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Ausgabe: Juni/Juli 2020

  1. Herausforderung Corona: Fernunterricht gefragter denn je
  2. Verband unterstützt Modernisierung des Fernunterrichtsschutzgesetzes
  3. „Tutor des Jahres" gesucht
  4. Trendstudie Upskilling
  5. APOLLON Hochschule: Vizepräsidentin und Vizepräsident berufen
  6. Nationaler Bildungsbericht 2020
  7. Veranstaltungen
Herausforderung Corona: Fernunterricht gefragter denn je

Wie die Mitglieder des Forum DistancE-Learning der Corona-Pandemie begegnet sind, welche Hürden gemeistert werden mussten, um den Weiterbildungsbetrieb aufrecht erhalten zu können und welchen Zuspruch Fernunterricht bei Teilnehmenden während der Krise fand, haben wir in unserer jüngsten Verbandsveröffentlichung „Herausforderung Corona: Fernunterricht entwickelt volles Potenzial - Nachfrage boomt" zusammengetragen. 

„Würde es Fernunterricht nicht schon geben, wäre er genau jetzt erfunden worden“, leiten die Worte von Verbandspräsident Mirco Fretter den Beitrag ein. Doch glücklicherweise sei das Konzept der Wissensvermittlung auf Distanz bereits etabliert und könne nun im Angesicht der Krise brillieren. „Wie schon immer in der Geschichte des Fernunterrichts, sind es die privaten Unternehmen, die teilweise unter großen Anstrengungen den Umstieg in die Online-Welt schnell geschafft haben, um ihren Kunden auch in schwierigen Zeiten Bildung zu ermöglichen“, stellt Prof. Dr. Holger Zinn fest. Zinn ist u.a. Autor des Buches „Geschichte des Fernunterrichts“, lehrt an der DIPLOMA Fachhochschule Nordhessen und ist Mitherausgeber der Zeitschrift für interdisziplinäre ökonomische Forschung (ZIF). „Für den privaten Bildungssektor ist die Corona-Krise ein gewaltiger Schritt in Richtung einer nachhaltigen Implementierung von digitalen Lernangeboten. Ob dies auch für staatliche Einrichtungen gilt, muss bezweifelt werden. Hier steht zu befürchten, dass digitaler Lehr- und Lernfrust zu einem Rückfall in alte Gewohnheiten führt“, prognostiziert er.

Natürlich prallte auch an der Fernunterrichts-Branche die Krise nicht ohne Folgen ab.  Präsenzveranstaltungen, die viele Distance-Learning-Angebote ergänzen, mussten kurzfristig abgesagt oder umorganisiert werden und auch die Unternehmensverwaltung und Teilnehmerbetreuung galt es den aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Wie dies gelingen konnte, wie neue Projekte entstanden sind und wie man auch von der Krise betroffenen Teilnehmenden entgegenkommen konnte, berichten einige Mitgliedsunternehmen.

Viele Teilnehmende hätten den Stellenwert digitaler Bildung erkannt oder lernen ihn aktuell kennen, sind sich die Anbieter von Fernunterricht und Fernstudium unisono einig. Die Corona-Pandemie wird die Bildungslandschaft daher nachhaltig verändern, und die hohe Nachfrage nach digitalen Bildungsangeboten wird auch nach einer hoffentlich bald überwundenen Krise hoch bleiben. Denn auch Themen wie Klimaschutz, wie z.B. durch wegfallende Anreisen zu Schulungsorten, oder hybride Arbeitskonzepte finden im Fernunterricht und seinen digitalen Elementen Berücksichtigung. Hunderttausende Teilnehmende profitieren schon seit Jahren von der Flexibilität eines Fernstudiums und wertschätzen die Qualität staatlich zugelassener und akkreditierter Angebote. Und trotzdem müssen Anbieter bis heute immer wieder dafür kämpfen, Gehör und Anerkennung in der Bildungspolitik zu finden.

Die vollständige Pressemeldung finden Sie hier.

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Verband unterstützt Modernisierung des Fernunterrichtsschutzgesetzes

Das Fernunterrichtsschutzgesetz, kurz FernUSG, regelt seit 1977 in Deutschland die Rechte und Pflichten der Anbieter und Teilnehmer beim Fernunterricht. Ein Referentenentwurf sieht nun eine Änderung des Gesetzes vor. Im Rahmen der Verbändebeteiligung forderte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Forum DistancE-Learning dazu auf, eine Stellungnahme zur geplanten Modernisierung des FernUSG einzureichen.

Konkret sieht der Referentenentwurf vor, Formerfordernisse zu erleichtern und einen Rechtsverkehr im Internet zu ermöglichen. Es heißt:
„Im Zuge der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie in Deutschland steigt das Bedürfnis, die digitale Landschaft für Bildungsinteressierte weiter auszubauen und digitale Bildungsangebote schnell und einfach zugänglich zu ermöglichen. Im Sinne des Bürokratieabbaus wird beim Abschluss von Fernunterrichtsverträgen, bei der Kündigung sowie bei den Belehrungspflichten des Veranstalters über Kündigungs- und Rücktrittsrechte die Schriftform durch die Textform ersetzt. Dadurch können diese Schritte zum Beispiel auch per E-Mail oder im Online-Portal erfolgen. Das Ausdrucken von Vertragsunterlagen zur Zeichnung sowie die Kommunikation auf dem Postweg bei Vertragsabschluss, Kündigung oder Belehrung über Kündigungs- und Rücktrittsrechte ist damit nicht mehr erforderlich. Damit wird die Kommunikation bei digitalen Bildungsangeboten erleichtert. Der Bürokratieabbau soll dazu beitragen, den Ausbau digitaler Bildungsangebote in Deutschland zu fördern."

Der Verband begrüßt dieses Vorhaben vollumfänglich und verweist in seiner eingereichten Stellungnahme darauf, sich schon seit Jahren für die Aufhebung des Schriftformerfordernisses eingesetzt zu haben.

Zeitlich ist ein Inkrafttreten der Gesetzesänderungen spätestens zum 1. Januar 2021 geplant.

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„Tutor des Jahres" gesucht:
Nominierungsphase gestartet

Gemeinsam mit dem Bewertungsportal FernstudiumCheck.de begibt sich der Verband auch 2020 wieder auf die suche nach dem „Tutor des Jahres".

Noch bis einschließlich 24. Juli 2020 kann jeder seinen Wunschkandidaten für den Titel online auf www.fernstudiumcheck.de/tutor-des-jahres-2021 nominieren. Ins Rennen geschickt und ausgezeichnet werden können alle Tutorinnen und Tutoren, die in staatlich zugelassenen bzw. akkreditierten Fernlehrgängen/Fernstudiengängen tätig sind. Über 200 Nominierungen von mehr als 90 Fern(hoch)schulen sind bereits eingegangen!

Bevor am 1. September 2020 das große Online-Voting um den Titel startet, kontaktiert der Verband alle nominierten Kandidaten und erfragt, ob diese ihre Nominierung annehmen möchten.

Der „Tutor des Jahres" ist eine Kategorie des Studienpreis DistancE-Learning, der an herausragende Absolventen in Fernunterricht und Fernstudium vergeben wird. Nicht selten ist ihr Erfolg eng an die Einsatzbereitschaft von Tutorinnen und Tutoren geknüpft. Anlass genug für den Verband, im Jahr 2012 erstmals einen Studienpreis in der Kategorie „Tutor des Jahres" auszuloben. Da niemand über die tutorielle Betreuung besser entscheiden könnte als die Teilnehmenden selbst, wird der „Tutor des Jahres" mittels eines großen Online-Votings ermittelt.

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Trendstudie Upskilling:
Weiterbildung in Unternehmen muss geändert werden

IUBH untersucht Digitalisierung und neues Lernen

„Der Umbruch am Arbeitsmarkt ist da“, sagt Prof. Dr. rer. pol. Kurt Jeschke, Professor und Prorektor Corporate an der IUBH Internationalen Hochschule. Die aktuelle IUBH Trendstudie mit dem Titel ‚Upskilling – Digitalisierung und neues Lernen‘, bei der im Frühjahr 2020 über 1.200 Führungskräfte und Mitarbeitende zu den Veränderungen in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung befragt wurden, zeigt bei Unternehmen einen massiven Bedarf an digitalen Bildungsformen sowie zukunftsorientierten – und damit der digitalen Transformation entsprechenden – Bildungsinhalten.

Grundlage der Studie ist die Frage, ob und in welchem Umfang sich bis in das Jahr 2030 bestehende Berufsfelder neu erfinden oder aber komplett entfallen, während sich der Fachkräftemangel und fehlende Qualifikationen bestehender Mitarbeitender zu einem zunehmenden Geschäftsrisiko entwickeln. „Für bestehende Mitarbeitende gibt es also im Unternehmen in vielen Fällen bald keinen Job mehr, während für neue Aufgaben qualifiziertes Personal fehlt oder die fachlichen Kompetenzen nicht ausreichen, um Aufgaben oder Berufsprofile zukunftsfähig zu machen“, fasst Jeschke die Lage zusammen. „Mit unserer Studie fragen wir deshalb nach dem veränderten Kompetenzbedarf in Unternehmen, den erforderlichen Skills und den Anforderungen an die berufliche Aus- und Weiterbildung für Fach- und Führungskräfte.“

Der Fokus der Studie liegt dabei konkret auf folgenden Fragen:
  • Wie genau müssen zeitgemäße und effiziente Weiterbildungskonzepte aussehen?
  • Was sind die größten Herausforderungen für Unternehmen, HR, Mitarbeiter und Führungskräfte in unterschiedlichen Branchen?
  • Welche Hard und Soft Skills brauchen Mitarbeiter(innen) und Führungskräfte heute, um auch in Zukunft ihre Aufgaben erfolgreich zu erfüllen?
Die Ergebnisse der Studie in der Übersicht:

  • Mitarbeiter wie Führungskräfte sind sich der Entwicklung am Arbeitsmarkt durchaus bewusst. Vor allem Geschäftsführer geben an zu wissen, welche Kompetenzen in den nächsten drei bis fünf Jahren für sie relevant werden. Insgesamt geben 60 Prozent der Teilnehmer an, dass sie sich der benötigten Skills der Zukunft bewusst oder total bewusst sind.
  • Das Thema Digitalisierung wird als ein wesentlicher Treiber für die Veränderung der Arbeitswelt wahrgenommen. Entsprechend sehen 42,6 Prozent der Befragten im Bereich IT & Technik den größten Bedarf an Weiterbildung. Weitere Bereiche, in denen ein hoher Bedarf am Ausbau fachlicher Qualifikationen besteht, sind Marketing & Kommunikation (29,7 %) sowie Management & Wirtschaft (29,6 %). Kompetenzen sind vor allem in den Bereichen Online & Social Media Marketing (26,8 %), Digitale Businessmodelle (22,0 %) und Data Analytics & Big Data (21,5 %) gefragt.
  • Ein erstaunliches Ergebnis ist dabei der hohe Anteil von 17,4 Prozent der Befragten, die keinen Handlungsbedarf im Hinblick auf weitere Qualifikationen für die Zukunft sehen. Fast ein Viertel (22,9 %) der kleineren Unternehmen vertritt die Ansicht, dass es keinen besonderen Bedarf am Erwerb der angegebenen fachlichen oder überfachlichen Qualifikationen gebe. Bei Unternehmen ab einer Größe von 500 Mitarbeitern besteht diesbezüglich ein differenzierteres Meinungsbild. Hier äußern sich nur 13,9 Prozent bzw. 18,5 Prozent der Befragten negativ oder neutral gegenüber dem Handlungsbedarf zu zukunftsgerichteten Qualifikationen.
  • Bei den in Zukunft gefragten Skills gehen besonders große und mittelständische Unternehmen davon aus, dass „weiche" Kompetenzen an Bedeutung gewinnen. Dazu zählen insbesondere Fähigkeiten wie Konfliktfähigkeit und -management (43,6 %), Problemlösungskompetenz (42,3 %) und Teamwork (39,2 %). Betrachtet man nur das Segment teilnehmender Führungskräfte, sehen diese einen anderen Schwerpunkt. Sie wollen ihre Fähigkeiten vor allem in den Bereichen Mitarbeiterentwicklung (53,8 %), Stressprävention (33,6 %) und dem Bereich „Delegieren & Loslassen“ (32,6 %) weiter ausbauen.
  • Größte Hindernisse bei der Aus- und Weiterbildung sind für die Befragten die fehlende Zeit für Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen (40,2 %), daneben Kosten (26,5 %) und keine Zeit, sich mit den Angeboten auseinanderzusetzen (26,5 %).
  • Mit Blick auf das optimale Lernformat für den Kompetenzerwerb sind sich alle Teilnehmer über die verschiedenen Hierarchieebenen einig: 72,2 Prozent sind der Meinung, dass eine Kombination verschiedener Lernformate den größten Erfolg als Lernform verspricht. Dazu gehören Online-Trainings, vertiefende Präsenzveranstaltungen und die persönliche Begleitung durch einen Coach. Reine Langzeit-Präsenzveranstaltungen (18,7 %) und reines Online-Training (9,1 %) finden bei den Befragten dagegen deutlich weniger Zuspruch, auch weil das Lernen im sogenannten Blended-Format großteils selbstgesteuert erfolgen kann.
Prof. Kurt Jeschke: „Die Studie stellt überzeugend dar, dass sich am Arbeitsmarkt – je nach Branche und/oder Berufsbild - immer stärker digitalisierungsgetriebene Kompetenzlücken auftun, die nicht nur für Mitarbeitende sondern die Unternehmen als Ganzes erfolgskritisch sind. Spezialisierte Fachkräfte fehlen, während bisheriges Know-how nicht hinreichend durch `future skills´ ersetzt wird. Das Bewusstsein für Weiterbildung ist vorhanden. Allerdings lassen die Antworten zu den Hindernissen darauf schließen, dass viele Unternehmen ihre Mitarbeitenden bisher noch nicht aktiv beim Upskilling unterstützen. Wir haben es also mit zum Teil erheblichen Skill Gaps zu tun, die allerdings mit zukunftsfähigen und bedarfsgerechten Weiterbildungsprogrammen geschlossen werden können.“

Die gesamte Studie ist hier abrufbar.

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APOLLON Hochschule:
Vizepräsidentin und Vizepräsident berufen

Die APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft erweitert das Präsidium zum 01. Juli 2020 mit zwei geschätzten Professoren: Prof. Dr. Viviane Scherenberg wird Vizepräsidentin für den Bereich „Strategische Kooperationen und Transfer“, Prof. Dr. Kurt Becker ergänzt als Vizepräsident den Bereich „Forschung“.

„Nach erfolgreichen 15 Jahren stellt sich das Präsidium der APOLLON Hochschule mit neuen Impulsen breiter auf“, kündigt Prof. Dr. Johanne Pundt die Präsidiumsverstärkung an. „Nachdem sich der erste Vizepräsident und Fernlehrexperte Heinrich Dieckmann in den Ruhestand verabschiedet hatte, ist es mir nun eine große Freude, dass zwei langjährige und kompetente Kollegen/-innen, Prof. Dr. Viviane Scherenberg und Prof. Dr. Kurt Becker, als neue Vizepräsidentin/-en das Hochschulmanagement unterstützen“, so die Hochschul-Präsidentin weiter. „Eine Hochschule basiert nicht nur auf ausgewogenen praxisbezogenen Lehrangeboten, sondern es gehören ebenso intensive Kooperations- und Transferbeziehungen zu externen Playern, als auch wichtige anwendungs- und lösungsorientierte Forschungsfragen dazu. Von daher bringen beide Vizepräsidenten genau das richtige Know-how mit, das eine innovative Hochschule, wie die APOLLON Hochschule, benötigt.“ 

Prof. Dr. Viviane Scherenberg hat bereits in der Vergangenheit eine Vielzahl an erfolgreichen Kooperationsverträgen zwischen der APOLLON Hochschule und wichtigen Institutionen aus der Gesundheitswirtschaft ermöglicht, wie zum Beispiel mit der Caritas und dem Springer Verlag. In ihrer neuen Rolle als Vizepräsidentin der APOLLON Hochschule intensiviert sie diese Bemühungen, knüpft neue Kooperationen sowie externe Kontakte für die Lehre und Forschung an der Fernhochschule. Ziel ihres Engagements ist ein innovativer, langfristiger Wissenstransfer zwischen der Hochschule, anderen Forschungsinstitutionen sowie Akteuren aus dem Gesundheits- und Sozialwesen, der Wirtschaft und Politik. „Ich freue mich über das ausgesprochene Vertrauen des Präsidiums und darüber, dass ich langfristige wechselseitige Austauschbeziehungen zwischen Forschungsinstitutionen sowie Akteuren aus dem Gesundheits- und Sozialwesen im Sinne unserer Studierenden weiter auf- und ausbauen kann“, so die neue Vizepräsidentin. „Es ist mir ein persönliches Anliegen, den Wissenstransfer in die Praxis und zum gesellschaftlichen Nutzen im Sinne einer Win-Win-Situation weiter voranzutreiben. Ein gelungenes Beispiel hierfür sind die zahlreichen engagierten sozialen Gruppenprojekte unserer Studierenden, auf die ich sehr stolz bin und die wir seit Jahren mit Praxis- und Kooperationspartnern aktiv fördern. Ein Mehrwert für uns als Hochschule, unsere Studierenden, die Akteure des Gesundheits- und Sozialwesens und für unsere Gesellschaft.“ 

Seit 2009 ist Prof. Dr. Viviane Scherenberg an der APOLLON Hochschule aktiv, in der Funktion als Dekanin Prävention und Gesundheitsförderung seit 2011. Ein besonderes Anliegen der gebürtigen Wuppertalerin ist es, innovative Themen wie z. B. Neue Medien, Neuromarketing oder auch Nachhaltigkeitsmanagement aus anderen Wissenschaftsbereichen auf den Präventions- und Gesundheitsbereich zu übertragen.

Prof. Dr. Kurt Becker ist Mitglied in der Forschungskommission der Hochschule und akquirierte bereits wichtige Forschungsprojekte. Diesen Aspekt wird er nun mit seiner neuen Aufgabe stärker ausweiten und dem Präsidium über seine Aktivitäten berichten. „Als Vizepräsident Forschung werde ich die Kollegen/-innen der APOLLON Hochschule auch weiterhin dabei unterstützen, interessante Forschungsthemen zu beantragen und die APOLLON Hochschule mit den gesundheitswirtschaftlichen Expertisen und Fragestellungen zu positionieren.“ Der Hochschule ist Kurt Becker seit Jahren eng verbunden, sodass mit ihm die Stelle eines Vizepräsidenten für Forschung adäquat besetzt werden konnte. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe und beabsichtige auch zukünftig im Team viele erfolgreiche Forschungsprojekte für APOLLON zu akquirieren, um dem Thema noch mehr Gewicht zu verleihen“, so der frisch ernannte Vizepräsident.

Bereits 2008 kam Prof. Dr. Kurt Becker als Studienleiter an die APOLLON Hochschule, seit 2012 als hauptamtlicher Studiengangsleiter für den Studiengang Medizin- und Gesundheitstechnologie-Management. Sein besonderes Forschungsinteresse liegt auf den Schwerpunkten E-Health, Alltagsunterstützende Assistenzlösungen (AAL), Technologiemanagement, Künstliche Intelligenz und Gesundheitstechnologie.

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Nationaler Bildungsbericht 2020:
Potenziale der Digitalisierung im Bildungsbereich noch zu wenig genutzt

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, und die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) und rheinland-pfälzische Bildungsministerin, Dr. Stefanie Hubig, haben gemeinsam mit dem Sprecher der Autorengruppe, Prof. Dr. Maaz (DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation) den Bericht „Bildung in Deutschland 2020“ vorgestellt. Der nunmehr achte Bildungsbericht beschreibt die Gesamtentwicklung des deutschen Bildungswesens. Schwerpunkt des aktuellen Berichts ist „Bildung in einer digitalisierten Welt“. Der Bildungsbericht erscheint alle zwei Jahre.

Der aktuelle Bildungsbericht dokumentiert positive Entwicklungen wie die zunehmende Bildungsbeteiligung, den quantitativen Ausbau des Bildungspersonals, kontinuierlich höhere Bildungsausgaben und einen steigenden Bildungsstand. Der Bericht bescheinigt eine höhere Durchlässigkeit des Bildungssystems und gestiegene Flexibilität bei Bildungsentscheidungen.

Das Schwerpunktkapitel „Bildung in einer digitalisierten Welt“ ist in der andauernden Corona-Pandemie besonderes aktuell: Der Einsatz digitaler Medien zum informellen Lernen in der Freizeit ist selbstverständlich. Innerhalb von Bildungseinrichtungen ist das seltener der Fall, zudem gibt es große Unterschiede zwischen Bildungseinrichtungen und –bereichen. In Hochschulen und der Weiterbildung sind digitale Medien weit selbstverständlicher als in Schulen. Digitale Kompetenzen sind etwa bei Schülerinnen und Schülern „ausbaufähig“. Beim Einsatz digitaler Medien im Unterricht kommt es auf einen didaktisch sinnvollen und kritisch-reflektierten Umgang an.

Der Bildungsbericht 2020 weist auch auf Herausforderungen für das Bildungssystem hin: Beispielsweise verlassen – verglichen mit dem Tiefststand 2013 – wieder mehr junge Menschen die Schule ohne Hauptschulabschluss; über alle Bildungsbereiche hinweg gibt es Menschen mit geringen schriftsprachlichen Kompetenzen. Nach wie vor ist der Einfluss des sozialen Hintergrunds auf den Bildungserfolg groß; regionale Unterschiede und migrationsspezifische Benachteiligungen bleiben weiterhin herausfordernd. Auf das Bildungspersonal kommen höhere pädagogische Anforderungen zu, zum Beispiel durch die Zusammensetzung der Gruppen und Klassen, die in Aus-, Fort- und Weiterbildung der im Bildungsbereich Beschäftigten zu berücksichtigen sind. „Gute Bildung ist das Fundament für ein gutes Leben und für eine gute Zukunft unseres Landes. Bildung muss uns jede Anstrengung Wert sein. Dieser Bildungsbericht ist ein weiterer Gradmesser, wo wir in der Bildung in Deutschland stehen. Es gibt viel Licht, aber auch noch Schatten. Über den Befund, dass die Bildungsbeteiligung zunimmt, sich der Bildungsstand verbessert hat und Bildungswege flexibler geworden sind, habe ich mich sehr gefreut. Das zeigt, dass wir in vielen Bereichen auf einem guten Weg sind. Dafür danke ich insbesondere den Lehrerinnen und Lehrern und anderem pädagogischen Personal, aber natürlich auch den Eltern, die gerade in den vergangenen Monaten sehr viel geleistet haben. Auch für die Schülerinnen und Schüler war das keine einfache Zeit. Gerade in der Corona-Krise wurden Defizite bei der Digitalisierung im Bildungsbereich deutlich, die auch in diesem Bericht angesprochen werden. Denn die Ausstattung mit Hard- und Software ist das eine. Aber sie muss pädagogisch sinnvoll eingesetzt werden. Daher haben wir beim DigitalPakt Schule von Anfang an darauf geachtet, dass die Förderung digitaler Infrastrukturen und die Entwicklung pädagogischer Konzepte Hand in Hand gehen“, sagte die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, KMK-Präsidentin Stefanie Hubig und der Sprecher der Autorengruppe, Kai Maaz, bei der Vorstellung des Berichts „Bildung in Deutschland 2020“. © BMBF/Hans-Joachim RickelDie KMK-Präsidentin und rheinland-pfälzische Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig sagte: „Bildung gelingt, es gibt aber weiter viel Arbeit. Die Fortschritte, die der Bildungsbericht ausweist, bleiben gleichzeitig unsere größten Baustellen: Chancengerechtigkeit, Durchlässigkeit und Aufstiegsorientierung.
Die Corona-Krise ist eine immense Herausforderung für die gesamte Bildungslandschaft, die Bildungsungerechtigkeit zu verschärfen droht. Ein besonderes Augenmerk müssen wir deshalb auch weiter auf Schülerinnen und Schüler aus bildungsfernen Schichten legen, die weniger Unterstützung durch ihre Eltern erfahren und zusätzlich häufig nicht über die technische Ausstattung verfügen, um jetzt gleichberechtigt am digitalen Unterricht teilzunehmen.

Wir sehen in der Corona-Krise, dass wir bei der digitalen Bildung aufholen müssen. Die Länder haben schnell reagiert, um die direkten Auswirkungen abzufedern. Gleichzeitig müssen Bund, Länder und Schulträger jetzt gemeinsam schulische Strukturen stärken, die langfristig ausgelegt sind. Auch die Ganztagsbetreuung leistet nicht nur einen wertvollen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sondern eröffnet auch mehr Bildungschancen. Es stimmt mich deshalb sehr positiv, dass der Bildungsbericht bundesweit Bewegung beim Ausbau und der Inanspruchnahme des Ganztags ausweist.“

Hintergrund

Der aktuelle Bericht bestätigt die positiven Entwicklungen im deutschen Bildungssystem:
  • Die Ausgaben für Bildung, Forschung und Wissenschaft sind gestiegen: im Jahr 2017 auf knapp 300 Milliarden Euro und – nach vorläufigen Berechnungen – im Jahr 2018 auf gut 310 Milliarden Euro. Das entspricht einer Steigerung von 30 Prozent gegenüber 2010 und einem wenig veränderten Anteil von 9,3 Prozent am BIP, das in diesem Zeitraum ebenfalls deutliche Zuwächse zu verzeichnen hatte. Die jährlichen Ausgaben je Schülerin und Schüler an öffentlichen Schulen stiegen im Zeitraum 2010 bis 2017 um rund 22 Prozent auf 7.300 Euro.
  • Mehr Kinder – mehr Studierende: Die Zahl der Bildungsteilnehmerinnen und -teilnehmer hat sich weiter erhöht, auf 17,2 Millionen Menschen im Jahr 2018. Diese Entwicklung geht nicht nur auf steigende Geburtenzahlen und vermehrte Zuzüge aus dem Ausland, sondern auch auf eine zunehmend frühere Bildungsbeteiligung und einen Trend zur Höherqualifizierung zurück.
  • Mehr Abiturienten – mehr Hochschulabsolventen: Der Bildungsstand der Bevölkerung hat sich in den letzten zehn Jahren positiv entwickelt: 2008 verfügten 24 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren über Hochschulreife, 2018 bereits 33 Prozent. Im gleichen Zeitraum ist der Anteil von Personen, deren höchster Schulabschluss der Hauptschulabschluss ist, von 39 Prozent auf 30 Prozent zurückgegangen. Der Anteil der Hochschulabsolventinnen und -absolventen ist im gleichen Zeitraum um fünf Prozentpunkte auf 18 Prozent gestiegen.
  • Die Zahl der im Bildungswesen Beschäftigten hat seit 2008 kontinuierlich zugenommen. Der größte Zuwachs bis zum Jahr 2018 ist dabei in der frühen Bildung (+63 Prozent) und an den Hochschulen (+37 Prozent) zu verzeichnen.
  • Bei gleichzeitigem Rückgang der Zahl der Schülerinnen und Schüler waren bundesweit im Schuljahr 2018/19 knapp 20.000 Lehrkräfte mehr an allgemeinen und beruflichen Schulen tätig als vor zehn Jahren. Zudem stieg der Anteil der unter 40-jährigen Lehrkräfte in den letzten 15 Jahren um zehn Prozentpunkte. Dennoch ist die Altersstruktur von Schulkollegien regional unterschiedlich und nicht immer ausgeglichen. Der Bedarf nach gut ausgebildetem pädagogischem Personal bleibt hoch.
  • Die hohe Studiennachfrage hält weiter an. Nach vorläufigen Berechnungen lag die Anzahl der Studienanfängerinnen und -anfänger im Jahr 2018 zum sechsten Mal in Folge über einer halben Million. Der Anteil der Neueinschreibungen an Fachhochschulen ist auf 44 Prozent aller Studienanfänger/-innen gestiegen.
  • Bildung bringt positive Erträge für Individuum und Gesellschaft. Lange und qualifizierte Bildung wirken sich positiv auf die individuelle Lage aus (z. B. bessere Arbeitsmöglichkeiten und höheres Lebenseinkommen, Ernährung, politisches Interesse) und unterstützen die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit sowie den sozialen Zusammenhalt.
Das Schwerpunktkapitel zur Bildung in der digitalisierten Welt kommt zu folgenden Befunden:
  • Digitale Technologien sind mittlerweile selbstverständlicher Teil des alltäglichen Lebens, wenngleich individuelle und strukturelle Unterschiede im Zugang zu digitalen Medien bestehen. Diese ergeben sich etwa aufgrund der sozialen Lage oder auch aus regionalen Gegebenheiten.
  • Der Einsatz digitaler Medien ist im Hochschulbereich und der Weiterbildung weit verbreitet, seltener im schulischen Bereich, in der frühen Bildung nur partiell.
  • Große Entwicklungsbedarfe gibt es bei der Ausstattung von Schulen und Einrichtungen der frühen Bildung mit digitalen Medien.
  • Der Erfolg digital unterstützter Lernprozesse hängt maßgeblich von einem didaktisch sinnvollen und kritisch reflektierten Einsatz digitaler Technologien ab. Entscheidend scheint nicht die eingesetzte Technik zu sein, sondern wie Lehrende digitale Medien in das alltägliche Lehr-Lern-Geschehen integrieren.
  • Die digitalen Kompetenzen der Bildungsteilnehmenden sind ausbaufähig und unterscheiden sich zwischen verschiedenen Gruppen. Leistungsdisparitäten zeigen sich insbesondere zuungunsten der Jungen, der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund und aus Elternhäusern mit niedrigem sozialem Status.
Der Bericht zeigt auch übergreifende Trends und Problemlagen des Bildungswesens auf:
  • Insgesamt zeichnet sich das Bildungssystem durch eine höhere Durchlässigkeit aus. Unabhängig von der Herkunft und dem ersten Bildungsweg bieten sich vielfältige Möglichkeiten, einen individuell hohen Bildungsstand auch nach einem ersten niedrigeren formalen Abschluss zu erlangen.
  • Trotz des langjährigen Trends zu höherer Bildung bleiben junge Menschen wieder häufiger ohne Abschluss. Es zeigen sich zunehmend Disparitäten zwischen formal gering und hoch Qualifizierten. Junge Männer weisen häufiger eine formal geringere Qualifikation auf als junge Frauen. Dies hat weitreichende Konsequenzen. Eine formal geringe Qualifikation erhöht für den Einzelnen das Risiko sozialer oder finanzieller Risikolagen und erschwert häufig den Zugang zu beruflich stabilen Positionen.
  • Die Digitalisierung schreitet in allen Bildungsbereichen voran. Digitale Medien werden nicht nur aus aktuellem Anlass, sondern auch im längerfristigen Trend vermehrt in die Lehr-Lern-Prozesse integriert, jedoch in unterschiedlichem Maße in den verschiedenen Bildungsbereichen.
Zur Anlage des Bildungsberichts

Den seit 2006 alle zwei Jahre erscheinenden Bildungsbericht hat eine unabhängige Wissenschaftlergruppe unter Federführung des DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation erarbeitet. Beteiligt sind das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V. (DIE), das Deutsche Jugendinstitut (DJI), das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), das Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi), das Soziologische Forschungsinstitut an der Universität Göttingen (SOFI) sowie das Statistische Bundesamt (Destatis) und die Statistischen Ämter der Länder (StLÄ). Die besondere Bedeutung des Bildungsberichts liegt darin, die verschiedenen Bildungsbereiche von Bildung im Lebenslauf in ihrem Zusammenhang und indikatorengestützt über größere Zeiträume darzustellen und so übergreifende Herausforderungen im deutschen Bildungssystem sichtbar zu machen.

Den Bericht sowie weiterführende Materialien und Informationen finden Sie im Internet unter www.bildungsbericht.de.

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Veranstaltungen

17. September 2020: 78. Sitzung des Arbeitskreises Pädagogik (Online)
Zu dieser Sitzung treffen sich die Mitglieder des Arbeitskreises diesmal virtuell. Eine Einladung samt Tagesordnung wird allen Mitgliedern rechtzeitig zugehen.

2. November 2020: Mitgliederversammlung des Verbandes
Zu seiner jährlich Mitgliederversammlung lädt der Verband nach Berlin ins ParkINN am Alexanderplatz ein. Einladung und weitere Informationen folgen.

2./3. November 2020: FachForum DistancE-Learning - abgesagt -
Auch wenn das diesjährige FachForum aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandeie für die Durchführung von Veranstaltungen abgesagt wurde, sollten Sie sich diesen Termin vormerken. Denn als Alternative zur Fachkonferenz in Berlin plant der Verband ab dem 2. November Online-Events zum Thema Fernunterricht und Fernstudium. Weitere Informationen folgen ...

2. bis 4. Dezember 2020: Online Educa Berlin
Die Online Educa Berlin (OEB) ist seit 1995 die jährlich stattfindende, international führende, branchenübergreifende Veranstaltung zu technologiegestütztem Lernen und Training. Ein einzigartiges Konferenzprogramm und eine Ausstellung fördern den Austausch über die wichtigsten Entwicklungen und Trends, die die Zukunft des Lernens in den Bereichen Unternehmen, Bildung und öffentlicher Dienst prägen. Alle Informationen ...

28. Januar 2021: Bundesweiter Fernstudientag
Save the Date! Gleich zu Beginn des neuen Jahres lädt der Verband wieder alle Anbieter von Fernunterricht und Fernstudium dazu ein, sich kostenfrei mit eigenen Angeboten und Veranstaltungen am Aktionstag des Forum DistancE-Learning zu beteiligen.

23. März 2021: Deutscher Weiterbildungstag 2020/2021
Der Deutsche Weiterbildungstag 2020 (DWT), ursprünglich für September 2020 geplant, wurde vor dem Hintergrund der dynamischen Entwicklung bei der Corona-Pandemie und deren Folgeerscheinungen abgesagt. Nun steht der Termin fest. Alle Informationen...

6. und 7. Mai 2021: EADL-Conference in Berlin
Im Mai 2021 ist die europäische DistancE-Learning-Branche in Berlin zu Gast und freut sich auf den Austausch zum Thema "Digital Transformation in Flexible Learning". Die Besucher der EADL-Conference erwarten interessante Fachvorträge, spannende Workshop-Sessions und einen Networking-Abend. Mitglieder des Forum DistancE-Learning sparen 200 Euro auf den regulären Ticketpreis. Alle Informationen...

9. und 10. November 2021: FachForum DistancE-Learning in Berlin
Save the Date! Denn im November lädt der Verband wieder zu seiner Fachtagung nach Berlin ein. Den Besucher erwarten zwei spannende Veranstaltungstage inklusive eines geselligen Netzwerk-Abends samt Dinner Speech.

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Herausgeber:
Forum DistancE-Learning,
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Geschäftsführer:
Michael Lammersdorf

Vertretungsberechtigtes Präsidium:
Mirco Fretter (Präsident),
Prof. Dr. Ronny Fürst (Vizepräsident),
Dr. Markus Lermen (Vizepräsident),
Andreas Vollmer (Vizepräsident)
 
Sitz des Vereins:
Charlottenstr. 2,
10969 Berlin
Registergericht: Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
Vereinsregister Registernummer: VR 20854 Nz

Redaktion:
Daniela Lobitz (PR-Referentin)
presse@forum-distance-learning.de
Tel. 030-767 586 975