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Ausgabe: September 2020

  1. Prof. Dr. Ahmed A. Karim zum "Tutor des Jahres" gewählt
  2. Fernstudienprojekt und Studienangebot des Jahres gesucht
  3. Kostenfreier Onlineworkshop: "Lernen mit und in der virtuellen Welt"
  4. Onlinevortrag: "Bewährte Fernstudiendidaktik als Erfolgsfaktor Digitaler Bildung in Deutschland"
  5. Live Hands-on-Session zum Thema Proctoring
  6. Interview mit dem ehemaligen Leiter der ZFU
  7. Schulgipfel im Bundeskanzleramt
  8. 50 Jahre BIBB: Mit Innovationskraft in die Zukunft!
  9. HPI-Fachtagung: Wie Corona die digitale Weiterbildung beeinflusst
  10. Veranstaltungen
Prof. Dr. A. Ahmed Karim zum „Tutor des Jahres" gewählt

Vier Wochen lang hat das Forum DistancE-Learning, der Bundesverband der Fernstudienanbieter, zusammen mit dem Bewertungsportal FernstudiumCheck zu einem großen Publikumsvoting im Rahmen des Studienpreises DistancE-Learning aufgerufen. Online konnten Fernstudierende ihre Tutoren erst nominieren und später per Mausklick in der Abstimmung zum „Tutor des Jahres 2021“ unterstützen. Am Ende siegte Prof. Dr. Ahmed A. Karim von der SRH Fernhochschule - The Mobile University.


„Unterrichten bedeutet nicht, ein Fass zu füllen, sondern ein Feuer anzuzünden„, lautet das Lehrmotto von Prof. Dr. Ahmed A. Karim. Seit 2014 lehrt er als Associate Professor an der SRH Fernhochschule Bachelor- und Masterstudenten Präventions- und Gesundheitspsychologie und betreut ihre Abschlussarbeiten. Außerdem leitet er die Hochschulzertifikate „Wald und Gesundheit“. Durch seine internationale Forschungsexpertise verhilft er auch seinen Studenten, ihre Abschlussarbeiten in internationalen Fachzeitschriften zu publizieren und damit „ihren Fingerabdruck in die Geschichte der Psychologie für immer zu hinterlassen“. Der Funke, mit dem er im Rahmen seiner Lehrtätigkeit das Feuer bei seinen Studierenden für die Themen Psychologie und Gehirnforschung zu entfachen versucht, scheint übergesprungen zu sein. Denn sie haben ihn nun zum „Tutor des Jahres 2021“ gewählt. 

Die Konkurrenz war groß: 66 nominierte Tutorinnen und Tutoren von 21 Instituten und Hochschulen stellten sich der Online-Abstimmung und wetteiferten um mehr als 5.700 abgegebene Stimmen. „Sie alle wurden schon durch die Nominierung von Teilnehmern für ihre engagierte Arbeit ausgezeichnet“, so Verbandspräsident Mirco Fretter, „und zählen somit zu Deutschlands beliebtesten Tutoren.“ Doch am Ende konnte nur einer gewinnen und das Rennen für sich entscheiden. Bis zum Schluss blieb es spannend. Denn trotz größerer Unterschiede in der Anzahl der erhaltenen Stimmen entschied letztlich der durchschnittliche Punktewert, der über positive Bewertungsstatements erlangt werden konnte, über die Platzierung im Voting. Mit überdurchschnittlich vielen, sehr positiven Bewertungen, konnte sich schließlich Prof. Dr. Ahmed A. Karim den Platz an der Spitze sichern.

Auf die Plätze zwei und drei wählte das Publikum Adrian Clausing vom HOFA-College und David Klinkhammer von der Deutschen Sportakademie.

Hier können Sie sich noch einmal die Aufzeichnung der Bekanntgabe anschauen.

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Studienpreis startet in eine neue Runde:
Bewerbungen für „Fernstudienprojekt" und „Studienangebot des Jahres" gesucht

Anbieter von staatlich zugelassenem Fernunterricht und akkreditiertem Fernstudium können ab sofort ihre „Best Practice“-Projekte in den Kategorien „Fernstudienprojekt des Jahres“ und „Studienangebot des Jahres“ für den Studienpreis des Verbandes einreichen. Bewerbungsschluss ist der 4. Dezember 2020. Die Preise werden im Februar 2021 auf der LEARNTEC verliehen.

Erstmalig vergibt der Verband im nächsten Jahr Preise in der Kategorie „Fernstudienprojekt des Jahres". Eingereicht werden können Projekte und Konzepte, die mit ihrer besonderen Serviceorientierung für DistancE-Learning-Angebote für verschiedene Zielgruppen einen deutlichen Schritt über die gesetzlichen Mindestvorgaben hinausgehen und einen innovativen Charakter aufweisen. Je nach Bewerbungslage können verschiedene Preise in diversen Unterkategorien vergeben werden.

Auch das „Studienangebot des Jahres" wird gesucht. Der eingereichte Fernkurs oder Fernstudiengang muss entweder einzigartig im Hinblick auf die Zielgruppe oder innovativ im Sinne der Didaktik oder Methodik sein oder weitere Alleinstellungsmerkmale aufweisen.

Über die Vergabe der Preise entscheidet in beiden Kategorien eine Fachjury, bestehend aus Branchenvertretern als auch aus Vertretern der Bereiche Wirtschaft, Politik und Presse.

Die Wahlvorschläge unterliegen zuvor definierten Teilnahmebedingungen, und der Verband behält sich vor, die Richtigkeit der Angaben stichprobenartig zu überprüfen.

Für alle Bewerbungen gilt:
Diese Einreichungen erfolgen ausschließlich online über die www.studienpreis-distance-learning.de. Bewerbungsschluss ist der 4. Dezember 2020. Es wird eine Einreichungsgebühr erhoben.

Alle Bewerbungen gelten nach der Einreichung und Zahlung der Bearbeitungsgebühr als „nominiert für den Studienpreis“ und erhalten ein Siegel für die Vermarktung zur Verfügung gestellt.

Die Preisträger werden noch im Dezember 2020 über die Preisvergabe informiert und zur Studienpreisverleihung im Rahmen der LEARNTEC 2021, am Donnerstag, dem 4. Februar 2021, nach Karlsruhe eingeladen.

Alle Informationen zum Studienpreis finden Sie hier.

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Kostenfreier Onlineworkshop:
„Lernen mit und in der virtuellen Welt"

Zu o. g. Info-Session lädt der Verband am Donnerstag, 5. November 2020, alle Interessierten ein und zeigt, was Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) heute leisten können, um Lernprozesse modern zu gestalten. Los geht es um 10 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei.

In einem kurzen Input-Vortrag zeigt Torsten Fell, Corporate Learning & Knowledge Berater, die Möglichkeiten von 360-Grad-Anwendungen, Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) in einem Lernkontext auf. Es werden Vor- und Nachteile dargestellt und Möglichkeiten für konkrete Umsetzungen erläutert. Dabei werden auch Grenzen und deren Herausforderungen besprochen. Am Schluss werden die zukünftigen Trends und Ausprägungen vorgestellt und mögliche Entwicklungen aufgezeigt.

Anschließend sind die Teilnehmenden zu einem Online-Workshop eingeladen. Sie probieren selber 360-Grad-Anwednungen und VR- als auch AR–Inhalte aus. Hierzu wird ein eigenes Smartphone mit Internetzugang, mit App-Store-Zugang und einer installierten Youtube-App erforderlich sein. Der Online-Workshop wird interaktiv durchgeführt und ausreichend Möglichkeiten bieten, dass jeder erste Eindrücke gewinnen kann. Die Einsatzszenarien und deren Umsetzung werden dann gemeinsam diskutiert.

Eine Anmeldung ist ab sofort möglich. Hier können Sie sich Ihr Teilnahmeticket sichern.

Der Onlineworkshop ist das erste von insgesamt sechs Angeboten der Veranstaltungsreihe „Digitaler November". Denn auch wenn das diesjährige FachForum aufgrund der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf die Planung und Durchführung von Veranstaltungen nicht stattfinden kann, will das Forum DistancE-Learning der Branche im November Online-Sessions zu interessanten, zukunftsweisenden Themen anbieten und den Verband somit als Ansprechpartner im Kontext digitaler Bildung platzieren.

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Onlinevortrag:
„Bewährte Fernstudiendidaktik als Erfolgsfaktor Digitaler Bildung in Deutschland"

Zu einer weiteren Online-Veranstaltung lädt der Verband am Donnerstag, dem 12. November 2020, ab 14 Uhr ein. Prof. Dr. Ronny Fürst, Vizepräsident des Verbandes und Kanzler der AKAD University, verrät Interessierten, wie sich die Digitalisierung die Bildung verändert und was überhaupt hinter dem Begriff "Digitale Bildung" steckt.

Nach einem Blick auf die enormen Potenziale einer zukunftsgerichteten Digitalen Bildung werden zur Klärung dieser Fragen auch digitale Kompetenzen und das pädagogische Dreieck der digitalen Bildung vorgestellt. Für die schnelle und effiziente gesellschaftliche Potenzialhebung dieser erweiterten Möglichkeiten steigt die Relevanz der erfahrenen Fernstudienanbieter in Deutschland und die bewährte Fernstudiendidaktik wird zum Erfolgsfaktor einer Digitalen Bildung für alle.

Melden Sie sich an und seien Sie dabei!

Die Teilnahme ist kostenfrei und wird im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Digitaler November" angeboten.

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Live Hands-on-Session zum Thema Proctoring

Die Diskussion zum Thema der Digitalisierung unseres Bildungswesens hat an Dynamik und Kontroverse überproportional zugenommen. Verunsicherung auf der einen und Handlungsbedarf auf der anderen Seite bringt viele verantwortliche Entscheidungsträger in ein Dilemma. Erfahren Sie in unserer kostenfreien Online-Veranstaltung, am Dienstag, dem 17. November 2020, wie alternative Prüfungsszenarien im digitalen Zeitalter rechtssicher gestaltet werden können.

Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst hat als zuständige Behörde für das Land Bayern eine eindeutige und richtungsweisende Verordnung für die Erprobung elektronischer Fernprüfungen erlassen.

Welche Handlungsoptionen sich daraus ergeben und wie diese rechtssicher in der Praxis umgesetzt werden können, skizzieren und diskutieren mit Ihnen am 17. November 2020 anhand eines praktischen Beispiels Thomas Fetsch und Markus Weisbecker von Proctorio GmbH.

Teilnehmer der Veranstaltung sind herzlich eingeladen, bereits vorab an einer kleinen Test-Prüfung (aus Studenten-Sicht) teilzunehmen, um sich näher mit dem Thema auseinandersetzen zu können. Selbstverständlich erfolgt diese „Prüfung" unter strengen Datenschutzregeln.

Sie möchten mehr zum Thema Proctoring erfahren, dann seien Sie dabei und sichern Sie sich jetzt Ihr Teilnahmeticket.

Die Teilnahme ist kostenfrei und wird im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Digitaler November" angeboten.

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BIBB-Interview mit dem ehemaligen Leiter der ZFU:
Berufsbegleitende Weiterbildung – Fernlernen im Fokus

Herr Simons, wir freuen uns, heute zusammen mit Ihnen dieses Interview rund um das Thema „Fernlernen und berufsbildende Fernlehrgänge“ führen zu können. Der Anlass zu diesem Interview, Ihr bevorstehender Ruhestand als Leiter der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht, ZFU, Köln, soll uns Gelegenheit geben, aus Ihrer Wahrnehmung heraus einmal Rückblick zu halten, aber auch Perspektiven dieses anerkannten, qualitätsgesicherten und modernen Formats zur individuellen beruflichen Weiterbildung anzusprechen.

Bitte umreißen Sie eingangs einmal kurz Ihren Auftrag, den Sie mit der ZFU im genannten Themenfeld „Fernlernen / berufsbildende Fernlehrgänge“ haben.

Vielen Dank, den Rückblick auf ziemlich genau 10 Jahre als Leiter der ZFU will ich gerne nehmen:
Der gesetzliche Auftrag der Zentralstelle ist in erster Linie die Zulassungsprüfung von Fernlehrgängen und zwar sowohl in fachlich-inhaltlicher Hinsicht als auch aus der verbraucherrechtlichen Sichtweise. Dies ist eindeutig der Schwerpunkt unserer Tätigkeit. Daneben informieren wir auch noch die Öffentlichkeit und die Entscheider im politischen Raum über die Möglichkeiten und Entwicklungen im Fernunterrichtsbereich.

Herr Simons, wenn Sie einmal als Leiter der ZFU ein Fazit ziehen, was waren (und sind) Ihrer Erfahrung nach wichtige Eckpfeiler, die das Fernlernen zu einem wichtigen Instrument der beruflichen Weiterbildung machen?

Heiner Simons, verabschiedete sich im Sommer als Leiter der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) in den RuhestandDa fällt mir als erstes der Umstand ein, dass sich die Halbwertzeiten unseres erworbenen Wissens einerseits kontinuierlich verringern, wodurch sich auf der anderen Seite der Druck zur Weiterbildung erhöht. Zugleich ist unser Land auch in Zukunft mehr denn je auf weiteren Ausbau des „Know-how“ der Berufstätigen angewiesen, wenn wir unsere Rolle im internationalen Wettbewerb erfolgreich ausfüllen wollen. Der beruflichen Weiterbildung, in welcher der Fernunterricht schwerpunktmäßig zu finden ist, kommt somit neben der Erstausbildung eine hervorragende Rolle sowohl für die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes als auch für den beruflichen Erfolg des bzw. der Einzelnen zu.

Dies erfordert als Eckpfeiler weiterhin das Vorhandensein von positiven Rahmenbedingungen: Das beginnt bei der Qualitätskontrolle für Fernlehrgänge, wie sie die ZFU vornimmt, geht weiter etwa mit der staatlichen Förderung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der beruflichen Weiterbildung und hört bei der steuerlichen Privilegierung von Fortbildungsmaßnahmen noch längst nicht auf.

Was erwartet Teilnehmende, wenn sie sich für einen berufsbildenden Fernlehrgang angemeldet haben, und wie trägt ein berufsbildender Fernlehrgang zu beruflichem Aufstieg, zu beruflichem Wiedereinstieg bzw. auch zu lebensbegleitendem Lernen bei?

Nun, zunächst einmal erwartet sie ein Fernlehrgang, der von der ZFU in Zusammenarbeit mit dem BIBB eingehend qualitätsgeprüft wurde, so dass die Teilnehmer/innen wissen, dass ihr Engagement und ihr finanzieller Aufwand eine gute Investition sind. Wie eingangs bereits erwähnt, ist berufliche Weiterbildung heute mehr denn je essentiell. Die Absolvierung eines Fernlehrgangs, der strategisch und inhaltlich gut in die eigene Karriereplanung integriert ist, wird auch vom Arbeitgeber mit hoher Wahrscheinlichkeit positiv in der Personalplanung honoriert. Hierfür habe ich im Laufe meiner Tätigkeit z.B. als Jurymitglied für den „Studienpreis DistancE-Learning“ (gestiftet vom Forum DistancE-Learning, dem Bundesverband der Fernstudienanbieter) zahlreiche Beispiele kennengelernt, mit sehr beeindruckenden beruflichen Entwicklungsverläufen.

Und durch was würde sich ein Fernunterrichtsteilnehmer, eine Fernunterrichtsteilnehmerin auszeichnen? Welche Eigenschaften sind hier gefordert?

Diese Lernmethode spricht sicherlich vor allem Bildungswillige an, die sich durch ein gutes Maß an Zielstrebigkeit, Selbstständigkeit, eine gewisse Frustrationstoleranz (wenn eine Prüfung nicht im ersten Anlauf gelingt) und letztlich auch über Selbstdisziplin verfügen. Auch ist eine hinreichende Affinität zu den digitalen Kommunikationsmedien von Vorteil, wobei wir hier selten Probleme wahrnehmen.

Konnten Sie beobachten, welche zentralen Entwicklungen in den letzten Jahren das Fernlernen so nachhaltig beeinflusst haben, dass sie sich bis heute bemerkbar machen?

Ganz klar die Digitalisierung der Lern- und Arbeitswelt. Das hat die Möglichkeiten für den Fernunterricht in einer Art und Weise befördert, wie wir es vorher nicht erlebt haben. Dies eröffnet Fernunterrichtsanbietern wie auch den Lernenden zahlreiche Optionen, die früher nicht zur Verfügung standen. Beispielhaft nennen möchte ich an dieser Stelle nur die modernen internetbasierten Lernplattformen, in denen nicht nur Lehrende und Lernende auf vielfältigste Weise kommunizieren können, sondern zusätzlich auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer untereinander sich austauschen können und damit einen Nachteil vermeiden, der früher dem Fernlernen vereinzelt zugeschrieben wurde, nämlich die Gefahr der „Vereinzelung“ der Teilnehmerin bzw. des Teilnehmers, der sich nicht, wie im Präsenzunterricht, unmittelbar und kontinuierlich mit Gleichgesinnten austauschen konnte.

Haben Sie Empfehlungen, die Sie den Anbietern von berufsbildenden Fernlehrgängen vor diesem Hintergrund zur didaktischen Konzeption ihrer Fernlehrgänge geben können? Dies besonders auch angesichts der coronabedingten Popularität, von der nun viele Varianten von Online-Schulungen profitieren?

Eigentlich hat die Branche hier keine Empfehlungen von der ZFU nötig, hat sie doch in der Vergangenheit bewiesen, dass sie sehr gut in der Lage ist, bedarfsgerecht und in hoher Qualität Fernunterrichtsangebote am Markt zu etablieren. Was wir als Verbraucherschutzbehörde uns wünschen, ist ein breit gefächertes Angebot für die Bildungsinteressierten, das sich nicht nur auf den fachlichen „Mainstream“ beschränkt, sondern auch Randbereiche bedient. Aber wenn ich an die über 3700 gelisteten Fernlehrgänge von über 350 verschiedenen Anbietern in unserer Datenbank denke, dann ist das schon ein beeindruckendes Angebot.

Herr Simons, zum Schluss würde uns noch ein Ausblick auf die Zukunft berufsbildender Fernlehrgänge aus Ihrer Sicht interessieren. Wie sehen Sie im Kontext des Fernunterrichtsschutzgesetzes, dass ja ein „Verbraucherschutzgesetz“ darstellt, die weiteren Perspektiven berufsbildender Fernlehrgänge? Zugegebenermaßen immer auch ein Blick in die berühmte „Glaskugel“…

Langfristig sehe ich im Bildungsbereich einen Trend zur Konvergenz von Präsenz- und Fernunterricht. Schon jetzt ist erkennbar, dass Präsenzlernanbieter zunehmend Fernunterrichtsmethoden in ihr Curriculum integrieren. Umgekehrt wissen die Fernlernanbieter, dass es Kompetenzen, vor allem im handlungsspezifischen Lernbereich, gibt, die nur durch Präsenzlehrmethoden vermittelbar sind. Entscheidend ist, die richtige Methode im jeweiligen Bereich einzusetzen, um einen optimalen Lernerfolg zu realisieren.

Herr Simons, vielen Dank für dieses Gespräch, mit dem wir auch unseren besonderen Dank an die immer konstruktive, ziel- und ergebnisorientierte Zusammenarbeit mit Ihnen und Ihrem Team in der ZFU aussprechen möchten.

Das Interview mit Herrn Simons wurde vom BIBB-Team „Fernlernen“ geführt und mit freundlicher Genehmigung zur Veröffentlichung im Verbandsnewsletter zur Verfügung gestellt.

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Schulgipfel im Bundeskanzleramt

Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, der Chef des Bundeskanzleramts Prof. Helge Braun und die SPD-Vorsitzende Saskia Esken haben sich am Abend des 21. September 2020 mit den Kultusministern und -ministerinnen der Bundesländer getroffen, um über Maßnahmen zur Stärkung des Schulsystems in der Coronapandemie zu beraten.

Die Pandemie fordert das Schulsystem so stark heraus wie kaum einen anderen Lebensbereich. Monatelange Einschränkungen des Schulbetriebs, wie es sie in der Bundesrepublik noch nie gegeben hatte, haben Kinder und Jugendliche mitsamt ihren Eltern vor schwierige Aufgaben gestellt. Gleichzeitig haben sie uns allen den überragenden gesellschaftlichen Stellenwert des Lernens und Lebens in der Schule noch einmal besonders vor Augen geführt.

Es ist gut, dass die Schulen nach den Sommerferien in allen Bundesländern wieder geöffnet sind und dass Kinder auch wieder die Möglichkeit zum Lernen im Klassenzimmer und der Klassengemeinschaft haben. Die Gesprächsteilnehmer danken allen Verantwortlichen, den Lehrkräften sowie allen an den Schulen Tätigen und den Schülern, Schülerinnen und Eltern, die dies unter Einhaltung der Infektionsschutz- und Hygieneregeln möglich machen. Bund und Länder sind gemeinsam entschlossen, eine erneute flächendeckende Schließung der Schulen nach Möglichkeit zu verhindern.

Die Zuständigkeit für das Schulsystem liegt in unserer föderalen Ordnung bei den Bundesländern. Gleichwohl bekennt sich die Bundesregierung zu ihrer Verantwortung, die Länder nicht nur bei der grundsätzlichen Aufgabe der Digitalisierung der Schulen zu unterstützen, sondern darüberhinaus auch Maßnahmen zu ergreifen, bzw. sich an Maßnahmen zu beteiligen, die Schulen, Kindern und Lehrkräften zügig neue und zukunftweisende Formen des digitalen Lernens ermöglichen sollen.

Im dem Gespräch sind folgende Handlungssstränge identifiziert worden:

1) ein von der KMK erarbeiteter einheitlicher Rahmen für die schulischen Infektionsschutzmaßnahmen;
2) ein zügiger weiterer Ausbau der Glasfaser-Internetanbindung für alle Schulen;
3) die Ausstattung aller Lehrkräfte und - bei Bedarf - von Kindern mit geeigneten Endgeräten, beides aus Mitteln des vom Bund um zweimal 500 Mio. Euro erweiterten Digitalpakts Schule;
4) Beteiligung des Bundes an Ausbildung und Finanzierung technischer Administratoren der digitalen Infrastruktur der Schulen in Höhe von 500 Mio. Euro;
5) Bildung von Kompetenzzentren für digitales und digital gestütztes Unterrichten, die Schulen vor Ort bei Medienkonzepten und digitalen Schulentwicklungsplänen beraten (BMBF und KMK bilden dazu eine Arbeitsgruppe auf Staatssekretärsebene);
6) schrittweise Entwicklung einer Bildungsplattform durch den Bund, u.a. zur Vernetzung zwischen den bestehenden Systemen der Länder, mit dem Ziel der Bereitstellung von Bildungsinhalten in allen Bildungsbereichen;
7) qualitativ hochwertige digitale Bildungsmedien, insbesondere Open Educational Resources, und die Entwicklung intelligenter tutorieller Systeme. Die Gesprächsteilnehmer haben verabredet, sich in diesem Kreis Anfang des Jahres 2021 zu einem weiteren Austausch zu treffen.

In einer begleitenden Pressemeldung zum Schulgipfel begrüßte der Verband das Vorhaben, sich verstärkt der Qualifikation der Lehrkräfte zu widmen. „Jetzt ist es wichtig, Lehrerinnen und Lehrer nicht nur für die neue Form der Wissensvermittlung zu sensibilisieren, sondern ihnen auch das entsprechende Know-how an die Hand zu geben, damit Lehren und Lernen über die Distanz gelingen kann“, so Verbandspräsident Mirco Fretter. „Denn dass Fernunterricht – richtig angepackt – funktioniert und eine vollwertige Unterrichtsmethode ist, wissen wir als Fachverband seit mehr als 50 Jahren.“ Daher bietet sich das Forum DistancE-Learning im Rahmen des Schulgipfels gerne als Ansprechpartner an und steht zusammen mit seinen Mitgliedern bereit, auf Bundes- und Landesebene adäquate Unterstützung in der Lehrerfortbildung zu bieten.

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50 Jahre BIBB:
Mit Innovationskraft in die Zukunft!

„Seit Gründung im Jahre 1970 beforschen, ordnen und entwickeln wir die berufliche Aus- und Fortbildung in Deutschland. Zunächst als Bundesinstitut für Berufsbildungsforschung (BBF), ab 1976 dann als Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). Im Rahmen unserer Philosophie eines dauerhaften und nachhaltigen Wissenschafts-Politik-Praxis-Diskurses tragen wir damit über fünf Jahrzehnte dazu bei, vielen Menschen eine berufliche Zukunft durch Bildung und Qualifizierung zu ermöglichen und die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland zu sichern. Unser Jubiläumsjahr 2020 nehmen wir deshalb gerne zum Anlass, auf die bewegte Vergangenheit unseres Institutes zurückzublicken und natürlich auch nach vorne zu schauen", heißt es in einem Statement von Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser, Präsident des Bundesinstituts für Berrufsbildung, zum Jubiläum.

Jetzt lädt das Bundesinstitut zu einer Zeitreise ein und veröffentlicht die Online-Chronik „50 Jahre BIBB". Hierin festgehalten sind fünf Jahrzehnte Geschichte rund um die Berufsbildung inklusive einiger Zeitzeugen-Interviews. Doch die Publikation soll nicht nur zum Rückblick einladen, sondern auch den zukunftsorientierten Blick nach vorne weisen. Illustirert wird dies durch das eigens für den Anlass enwickelte Key Visual der aufsteigenden 50. „Die Zahl stehe dabei beispielhaft für die Weiterentwicklung sowie den Fortschritt und trifft somit den Kern unseres Selbstverständnisses", so Esser.

Hier können Sie digital auf 50 Jahre BIBB-Geschichte zugreifen.
HPI-Fachtagung:
Wie Corona die digitale Weiterbildung beeinflusst

Welche Lektionen Anbieter und Nachfrager digitaler Weiterbildung während der Coronavirus-Pandemie bisher gelernt haben, ist Thema einer Fachtagung des Hasso-Plattner-Instituts (HPI), die am Mittwoch, 14. Oktober, beginnt. Das "openHPI-Forum" findet erstmals virtuell statt - als zwei Wochen dauernder kostenloser Onlinekurs, der für alle Interessierten offen ist. 
Wie ein Brennglas hat die weltweite Coronavirus-Pandemie offengelegt, was in der Online-Bildung schon funktioniert und was noch nicht. Wer schnell etwas für die eigene und die öffentliche Gesundheit tun wollte, belegte Onlinekurse, zum Beispiel der Weltgesundheitsorganisation WHO. Und Beschäftigte, die ihr Arbeitspensum reduzieren mussten oder den Job gar ganz verloren, setzen nun ihre Hoffnung auf virtuelle IT-Lernangebote, um ihr Berufsleben zukunftssicher zu machen. Ganz zu schweigen von Lehrkräften, Jugendlichen und Eltern, welche mittlerweile – mehr oder weniger unfreiwillig – Experten für digitalen Schulunterricht in der Cloud geworden sind.
Im diesjährigen openHPI-Forum möchten die Veranstalter mit Ihnen diskutieren, wie Covid-19 sich auf unterschiedliche Bereiche ausgewirkt hat und erörtern, was mögliche Langzeitfolgen, was nur kurze Trends sind. Seien Sie dabei!

Weitere Kursinformationen und eine Anmeldemöglichkeit finden Sie hier.

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Veranstaltungen

2. Oktober 2020: Fachgruppensitzung der Dienstleister
Zu ihrer nächsten Sitzung treffen sich die Mitglieder der Fachgruppe virtuell. Einladungen zur Sitzung wurden fristgerecht versandt und auch die Tagesordnung liegt allen Beteiligten vor.

2. November 2020: Mitgliederversammlung des Verbandes
Zu seiner jährlich stattfindenen Mitgliederversammlung lädt der Verband ein. Die satzungsgemäße Einladung und weitere Informationen folgen.

5. November 2020: Onlineworkshop „Lernen in und mit der virtuellen Welt..."
...was VR und AR heute leisten können, um Lernprozesse modern zu gestalten", das verrät Ihnen Torsten Fell, Corporate Learning & Knowledge Berater, im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Digitaler November" ab 10 Uhr. Infos und Anmeldung...

12. November 2020: Onlinevortrag „Bewährte Fernstudiendidaktik als Erfolgsfaktor Digitaler Bildung in Deutschland"
Prof. Dr. Ronny Fürst, Vizepräsident des Verbandes und Kanzler der AKAD University, verrät Interessierten, wie die Digitalisierung die Bildung verändert und was überhaupt hinter dem Begriff "Digitale Bildung" steckt. Infos und Anmeldung...

17. November 2020: Live Hands-on-Session zum Thema Proctoring
Erfahren Sie in unserer kostenfreien Online-Veranstaltung, wie alternative Prüfungsszenarien im digitalen Zeitalter rechtssicher gestaltet werden können. Infos und Anmeldung...

4. Dezember 2020: Bewerbungsschluss Studienpreis
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbungen für das „Fernstudienprojekt" und das „Studienangebot des Jahres"
Alle Informationen zu Teilnahmebedingungen, Wahlkriterien und die Bewerbungsformulare finden Sie hier.

2. bis 4. Dezember 2020: Online Educa Berlin
Die Online Educa Berlin (OEB) ist seit 1995 die jährlich stattfindende, international führende, branchenübergreifende Veranstaltung zu technologiegestütztem Lernen und Training. Ein einzigartiges Konferenzprogramm und eine Ausstellung fördern den Austausch über die wichtigsten Entwicklungen und Trends, die die Zukunft des Lernens in den Bereichen Unternehmen, Bildung und öffentlicher Dienst prägen. Alle Informationen ...

28. Januar 2021: Bundesweiter Fernstudientag
Save the Date! Gleich zu Beginn des neuen Jahres lädt der Verband wieder alle Anbieter von Fernunterricht und Fernstudium dazu ein, sich kostenfrei mit eigenen Angeboten und Veranstaltungen am Aktionstag des Forum DistancE-Learning zu beteiligen.

4. Februar 2021: Studienpreisverleihung auf der LEARNTEC in Karlsruhe
Im Trendforum werden im Rahmen der Messe das „Fernstudienprojekt" und das „Studienangebot des Jahres" verliehen.

24. März 2021: Deutscher Weiterbildungstag 2020/2021
Der Deutsche Weiterbildungstag 2020 (DWT), ursprünglich für September 2020 geplant, wurde vor dem Hintergrund der dynamischen Entwicklung bei der Corona-Pandemie und deren Folgeerscheinungen abgesagt. Nun steht der Termin fest. Alle Informationen...

9. und 10. November 2021: FachForum DistancE-Learning in Berlin
Save the Date! Denn im November lädt der Verband wieder zu seiner Fachtagung nach Berlin ein. Den Besucher erwarten zwei spannende Veranstaltungstage inklusive eines geselligen Netzwerk-Abends samt Dinner Speech.

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Herausgeber:
Forum DistancE-Learning,
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Geschäftsführer:
Michael Lammersdorf

Vertretungsberechtigtes Präsidium:
Mirco Fretter (Präsident),
Prof. Dr. Ronny Fürst (Vizepräsident),
Dr. Markus Lermen (Vizepräsident),
Andreas Vollmer (Vizepräsident)
 
Sitz des Vereins:
Charlottenstr. 2,
10969 Berlin
Registergericht: Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
Vereinsregister Registernummer: VR 20854 Nz

Redaktion:
Daniela Lobitz (PR-Referentin)
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Tel. 030-767 586 975