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Newsletter November 2020

  1. Aus dem Forum DistancE-Learning wird der Bundesverband der Fernstudienanbieter
  2. Bewerbungsfrist für Studienpreis verlängert
  3. "Bundesweiter Fernstudientag" startet in eine neue Runde
  4. Neues Projekt: "Verband macht Schule"
  5. Branchenmonitor Digitale Bildung in Deutschland: Corona verstärkt den Fachkräftemangel
  6. Digitaler November: Interaktive Onlinepräsentation zum Thema Daten- und Informationssicherheit
  7. Modernisierung des Fernunterrichtsschutzgesetzes beschlossen
  8. Gemeinsamer Workshop: DistancE-Learning in Europe
  9. Veranstaltungen
Umbenennung:
Aus dem Forum DistancE-Learning wird der Bundesverband der Fernstudienanbieter

Ohne Gegenstimmen beschloss die Mitgliederversammlung des Forum DistancE-Learning am 2. November 2020 die Umbenennung ihres Fachverbandes. Fortan wird es der Bundesverband der Fernstudienanbieter sein, der für die Interessen seiner Mitglieder eintritt. Der namensbegleitende Claim – BILDUNG. DIGITAL. VERNETZT. – steht für die Grundsäulen der Verbandsarbeit des Expertennetzwerks für Fernunterricht, Fernstudium und E-Learning. Doch nicht nur der Name des Verbandes ist neu, auch in der Geschäftsführung hat es einen Wechsel gegeben.

„Mit dem neuen Namen ist der Bundesverband der Fernstudienanbieter nun auch klar und unverwechselbar nach außen auf seine Themenfelder und Tätigkeiten fokussiert“, begründet Verbandspräsident Mirco Fretter den Schritt der Umbenennung. „Wir zeigen, wer wir sind und wen wir vertreten!“ Darüber hinaus verdeutliche der neue Name die Dimension und Breite der Mitglieder, die im Verband organisiert sind. Denn vertreten sind hier sowohl private und staatliche Anbieter von Fernstudium und Fernunterricht, als auch Unternehmen, die ein starkes Netzwerk für den Themenbereich digitale Bildung suchen – eben alle, die sich wirtschaftlich mit dem Thema Fernstudien beschäftigen. Mit neuem Logo und neuer Website (www.fernstudienanbieter.de) erhält der Verband auch optisch ein neues Gesicht. 

Wie schon zuvor das Forum DistancE-Learning versteht sich auch der Bundesverband der Fernstudienanbieter als modernes Kompetenznetzwerk, das seine Aktivitäten nach innen und außen richtet. All diese werden durch Vorstand und Präsidium strategisch aufeinander abgestimmt. Zur Führung der laufenden Geschäfte unterhält der Verband eine Geschäftsstelle in Berlin, die fortan von Dr. Kerstin Brauckhoff geleitet wird. Brauckhoff übernimmt die Geschäftsführung des Verbandes und bekam virtuell im Rahmen der Mitgliederversammlung den Staffelstab von Amtsvorgänger Michael Lammersdorf überreicht. „Ich freue mich auf die Aufgaben, die beim Bundesverband der Fernstudienanbieter auf mich zukommen“, berichtet die neue Geschäftsführerin. „Denn mich reizt die Tätigkeit für einen modernen und führenden Branchenverband. Für unsere Mitglieder ist Digitale Bildung alltäglich, ihre Erfahrungen und das Know-how im Verband sind die Grundlage für die Aus- und Weiterbildung einer stetig wachsenden Anzahl Lernender. Und damit für die Zukunftsfähigkeit und die Qualität der Bildung in Deutschland.“

Lesen Sie hier die ausführliche Pressemitteilung des Verbandes zur Umbenennung.

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Bewerbungsfrist für Studienpreis verlängert

Ein Jahr lang pausierte der Studienpreis, und der Verband hat sich die Zeit genommen, der traditionsreichen Auszeichnung eine neue Struktur zu geben. Denn natürlich möchte der Bundesverband der Fernstudienanbieter auch weiterhin erfolgreiche Weiterbildungsgeschichten erzählen und somit langfristig mehr erwachsene Berufstätige zum lebenslangen Lernen motivieren. Daher wird der Studienpreis zukünftig das gesamte Verbandsjahr begleiten.


Der Startschuss für die Beteiligung am Studienpreis 2021 ist schon im Oktober gefallen – nun haben wir die Bewerbungsfrist für die institutionellen Preiskategorien "Studienangebot des Jahres" und "Fernstudienprojekt des Jahres" (es werden mehrere Projekte ausgezeichnet) verlängert. Denn die Preisverleihung wird in 2021 erstmals im Rahmen der LEARNTEC in Karlsruhe vor Fachpublikum erfolgen. Da die Messe aufgrund des aktuellen Corona-Entwicklungen jedoch in den Juni 2021 verschoben wurde, haben wir nun auch die Bewerbungsfristen angepasst: Bewerbungen sind noch bis zum 10. März 2021 möglich. Einreichungen werden auch weiterhin ausschließlich über unsere Onlineformulare entgegengenommen.

Über die Vergabe der Preise entscheidet eine Fachjury. Die Preisverleihung findet am Donnerstag, dem 24. Juni 2021, auf der LEARNTEC in Karlsruhe statt.

Alle Informationen finden Sie auf www.studienpreis-distance-learning.de.

Bewerbungen für die personenbezogenen Kategorien des Preises ("Fernlerner/in des Jahres", "Fernstudent/in des Jahres", "Lebenslanges Lernen") sind ab April 2021 möglich.

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"Bundesweiter Fernstudientag" startet in eine neue Runde

Einmal im Jahr veranstaltet der Bundesverband der Fernstudienanbieter e. V. einen einzigartigen Info-Tag rund ums Thema Fernlernen. Am Donnerstag, dem 28. Januar 2021, ist es wieder soweit! Schon ab sofort können Anbieter von Fernunterricht und Fernstudium sich wieder mit eigenen Aktionen am "Bundesweiten Fernstudientag" beteiligen.
Nie war die Nachfrage nach Fernstudienangeboten so groß wie zu Zeiten der Corona-Pandemie. Der deutschlandweite Infotag bietet Anbietern von Fernunterricht und Fernstudium daher eine ideale Möglichkeit über ihre Angebote zu informieren. So vielfältig die Themen und Abschlussmöglichkeiten im DistancE-Learning – so groß ist auch die Bandbreite an unterschiedlichen Veranstaltungen am "Bundesweiten Fernstudientag": individuelle Beratungsgespräche, spannende Webinare, Info-Chats mit Fernstudierenden bis hin zu Live-Online-Sessions in virtuellen Diskussionsforen – vieles wird geboten, damit keine Fragen offen bleiben!

Der "Bundesweite Fernstudientag" ist eine deutschlandweite Initiative des Fachverbandes. Er wurde 2006 ins Leben gerufen um einen anbieterunabhängigen Überblick über die Lernmethode DistancE-Learning und deren Abschlussmöglichkeiten zu geben.

Anbieter von Fernunterricht und Fernstudium haben ab heute wieder die Möglichkeit, sich kostenfrei mit eigenen Aktionen am "Bundesweiten Fernstudientag" zu beteiligen. Veranstaltungen und Aktionen können ganz einfach und eigenständig auf www.fernstudientag.de/veranstalter eingepflegt werden und werden zeitnah nach Prüfung der Angaben freigeschaltet. Sie waren schon im letzten Jahr dabei? Dann nutzen Sie die Anmeldefunktion und Ihre Login-Daten vom Vorjahr. Sie sind neuer Mitveranstalter des Fernstudientages? Dann freuen wir uns über Ihre Registrierung, bevor Sie eigene Aktionen einstellen. Weitere Informationen finden Sie auch in unserem Branchenaufruf.

Ab heute wird sich täglich der Veranstaltungskalender des Aktionstages ein wenig mehr füllen! 150 Events und Aktionen hatte der Fernstudientag im vergangenen Jahr zu bieten! Wir sind gespannt, wie viele es in 2021 werden.

Jetzt Sponsor des "Bundesweiten Fernstudientages 2021" werden!

Auch zum 16. Fernstudientag haben wieder fünf Unternehmen die Möglichkeit, den bundesweiten Aktionstag als Sponsor zu unterstützen und zu begleiten. Wer sich als Sponsor anmeldet, wird unter anderem mit seinem Logo auf der Website www.fernstudientag.de und allen Veranstaltungsseiten des Aktionstages präsent sein.

Alle Konditionen finden Sie hier.

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Neues Projekt:
„Verband macht Schule" und bietet Unterstützung

Restaurants, Theater, Kinos und Sportstätten sind geschlossen – während Schulen weiterhin geöffnet sind. Zwar regt der Bund auch hier zum Umdenken an, doch Bildung ist Ländersache und die Kultusministerien halten bislang am Präsenzunterricht fest. Die mögliche Alternative, die Digitale Bildung, scheint für Schüler in Deutschland nicht flächendeckend umsetzbar. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Mit seinem Projekt „Verband macht Schule“ bietet der Bundesverband der Fernstudienanbieter nun Unterstützung an.

In ganz Deutschland gelten strenge Kontaktbeschränkungen und wer kann, ist aufgerufen, seine Arbeit aus dem Homeoffice heraus zu bewältigen. Nur für Schüler gilt das nicht! So machen sich mehr als acht Millionen Schüler nach wie vor täglich auf den Weg in einen Klassenraum, in dem empfohlene Mindestabstände meist nicht eingehalten werden können. Während weiterhin vor allem die Kultusministerien der Länder am Präsenzunterricht festhalten, werden die Stimmen, die vermehrt digitalen Unterricht und alternative Beschulungskonzepte fordern, immer lauter.

Eine immer wieder vorgeschlagene Halbierung der Klassen und die Einführung des hybriden bzw. des wechselseitigen Unterrichts soll aber laut Bund-Länder-Beschluss vom Mittwochabend (25. November 2020) erst ab einer Inzidenz von 200 den regulären Präsenzunterricht ablösen und somit nur Alternativen in Hochrisikogebieten bieten. Dies könnte zwar die Ansteckungsgefahr für Kinder und Jugendliche minimieren, doch diese Lösung offenbart auch neue Probleme. Denn trotz eines überstandenen Lockdowns im Frühjahr und eines aktuellen Teil-Lockdowns scheint das Themenfeld der Digitalen Bildung noch heute weitestgehend unerforschtes Terrain an vielen Schulen in nahezu allen Teilen Deutschlands zu sein. „Es mangelt weiterhin nicht nur an technischer Ausstattung sowohl auf Lehrer- als auch auf Schülerseite oder an einer entsprechenden Netzabdeckung, damit auch der letzte Schüler via Homeschooling erreicht werden kann“, gibt Mirco Fretter, Präsident des Bundesverbandes der Fernstudienanbieter, zu bedenken. „Vielmehr haben es Bund und Länder in den vergangenen Monaten vor allem versäumt, Lehrkräfte auf die neue Situation pädagogisch und didaktisch vorzubereiten.“

Daher haben sich einige Mitglieder des Verbandes nun zusammengeschlossen und das Projekt „Verband macht Schule“ ins Leben gerufen. „Denn seit Jahrzehnten wissen wir, dass es erfolgreiche Alternativen zum Präsenzunterricht gibt“, so Dr. Kerstin Brauckhoff, Geschäftsführerin des Verbandes. Und das gelte nicht nur für die Weiterbildung von Erwachsenen. So unterrichtet beispielsweise das Fernlehrwerk des ILS - Institut für Lernsysteme schon seit 1980 im Auftrag des Auswärtigen Amtes weltweit Schüler in allen Schulformen. Und das nicht in einem gemeinsamen Klassenraum, sondern über die Distanz. Das Fernunterrichtsangebot orientiert sich an deutschen Bildungsplänen und ist zugelassen durch die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU). Im Fernlehrwerk ist Unterricht zu jeder Zeit und an den unterschiedlichsten Orten der Welt möglich. Das Fernlehrwerk ist allerdings eine Fernschule, die ausschließlich deutsche Kinder im Ausland beschulen darf. Die Erfahrungen, die hier gesammelt werden, fließen jedoch in ein Weiterbildungsangebot ein, dass allen zur Verfügung steht: „Lehrerfortbildung – multimediale Unterrichtsgestaltung“. Mit diesem ist das ILS nun Projektpartner von „Verband macht Schule“.

Der Lehrgang ist nur ein Angebot der Aktion, mit der der Bundesverband und seine Mitglieder gemeinsam das Knowhow, das bereits vorhanden ist und sich stetig weiterentwickelt, sichtbar machen wollen. „Dieser über Jahrzehnte gewachsene und etablierte Erfahrungsschatz kann Schulen und Lehrern helfen, dem Thema Digitale Bildung zu begegnen und sie im Umgang damit zu qualifizieren“, ist sich Dr. Kerstin Brauckhoff sicher. Schon im April bot der Verband spontan gemeinsam mit der sgd - Studiengemeinschaft Darmstadt ein Webinar an, um beispielsweise methodische und didaktische Grundlagen zu vermitteln, die es braucht, um erfolgreich Online-Veranstaltungen durchzuzuführen.

Mit „Verband macht Schule“ werden diese ersten Hilfestellungen nun deutlich ausgebaut. Denn gemeinsam möchten die Projektpartner ab sofort Schulen unterstützen, um im Bedarfsfall eine verlässliche Unterrichtsversorgung abseits des Präsenzunterrichts gewährleisten zu können. Dies gilt natürlich nicht nur in Zeiten der COVID 19 -Pandemie, sondern schafft auch Lösungen, um bspw. langzeiterkrankten Kindern eine Teilnahme am Unterricht zu ermöglichen oder auch die Einbindung digitaler Elemente in den Präsenzunterricht zu realisieren. Mit der Weiterbildung zum „Beauftragten für Medienbildung und Digitalkompetenz an Schulen“ bietet zum Beispiel die ibbw-consult GmbH eine nachhaltige Möglichkeit, Schule und Schüler für eine zunehmend digitalisierte Lebens- und Arbeitswelt fit zu machen und Medien verstärkt für ein anschauliches, differenziertes, zunehmend selbstorganisiertes und effektives Lernen zu nutzen. Das erforderliche Wissen und die Erfahrungen sind an vielen Schulen in Ansätzen bereits vorhanden. In der Weiterbildung geht es darum, diese Ansätze mit der erforderlichen technischen Ausstattung weiterzuentwickeln und im Kollegium auszutauschen. Auf der Website www.schule-geht-online.de finden Interessierte aber nicht nur Fortbildungen, sondern das Unternehmen schafft hier mit dem „Schultalk“ auch Austauschmöglichkeiten für Pädagogen und bietet Beratungen an.

Auch die APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft beteiligt sich am Projekt „Verband macht Schule“. Der Unterstützungsansatz ist hier allerdings ein deutlich anderer. Denn wer den Vorgang des Lernens verstehen will, muss über grundlegendes Wissen in einigen Teilgebieten der Biologie, Psychologie und Pädagogik verfügen. So werden in den Fortbildungsangeboten für Pädagogen und Erziehungsberechtige lernpsychologische Aspekte behandelt. Denn natürlich stellt die Corona-Pandemie nicht nur das System Schule vor große Herausforderungen, sondern schafft auch neue Lernsituationen für Kinder und Jugendliche, die mitunter Stress auslösen und zu Lernstörungen führen können.

„Verband macht Schule“ bündelt aber nicht nur Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote im Themenkontext Schule und Digitale Bildung, sondern liefert auch Beratungsleistungen vom Lerncoaching bis hin zur Entwicklung von Medienbildungskonzepten, um Mittel des DigitalPakt Schule zu beantragen.

Während also Politiker von Bund und Ländern noch viele offene Fragen diskutieren, liefert der Verband mit seinem Projekt bereits Antworten. „Denn wir möchten die Schulen unterstützen, in dieser so ungewissen Zeit ihrem Bildungsauftrag nachzukommen. Das muss nun verstärkt über Digitale Bildung erfolgen. Und genau hier können wir die Kompetenz unserer Verbandmitglieder als Hilfestellung anbieten“, so Verbandspräsident Fretter. Dazu braucht es pragmatische, praktikable und flexible Lösungen, die der Bundesverband der Fernstudienanbieter mit seinem Projekt präsentiert.

Alle Informationen und Angebote zum Projekt finden Sie auf: www.fernstudienanbieter.de/verbandmachtschule

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Branchenmonitor Digitale Bildung in Deutschland:
Corona verstärkt den Fachkräftemangel – Digitale Bildung bietet Lösungen

Mit der Erhebung des „Branchenmonitors Digitale Bildung in Deutschland“ liefert die forsa Politik- und Sozialforschung GmbH im Auftrag des Bundesverbandes der Fernstudienanbieter repräsentative Zahlen für den Fernstudienmarkt. In einer ersten Teiluntersuchung wurden 401 Unternehmen zur aktuellen Wirtschaftslage, den größten Herausforderungen und den Angeboten innerbetrieblicher Weiterbildung befragt. Die Ergebnisse: Vor allem die Suche nach qualifiziertem Personal stellt alle Branchen gleichermaßen vor Probleme. Digitale Bildungsangebote können helfen und spielen eine immer größer werdende Rolle.

Noch Anfang September dieses Jahres hatte die Bundesregierung für das kommende Jahr ein Wirtschaftswachstum von 4,4 Prozent prognostiziert. Danach sieht es nun angesichts der aktuellen Corona-Entwicklungen nicht mehr aus. „Auch die von uns befragten Unternehmen blicken wenig positiv in die Zukunft“, so Mirco Fretter, Präsident des Bundesverbandes der Fernstudienanbieter. Demnach sind 57 Prozent aller Befragten der Ansicht, dass die Wirtschaft in Deutschland auf längere Zeit geschwächt bleiben wird. Das ergab eine aktuelle Teilstudie des „Branchenmonitors Digitale Bildung in Deutschland“, eine Erhebung des Meinungsforschungsinstitutes forsa im Auftrag des Verbandes. Nach der Entwicklung des eigenen Unternehmens gefragt, rechnen ferner zwei Drittel der Unternehmen (64 %) infolge der aktuellen Corona-Krise für das laufende Geschäftsjahr mit moderatem (38 %) bzw. sogar starkem (26 %) Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr.  

Ein wenig positiver auf die künftige wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland blickt jedoch die Dienstleistungsbranche. Hier gehen 46 Prozent der Befragten davon aus, dass sich die Wirtschaft des Landes nach der Corona-Pandemie weitestgehend wieder erholen wird. 

Die größten Herausforderungen der nächsten Jahre

„Offen und ohne jede Vorgabe nach den größten Herausforderungen in den nächsten Jahren befragt, ist es jedoch nicht die Bewältigung der Corona-Pandemie, die Unternehmen maßgeblich beschäftigt“, berichtet Fretter weiter, „sondern die Suche nach geeignetem Personal.“ Die Umfrage ergab: Jedes zweite Unternehmen in Deutschland beklagt einen Fachkräftemangel. Die Personalsuche stellt für Unternehmen vor, während und nach der Corona-Krise die größte Herausforderung dar. Erst auf Rang zwei und drei werden vor allem die Prozesse der Digitalisierung bzw. Automatisierung (21 %) und Kundengewinnung (12 %) als große Herausforderungen eingeschätzt.  

Die Gewinnung von qualifizierten Fachkräften ist ein Thema, über das in Deutschland bereits seit längerem diskutiert wird. Das Spektrum an Qualifikationsbedarf ist entsprechend der Branchenvielfalt relativ groß: Die Unternehmen berichten von großem Bedarf in den Bereichen IT und Technik, im Handwerk und am Bau bzw. in der Reinigung, beim ärztlichen Dienst und beim Pflegedienst. Es fehlen Pädagogen, Facharbeiter und Ingenieure sowie Fachpersonal in Vertrieb, Verwaltung und Buchhaltung, Transport und Logistik, Produktion und Gewerbe. 

Zielgerichtete und bedürfnisorientierte Fortbildungen wirken Fachkräftemangel
entgegen
 

„Genau hier setzen die Mitglieder unseres Fachverbandes mit ihren digitalen Bildungsangeboten an “, greift Mirco Fretter das Thema Fachkräftemangel auf. „Denn nur mit modernen und bedürfnisorientieren Bildungskonzepten kann es gelingen, dem qualifikatorischen Mismatch zwischen Arbeitskräftebedarf und Arbeitslosen entgegenzuwirken.“  

Lernprozesse müssen agiler werden und dazu beitragen, die Beschäftigungsfähigkeit in einer sich ständig im Wandel befindlichen Arbeitswelt zu erhalten. All diesen Herausforderungen stellen sich Fernunterrichts-Anbieter schon seit Jahren erfolgreich und bieten Weiterbildungsmöglichkeiten, die sich der digitalen Arbeitswelt anpassen. Vor allem im sogenannten Firmenkundengeschäft werden fernunterrichtsbasierte Weiterbildungsmaßnahmen, speziell auf das Unternehmen zugeschnitten, erstellt, um den Weiterbildungsbedarf jedes einzelnen Mitarbeitenden passgenau decken zu können. „Komplett zielgerichtet können so neue Fähigkeiten erlernt, Qualifikationen vermittelt und somit die berufliche Handlungsfähigkeit aufrechterhalten werden“, ergänzt der Verbandspräsident. Somit sei Fernunterricht mit seinen digitalen Elementen die zukunftsorientierte Säule der Erwachsenbildung. 

Auf einem guten Weg: innerbetriebliche Weiterbildung wird zunehmend digital
 
Fast alle befragten Unternehmen (95 %) unterstützen ihre Mitarbeiter bereits, wenn diese sich eigeninitiativ extern weiterbilden möchten. Am häufigsten tun sie dies, indem sie die Weiterbildung finanzieren oder sich zumindest an den Kosten beteiligen (94 %). Ein Großteil dieser Unternehmen (88 %) stellt seine Mitarbeiter für die externe Weiterbildung außerdem von der Arbeit frei und drei Viertel (74 %) unterstützen die Mitarbeiter, die sich eigenständig extern weiterbilden möchten, fachlich, z. B. durch feste Ansprechpartner in der Personalabteilung. 

Fast alle Unternehmen (91 %) bieten ihren Mitarbeitenden darüber hinaus auch Angebote zur internen Fortbildung an und fast ebenso viele (89 %) verweisen eigenständig auf Angebote zur externen Fortbildung. Dass sie ihre Mitarbeitenden zu internen Schulungen verpflichten, geben noch fast drei Viertel der Befragten (72 %) an.  

Mit Abstand am häufigsten (87 %) wird im Zuge der innerbetrieblichen Weiterbildung derzeit noch das klassische Präsenzlernen, also reines face-to-face-Lernen, z.B. in Form von Workshops, Seminaren, Lerngruppen oder Lernen am Arbeitsplatz angeboten. Jeweils etwa zwei Drittel der befragten Unternehmen bieten darüber hinaus aber auch Blended Learning (69 %) oder Online-Learning (64 %) an. Dabei handelt es sich zum einen um medial, virtuell oder digital angereicherte Präsenzveranstaltungen, z.B. mit Web-Based Trainings (WBTs), Webinaren oder Virtual Classrooms und zum anderen um die rein digitale Vermittlung von Lerninhalten ohne Präsenz, z.B. über MOOCs, Micro-Learning, Learning Nuggets, CBTs/WBTs, Webinare oder VCR (Online-Learning).
Die Ergebnisse des Branchenmonitors lassen jedoch einen Trend zur Digitalisierung in der innerbetrieblichen Weiterbildung erkennen. Für etwa jedes dritte befragte Unternehmen mit interner Weiterbildung (32 %) ist es schon heute vorstellbar, künftig Formen des Fernunterrichts bzw. Fernstudiums anzubieten und einzusetzen. Der Einsatz von Online-Learning (26 %) und Blended Learning (23 %) ist für etwa jedes vierte dieser Unternehmen eine Option. Präsenzlernen ist nur noch vereinzelt als künftige Weiterbildungsform (9 %) vorstellbar.  

Abschließend sollten die befragten Unternehmen vor dem Hintergrund der Corona-Krise den zukünftigen Einsatz von Distance-Learning-Methoden bewerten. Das Ergebnis ist eindeutig: Eine große Mehrheit (71 %) glaubt, dass Distance-Learning-Methoden in ihrem Unternehmen künftig häufiger eingesetzt werden als bisher.

Alle Ergebinsse der Teilbefragung finden Sie hier.
Über den „Branchenmonitor Digitale Bildung in Deutschland“

Im Auftrag des Bundesverbandes der Fernstudienanbieter erhebt die forsa. Politik- und Sozialforschung GmbH 2020 erstmals den „Branchenmonitor Digitale Bildung in Deutschland“ und liefert repräsentative Zahlen für den Fernstudienmarkt.

Ziel der Studie ist es, eine Untersuchung aufzubauen, in der regelmäßig Daten zur digitalen Bildung und speziell für den Fernunterrichtsmarkt erhoben werden. Dabei werden sowohl quantitative Strukturdaten der befragten Institute bzw. Unternehmen als auch qualitative Daten, z.B. Wachstumsaussichten, Zukunftstrends und größte Herausforderungen der Branche erhoben. Die erste Erhebung wird als Grundlagenstudie durchgeführt, die sich zunächst auf die qualitativen Daten konzentriert und sich im quantitativen Teil auf Basisdaten fokussiert. Ziel ist es, den Branchenmonitor in Folgebefragungen auszubauen und konkretere quantitative Angaben zu einzelnen Lernprogrammen und den Studienteilnehmern zu erheben. Um einen umfassenden Überblick über die Entwicklungen auf dem Markt der digitalen Bildung zu gewinnen, werden drei Zielgruppen in die Untersuchung einbezogen, die jeweils individuell zugeschnittene Fragen beantworten: die Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes, Anbieter von Fernunterricht bzw. Fernstudium, die nicht im Verband organisiert sind, sowie Wirtschaftsunternehmen, die Fernlernen und digitale Bildung im Rahmen ihrer innerbetrieblichen Weiterbildung nutzen.

Die vorliegenden Ergebnisse entstammen der Teiluntersuchung der Wirtschaftsunternehmen. Im Rahmen dieser wurden mithilfe telefonischer Interviews insgesamt 401 Wirtschaftsunternehmen befragt.
Digitaler November:
Interaktive Onlinepräsentation zum Thema Daten- und Informationssicherheit

IT-Sicherheit ist eine Sache der IT-Abteilung. Die hat sich darum zu kümmern, dass keine Schadsoftware ins Netz eindringen kann. Und wenn, dann ist die IT auch dafür verantwortlich, rasch wieder einen arbeitsfähigen Zustand herzustellen. Dieser Ansicht sind immer noch viele.

Aber wie ein Verkehrsministerium nicht allein die Sicherheit auf den Straßen herstellen kann, so kann auch eine IT-Abteilung nicht die Informationssicherheit garantieren. Dazu muss in beiden Fällen jeder seinen Beitrag leisten. Von Informationssicherheit spricht der Fachmann, weil Informationen in ihrer Gesamtheit nicht nur in IT-Systemen liegen, sondern auch auf Papier und in Köpfen. Und ähnlich wie ein Führerschein das notwendige Know-how für das sichere Bewegen im Straßenverkehr bereitstellt, so sollen Kurse zur Informationssicherheit wie dieser das Wissen über den vernünftigen Umgang mit Informationen vermitteln. Wie viele Datensätze von Benutzernamen und Passwörtern kursieren im Darknet, wie hoch sind die Schäden für unsere Gesellschaft, warum wollen IT-Menschen immer so lange Passwörter, wie funktioniert ein Angriff auf meine Organisation und kursieren eigentlich Zugangsdaten von mir im Netz? Last but not least: Wenn man Angriffe schon nicht verhindern kann, wie bereitet man sich gut vor? Diese und weitere Fragen sollen anschaulich und unterhaltsam behandelt werden. Rückfragen und Interaktion sind erwünscht. Und erst dann, wenn jeder sein Verhalten im Alltag den Erfordernissen der Informationssicherheit anpasst, wird es für Angreifer deutlich schwerer. Sowohl im beruflichen, wie auch im privaten Umfeld.

Durch die Veranstaltung führt Sie Rainer Stecken, Berater für Informationssicherheit DVGW Service & Consult GmbH, Bonn.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei!
Das Webinar beginnt heute (26. November 2020) um 14:00 Uhr und endet gegen 16:00 Uhr.


Modernisierung des Fernunterrichtsschutzgesetzes beschlossen:
Rechtssicherheit für Onlineanmeldungen ab Januar 2021

Es ist nur eine kleine Anpassung im Gesetz und doch hat sie für viele Anbieter von Fernunterricht und Fernstudium eine große Bedeutung. Denn die Novelle des Fernunterrichtsschutzgesetzes ermöglicht der Branche ab 2021 den Rechtsverkehr im Internet und erleichtert Teilnehmern den Zugang zu digitalen Bildungsangeboten.

Gegenwärtig ordnet das Fernunterrichtsschutzgesetz (FernUSG) unter anderem sowohl für den Abschluss und die Kündigung eines Fernunterrichtsvertrages, als auch für die Belehrungspflichten des Fernunterrichtanbieters über die Kündigungs- und Rücktrittsrechte die Schriftform an. Um dieser zu genügen, ist eine verkörperte, eigenhändig unterzeichnete Erklärung erforderlich. Dieses sogenannte Schriftformerfordernis soll nun jedoch dem weniger bürokratischen Textformerfordernis weichen. Das beschloss der Deutsche Bundestag in seiner 189. Sitzung am 5. November 2020 einstimmig, indem er die Modernisierung des Berufsqualifikationsfeststellungsgesetzes und des Fernunterrichtsschutzgesetzes verabschiedete. Der Entscheidung lag eine Beschlussempfehlung des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung zugrunde.

Der Bundesverband der Fernstudienanbieter und seine Mitglieder begrüßen diesen Beschluss. „Der Ersatz des Schriftformerfordernisses ist ein von unserer Seite lang geforderter Schritt, um den Zugang zu digitalen Bildungsangeboten zu erleichtern“, freut sich Verbandpräsident Mirco Fretter. „Wir können online einkaufen, den Urlaub buchen und viele weitere Verträge eingehen, aber eine Weiterbildung im Fernstudium konnte bislang digital nur mittels einer ,qualifizierten elektronischen Signatur (QES)‘ oder offline rechtssicher abgeschlossen werden.“ QES ist jedoch ein derartig aufwendiges Verfahren, um dem bis dato geltenden Schriftformerfordernis auch online gerecht zu werden, dass es der private Verbraucher kaum nutzte. Die Anpassung des Gesetzes ermöglicht nun endlich auch Fernstudienanbietern den Rechtsverkehr im Internet.

Durch das Schriftformerfordernis entstanden bislang Medienbrüche in der elektronischen Kommunikation zwischen Veranstalter und Teilnehmer, die den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik für beide Seiten aufwändig machten und das Potential digitaler Bildungsangebote nicht ausschöpften. Händische Unterschriften behinderten vielfach eine einfache elektronische Kommunikation und bremsten den Ausbau elektronischer Dienstleistungen. „Der Bedarf an qualitativ hochwertigen, digitalen Bildungsangeboten, die unbürokratisch zugänglich sind, steigt durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie erheblich. Ziel des Gesetzes ist es, einen schnellen und einfachen Zugang zu solchen Bildungsangeboten zu ermöglichen“, heißt es im Gesetzentwurf. Künftig solle eine E-Mail oder das Ausfüllen eines Onlineformulars genügen. Damit kann auf das Ausdrucken von Unterlagen, den Gang zur Post und Porto verzichtet werden.

Die Änderungen treten zum 1. Januar 2021 in Kraft.

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Gemeinsamer Workshop:
Auch in diesem Jahr laden der europäische Verband (EADL), das Bundesinstitut für Berufsbildung und der Bundesverband der Fernstudienanbieter zu dem gemeinsamen Workshop „DistancE-Learning in Europe - Exchange of Experience and Knowledge Sharing“ ein.

Sonst im Rahmen der Pre-Conference der Online Educa Berlin findet der Workshop in diesem Jahr virtuell statt. Die Teilnahme bleibt aber kostenfrei.

Die zweistündige Veranstaltung beginnt am Mittwoch, 2. Dezember 2020, um 15 Uhr.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen in diesem Jahr die Themen E-Testing und E-Assessment im Fernunterricht.

Alle Infos und die Möglichkeit, sich anzumelden, finden Sie hier. 

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Veranstaltungen

26. November 2020: Interaktive Onlinepräsentation zum Thema Informationssicherheit
Wie viele Datensätze von Benutzernamen und Passwörtern kursieren im Darknet? Wie hoch sind die Schäden für unsere Gesellschaft? Warum wollen IT-Menschen immer so lange Passwörter? Wie funktioniert ein Angriff auf meine Organisation und kursieren eigentlich Zugangsdaten von mir im Netz? Auf alle diese und weitere interessante Fragen gibt es am Donnerstag Antworten in einer interaktiven Onlinepräsentation im Rahmen des "Digitalen November". Die Teilnahme ist kostenfrei - jetzt anmelden!

2. Dezember 2020: Onlineworkshop "DistancE-Learning in Europe..."
Zu dieser Veranstaltung laden der europäische Verband (EADL), das Bundesinstitut für Berufsbildung und der Bundesverband der Fernstudienanbieter gemeinsam ein. Die Teilnahme ist kostenfrei. Alle Informationen ....

2. bis 4. Dezember 2020: Online Educa Berlin
Die Online Educa Berlin (OEB) ist seit 1995 die jährlich stattfindende, international führende, branchenübergreifende Veranstaltung zu technologiegestütztem Lernen und Training. Ein einzigartiges Konferenzprogramm und eine Ausstellung fördern den Austausch über die wichtigsten Entwicklungen und Trends, die die Zukunft des Lernens in den Bereichen Unternehmen, Bildung und öffentlicher Dienst prägen. Alle Informationen ...

28. Januar 2021: "Bundesweiter Fernstudientag"
Save the Date! Gleich zu Beginn des neuen Jahres lädt der Verband wieder zu seinem beliebten Aktionstag rund ums Fernlernen ein. Ab sofort sind alle Anbieter von Fernunterricht und Fernstudium wieder herzlich eingeladen, sich kostenfrei mit eigenen Angeboten und Veranstaltungen am "Bundesweiten Fernstudientag 2021" zu beteiligen. Alle Informationen ...

10. März 2021: Bewerbungsschluss Studienpreis
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbungen für das „Fernstudienprojekt" und das „Studienangebot des Jahres". Alle Informationen zu Teilnahmebedingungen, Wahlkriterien und die Bewerbungsformulare finden Sie hier.

24. März 2021: Deutscher Weiterbildungstag 2020/2021
Der Deutsche Weiterbildungstag 2020 (DWT), ursprünglich für September 2020 geplant, wurde vor dem Hintergrund der dynamischen Entwicklung bei der Corona-Pandemie und deren Folgeerscheinungen abgesagt. Nun steht der neue Termin fest. Alle Informationen ...

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Herausgeber:
Bundesverband der Fernstudienanbieter e.V.
BILDUNG. DIGITAL. VERNETZT.
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Deutschland

030-767 586 975
presse@fernstudienanbieter.de
www.fernstudienanbieter.de

Geschäftsführerin:
Dr. Kerstin Brauckhoff

Vertretungsberechtigtes Präsidium:
Mirco Fretter (Präsident),
Prof. Dr. Ronny Fürst (Vizepräsident),
Dr. Markus Lermen (Vizepräsident),
Andreas Vollmer (Vizepräsident)
 
Sitz des Vereins:
Charlottenstr. 2,
10969 Berlin
Registergericht: Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
Vereinsregister Registernummer: VR 20854 Nz

Redaktion:
Daniela Lobitz (PR-Referentin)
presse@fernstudienanbieter.de
Tel. 030-767 586 975