftung deutlich, als der Sozialdemokrat für seine Partei die Offenheit dieses Prozesses betonte. Der "Stahlreport" nahm ihn beim Wort und bat ihn um ein Interview über Themen, zu denen Betroffene mitreden können – auch Verbände, wie die des Stahlhandels oder des Fernunterrichts:

Stahlreport: Die von Ihnen eingeforderte Bürgerbeteiligung setzt Informationen ebenso voraus wie Möglichkeiten der Kommunikation. War die Tagung in der Friedrich-Ebert-Stiftung insofern ein typisches Beispiel für den politischen Alltag des Oliver Kaczmarek? 

Oliver Kaczmarek: Der Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern ist mir ein besonderes Anliegen und geht weit über Tagungen der Friedrich-Ebert-Stiftung hinaus. In jeder Woche, die ich in meinem heimischen Wahlkreis Unna I verbringe, nutze ich meine Zeit für Dialogformate. Das fängt an mit meiner AnsprechBar, mit der ich wöchentlich auf verschiedenen Plätzen stehe, geht weiter über Haustürbesuche und schließt mit dialogorientierten Abendveranstaltungen. Dabei geht es nicht nur um das Informieren über Politik, sondern vor allem ums Zuhören und die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger. 

Stahlreport: Welche Bedeutung hat für Sie in diesem Zusammenhang, dass Organisationen – in diesem Fall also eine Stiftung – Informationen und Kommunikationsmöglichkeiten bündeln; ist das nicht vielleicht schon etwas zu viel und zu sehr organisierter Lobbyismus? 

Oliver Kaczmarek: Ich finde nicht, dass die plural aufgestellten politischen Stiftungen organisierten Lobbyismus betreiben. Die Stiftungen arbeiten nach streng wissenschaftlichen Kriterien, um politische Debatten zu bereichern. Im Gegensatz zu klassischen Interessens- oder Branchenvertretern verfolgen sie einen ganz anderen Ansatz. 

Stahlreport: Kommen wir zu den Informationsinhalten und Kommunikationsformen: Der Koalitionsvertrag enthält eine Fülle von Bildungsthemen. Wer bietet dazu eine Übersicht, bzw. in welchem Vorhaben sind ggf. die einzelnen Themen so gebündelt, dass man sich rasch über bisher erzielte Fortschritte informieren kann? 

Oliver Kaczmarek: Die SPD hat im Zuge des Mitgliedervotums über den Eintritt in die Koalition umfassend über die Ergebnisse der Verhandlungen informiert. Auf den Seiten der Bundespartei finden Sie wie zu allen wichtigen Themenfelder auch kurze Zusammenfassungen für den Bereich Bildung. Für die konkrete Umsetzung zeichnet die SPD-Bundestagsfraktion verantwortlich. Zu allen aktuellen bildungspolitischen Themen informieren wir umfassend. Ein weiteres spannendes Angebot hat die Süddeutsche Zeitung mit ihrem Koalitionstracker aufgelegt. Hier kann man schnell einen groben Überblick erhalten. 

Stahlreport: Nehmen wir aus diesem Spektrum beispielsweise die Vorhaben zur beruflichen Bildung heraus, die ja besonders bei den Akteuren der Wirtschaft auf großes Interesse stoßen. Wie können etwa in diesen Bereichen tätige Verbände mit der Politik kommunizieren, ohne sich dem Vorwurf einer zu großen Einflussnahme auszusetzen? 

Oliver Kaczmarek: In der SPD-Bundestagsfraktion war uns klar, dass der Gesprächsbedarf zur Novelle des Berufsbildungsgesetzes groß ist. Deswegen haben wir Anfang Juni 2019 eine große Konferenz zur Zukunft der Aus- und Weiterbildung veranstaltet. Hier konnten alle Interessierten und selbstverständlich auch relevante Verbände in den direkten Dialog mit uns treten. 

Stahlreport: Aus der Vielzahl der Themen, zu denen informiert und kommuniziert werden sollte, interessiert den Stahlhandel und die Fernunterrichtsbranche der Deutsche Qualifikationsrahmen in besonderer Weise. Haben sich die SPD oder gar die Große Koalition zu diesem Ordnungsinstrument für die Eingruppierung von unterschiedlichen schulischen, akademischen und beruflichen Abschlüssen bereits eine abschließende Meinung gebildet? 

Oliver Kaczmarek: Seit 2012 haben der Deutsche und der Europäische Qualifikationsrahmen für mehr Vergleichbarkeit von Abschlüssen in der Europäischen Union geführt. Es besteht aber nach wie vor Uneinigkeit darüber, inwiefern die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Ausbildung sich im Qualifikationsrahmen widerspiegeln. Für die SPD ist es wichtig, dass wir hier zu einer umfassenden Gleichwertigkeit kommen. 

Stahlreport: Herr Kaczmarek, herzlichen Dank für dieses Interview – zu dem es hoffentlich bald in passendem Rahmen eine Fortsetzung gibt.

Zur Person:
Oliver Kaczmarek wurde 1970 in Kamen geboren und trat mit 18 Jahren in die SPD ein. Nach dem Abitur begann er in Bochum ein Studium der Geschichte und Sozialwissenschaften, das er mit dem Staatsexamen abschloss. Im Anschluss an eine Tätigkeit als freier Mitarbeiter der Revierarbeitsgemeinschaft für kulturelle Bergmannsbetreuung nahm Kaczmarek im Jahr 2000 seine Arbeit als Jugendbildungsreferent im SPD-Landesverband Nordrhein-Westfalen auf. 2003 wechselte er in das dortige Schulministerium, wo er bis zu seiner Wahl in den Bundestag 2009 tätig war. Dem deutschen Parlament gehört der ledige Vater einer Tochter seitdem als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Unna I an und ist derzeit u.a. Bildungspolitischer Sprecher der SPD.

Wir danken dem Stahlreport für die Zurverfügungstellung des Interviews.

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Comenius-Siegel und EduMedia-Medaillen vergeben

Zum 24. Mal wurden in Berlin die diesjährigen Comenius-Siegel und EduMedia-Medaillen vergeben. Damit würdigt die Gesellschaft für Pädagogik, Information und Medien e. V. (GPI) seit 1995 herausragende digitale Bildungsmedien für Beruf, Ausbildung, Schule, Kultur und Freizeit.

Im Zuge der Digitalisierung mit Mobile- und Just in time- Learning war auch in 2019 das Interesse am Comenius Award ungebrochen. Über 200 Hersteller, Verlage, Projekte und Autoren aus 14 Ländern von Island bis Zypern reichten digitale Bildungsprodukte ein, um sie einem herstellerneutralen Qualitätscheck unterziehen zu lassen. Denn auch digitale Bildungsmedien müssen nach klassischen didaktischen Prinzipien konzipiert und realisiert sein. Die GPI geht diesem Anspruch mit den Comenius-EduMedia-Award-Auszeichnungen nach.

Über 200 Gäste verfolgten auf Einladung des GPI e. V. die Auszeichnungsveranstaltung, die in diesem Jahr im Chamäleon Theater in den historischen Hackeschen Höfen in Berlin stattfand. Nach einem Einführungsreferat von Prof. Dr. Christoph Klimmt von der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover zur Psychologie von Gamification wurden die Auszeichnungen in den vier Kategorien Didaktische Multimediaprodukte, Allgemeine Multimediaprodukte, Lehr- und Lernmanagementsysteme sowie Computerspiele mit kompetenzförderlichen Potenzialen auf der Grundlage der Qualitätskriterien des IB&M der GPI vergeben.

Von 264 geprüften digitalen Bildungsmedien wurde 183 Produkten mit dem Comenius Siegel didaktische und mediale Qualität bescheinigt. Über eine dieser Bescheinigungen darf sich auch unser Verbandsmitglied, die Studiengemeinschaft Darmstadt, freuen. Sie erhielt die Auszeichnung für die Service-App des Online-Campus. Und auch Verbandsmitglied Thomas Pilger (tp bildungsmedien) hatte Grund zur Freude. Er erhielt das Siegel gleich für drei Projekte.

Die besonders begehrte EduMedia-Medaille wurde an 21 herausragende Produkte aus sechs Ländern vergeben. Auch über diese Auszeichunung durfte sich Pilger zusammen mit der Daimler AG für die Projektarbeit "Fernsehturm" freuen.

Hier finden Sie alle Preisträger des Jahres 2019.

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Veranstaltungen

12. September 2019: Arbeitskreis Pädagogik in Rheine
Die 75. Sitzung des Arbeitskreises wird in Rheine stattfinden. Gastgeber der Sitzung ist das Kompetenzzentrum der Dr.-Ing. Paul Christiani GmbH & Co. KG.

15. August bis 22. September 2019: Online-Voting zum "Tutor des Jahres 2020"
79 Tutoren treten zur Wahl zum "Tutor des Jahres" an. Alle Informationen finden Sie hier.

25. September 2019: Bekanntgabe "Tutor des Jahres 2020"
In einer Online-Veranstaltung verkünden Verbandspräsident Mirco Fretter und Thomas Tibroni, Geschäftsführer FernstudiumCheck.de, um 14 Uhr gemeinsam die Ergebnisse des Online-Votings und verraten, wer fortan den Titel "Tutor des Jahres 2020" tragen darf.

27. September 2019: Fachgruppensitzung Fernstudium in Köln
Zu ihrer nächsten Sitzung treffen sich die Mitglieder der Fachgruppe bei der Deutschen Gesellschaft für berufliche Bildung (DGBB) in Köln.

4. November 2019: FachForum DistancE-Learning 2019 in Berlin
In Anlehnung an das Wissenschaftsjahr 2019 widmet der Fachverband seine Jahrestagung dem Thema KI und fragt unter dem Titel "Künstliche Intelligenz und Bildung - Chancen für DistancE-Learning", welche Herausforderungen und Perspektiven auf Fernstudienmodelle zukommen. Das Programm der Tagung finden Sie auf www.fachforum-distance-learning.de.

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Wenn Sie diese E-Mail (an: presse@forum-distance-learning.de) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier abbestellen.

Herausgeber:
Forum DistancE-Learning,
Der Fachverband für Fernlernen und Lernmedien e.V.
Schwedenstr. 14
13357 Berlin
Deutschland

030-767 586 975
presse@forum-distance-learning.de
www.forum-distance-learning.de

Geschäftsführer:
Michael Lammersdorf

Vertretungsberechtigtes Präsidium:
Mirco Fretter (Präsident),
Prof. Dr. Ronny Fürst (Vizepräsident),
Jens Greefe (Vizepräsident),
Dr. Markus Lermen (Vizepräsident),
Andreas Vollmer (Vizepräsident)
 
Sitz des Vereins:
Charlottenstr. 2,
10969 Berlin
Registergericht: Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
Vereinsregister Registernummer: VR 20854 Nz

Redaktion:
Daniela Lobitz (PR-Referentin)
presse@forum-distance-learning.de
Tel. 030-767 586 975