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Newsletter: April 2021

  1. Nachruf: Prof. Dr. Dr. h.c. Börje Holmberg (1924 - 2021)
  2. Studienpreis: Erfolgreiche Fernstudierende und spannende Geschichten gesucht!
  3. Webinarreihe "Digitale Bildung" 
  4. Fernstudien-DQR: Neue Einreichungsrunde startet 
  5. Karliczek: Startschuss für Aufbau einer Nationalen Bildungsplattform
  6. OECD-Bericht 2021:Deutschland braucht ein kohärenteres Weiterbildungssystem
  7. Call for Papers: LEARNTEC 2022
  8. EADL Members Conference 2021
  9. Veranstaltungen
Prof. Dr. Dr. h.c. Börje Holmberg (1924 - 2021)

Mit großer Trauer haben wir die Nachricht erhalten, dass unser langjähriges Ehrenmitglied Professor Börje Holmberg aus Lund, Schweden, am 10. April 2021 im Alter von 97 Jahren verstorben ist.

Börje Holmberg war einer der angesehensten Pioniere des Fernunterrichts. Seine akademischen Spuren in mehr als einem halben Jahrhundert sind in über 200 internationalen Publikationen enthalten. Zu seinen Arbeiten gehören "Theorie und Praxis des Fernunterrichts" (1995) und "The Evolution, Principles and Practices of Distance Education" (2005). Börje Holmberg wurde am 22. März 1924 in Malmö, Schweden, geboren. Er promovierte 1956 an der Universität Lund und arbeitete lange Jahre im Bereich Fernunterricht für die schwedische Hermods-Stiftung. 1976 wurde Holmberg Professor für Fernunterrichtsmethodik und Direktor des Instituts für Fernunterrichtsforschung an der FernUniversität Hagen. Von 1996 bis 2001 war er Rektor und Präsident der damals neu gegründeten Privaten FernFachhochschule Darmstadt, heute Wilhelm-Büchner-Hochschule. Börje Holmberg war eine inspirierende Persönlichkeit mit seinem außergewöhnlichen Wissen, seiner internationalen Erfahrung, seinem freundlichen Wesen und seinem Humor. Seine Überzeugung von der Wichtigkeit, Empathie für den Lernenden zu fördern und ihn immer in den Mittelpunkt zu stellen, wird uns ständige Anforderung sein.

Wir werden Börje Holmberg in tiefer Dankbarkeit und Anerkennung für sein leidenschaftliches Engagement für das offene Lernen und den Fernunterricht in Erinnerung behalten.

Sein Gespräch mit Heinrich Dieckmann (ebenfalls Ehrenmitglied des Verbandes), das er vor einigen Jahren über sein Wirken und seine Ambitionen für das Fernlehrwesen geführt hat, wird uns lange in Erinnerung bleiben und Sie finden es hier in einem Video zusammengefasst.
Neue Studienpreisrunde:
Erfolgreiche Fernstudierende und spannende Geschichten gesucht!

Der Studienpreis startet in eine neue Runde und sucht Deutschlands "Fernlerner/in des Jahres", "Fernstudent/in des Jahres" und Bewerber für die Kategorie "Lebenslanges Lernen". Absolventinnen und Absolventen von Fernunterricht und Fernstudium können sich bis zum 30. Juni 2021 für die Auszeichnung bewerben. Über die Preisvergabe entscheidet eine Fachjury.

Bereits 1985 wurde der erste "Fernschüler des Jahres", damals noch vom Deutschen Fernschulverband, geehrt. Seither hat der Verband mehr als 220 Personen mit dem Studienpreis ausgezeichnet und die Preisträger haben durch ihre ganz persönliche Geschichte gezeigt, welche Leistungen im Fernunterricht möglich sind und vor allem, welche Ziele durch Weiterbildungen erreicht werden können.

Auch 2021 möchte der Bundesverband der Fernstudienanbieter Absolventinnen und Absolventen wieder die Möglichkeit geben, ihre ganz individuellen Erfolgsgeschichten zu erzählen und wird die beeindruckendsten mit dem Studienpreis BILDUNG. DIGITAL. VERNETZT. würdigen.

Erstmals können Absolventinnen und Absolventen sich 2021 direkt für den Preis bewerben. Dies ist über standardisierte Online-Formulare möglich. Es werden keine Gebühren für die Bewerbung erhoben. Einzige Teilnahmebedingung: Der Bewerber/die Bewerberin hat mindestens einen staatlich geprüften Fernkurs/ein akkreditiertes Fernstudium innerhalb der letzten zwölf Monate erfolgreich abgeschlossen und kann nachweislich auf berufliche Erfolge (Aufstieg, Selbstständigkeit, Jobwechsel…) nach Abschluss oder sogar schon während der Weiterbildung verweisen.

Bewerbungen sind ausschließlich online möglich! Hier finden Interessierte ihr Bewerbungsformular: https://studienpreis.org/wahlvorschlag-teilnehmerkategorien/   

Einsendeschluss ist der 30. Juni 2021. Über die Vergabe der Preise entscheidet eine Fachjury  

Alle Informationen zum Studienpreis finden Sie auf www.studienpreis.org

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Webinarreihe "Digitale Bildung" 



Am Dienstag, 18. Mai 2021, starten wir mit unserer Webinarreihe "Digitale Bildung". Die erste Veranstaltung widmet sich dem Thema "Barrierefreiheit & leichte Sprache in der digitalen Bildung". Zum Inhalt der Veranstaltung: 

Homeschooling, Distanz- und Fernlehre sowie ein immer breiteres Angebot an virtuellen Lerneinheiten – sei es in Form von Studium, Ausbildung, Weiterbildung oder auch als Qualifikationstraining – ist ein Feld, das sämtlichen Anspruchsgruppen offenstehen sollte. Gerade für Menschen, die aufgrund von körperlichen oder auch geistigen Einschränkungen, aufgrund von Krankheit, Behinderung, längeren Klinik- oder auch Reha-Aufenthalten nicht an regelmäßigen Präsenzterminen teilnehmen können, bietet die digitale Bildung ein schier unermessliches Feld an Möglichkeiten, auf Distanz zu studieren, zusätzliche Ausbildungen zu absolvieren, eine Schule zu besuchen oder auch einzelne Weiterbildungsangebote zu nutzen. 

Bisherige Online-Angebote berücksichtigen dies in ihrer Kommunikation bisher aber noch längst nicht ausreichend. Hindernisse, wie mangelnde Barrierefreiheit, komplizierte Anmeldeverfahren, unverständliche Prüfungsordnungen und vor allem eingefahrene Lehrkonzepte, die z.B. nicht auf die Bedürfnisse unterschiedlichster Anspruchsgruppen ausgerichtet sind, behindern nicht nur den Eintritt potenzieller Teilnehmer in die entsprechenden Angebote; Bildungsorganisationen versäumen auch, einen großen Markt an Interessensgruppen zu erschließen. In diesem Impulsvortrag sollen daher erste Ideen für eine Barrierefreiheit und leichte Sprache in der digitalen Bildung aufgezeigt werden. Dabei geht es nicht um die Vermittlungen konkreter oder akkreditierter Konzepte, sondern es sollen erste Ideen und Umsetzungsstrategien zur Diskussion gestellt werden, die in einer anschließenden Austauschrunde reflektiert und ergänzt werden können.

Alle Veranstaltungen der Reihe sind so angelegt, dass neben einem Vortrag zum jeweiligen Thema auch ausreichend Platz für Austausch und vertiefende Fragen beibt.

Die Teilnahme ist für Mitglieder des Verbandes kostenfrei!

Sie sind noch kein Mitglied des Bundesverbandes der Fernstudienanbieter, dann können Sie sich hier bzgl. einer Mitgliedschaft informieren oder die Webinarreihe zum Paketpreis von 99,- Euro (zzgl. MwSt.) buchen. Die Buchung einzelner Veranstaltungstermine ist nicht möglich!

Hier können Sie sich für die Teilnahme an unserer Webinarreihe registrieren!

Weitere Termine:
  • 1. Juni 2021: Marketingmaßnahmen - Zielgruppen kennen und erreichen
  • 15. Juni 2021: Der digitale Ausbilder

Über die Referentin:
Durch die Webinare führt Sie Frauke Remmers. Frau Remmers ist an der SRH Fernhochschule – The Mobile University als Fachdozentin in den Bereichen Digital Education, Digital Management und Business Ethics tätig. Zuvor war sie über mehrere Jahre selbstständig mit einem Lehr- und Lerninstitut in München sowie als freiberufliche Trainerin, Dozentin und Lehrbeauftragte. Ihre Spezialisierung liegt in der Konzeption und Durchführung digitaler Bildungs- und Unterrichtsangebote. Als Referentin gibt sie darüber hinaus für Unternehmen, Schulen oder die öffentliche Verwaltung Tipps bei der Umsetzung ihrer digitalen Transformation und unterstützt mit Ideen und Kreativität die Entwicklung digitaler Konzepte.

Bei Fragen zum Angebot wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle des Verbandes (geschaeftsstelle@fernstudienanbieter.de oder 030-767 586 970). 

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Fernstudien-DQR:
Neue Einreichungsrunde startet

Mit 126 Eintragungen in ein eigenes und neu geschaffenes Register ist der Fernstudien-DQR im Februar gestartet. Nun haben Verbandsmitglieder exklusiv die Möglichkeit, weitere Eintragungen ihrer ZFU-zugelassenen Fernkurse oder akkreditierten Fernstudiengänge in das Register zu beantragen. Die Online-Formulare für die der Beantragung zugrunde liegende Selbsteinstufung werden derzeit noch einmal in Bezug auf ihre Nutzerfreundlichkeit optimiert und stehen spätestens Anfang Mai auf www.dqr-register.de zur Verfügung.

Anträge können bis zum 28. Mai 2021 im DQR-Büro (kontakt@dqr-register.de) eingereicht werden. Noch vor den Sommerferien tagt anschließend das unabhängige Experten-Gremium, prüft die Plausibilität der Selbsteinstufungen und entscheidet über weitere Eintragungen.

Alle Informationen zum Fernstudien-DQR-Register finden Sie auch hier.

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Karliczek: Startschuss für Aufbau einer Nationalen Bildungsplattform

150 Millionen für Entwicklung von Prototypen, Curricula und didaktische Konzepte - Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat zum Beginn dieser Woche den ersten Schritt für den Aufbau einer Nationalen Bildungsplattform unternommen. Mit 150 Millionen Euro will das Ministerium die Entwicklung von bis zu vier Prototypen unterstützen. Diese stellen den Kern für eine nutzerorientierte Infrastruktur dar. Flankierend werden Projekte gefördert, die insbesondere auch auf die Verknüpfung digitaler Bildungs-Szenarien und lernpfadorientierte Curricula über die Plattform abzielen.

Dazu erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek:
"Am heutigen Tag habe ich den Startschuss für den Aufbau einer Nationalen Bildungsplattform gegeben. Die Plattform ist Kernstück eines neuen digitalen Bildungsraums für Deutschland und einer Modernisierung der Bildung insgesamt. Als Bundesregierung wollen wir damit für alle Menschen – vom Schulkind bis zum Rentner - in unserem Land den Zugang zu digital gestützten Bildungsangeboten erleichtern und damit verbessern. Die Initiative Digitale Bildung, die ich gemeinsam mit der Bundeskanzlerin gestartet habe, nimmt damit weiter Gestalt an.

Die Corona-Pandemie hat klar gezeigt, wie groß die Bedeutung digitaler Lehr- und Lernangebote für unser Bildungssystem schon heute ist. Auch wenn die Pandemie viele technische, inhaltliche und didaktische Herausforderungen digitaler Formate aufgeworfen hat, so hat sie uns auch gezeigt, dass es bereits sehr gute digitale Bildungsangebote gibt.

Wir wollen bestehende und neue digitale Bildungsplattformen zu einem bundesweiten und europäisch anschlussfähigen Plattform-System verknüpfen. Wir wollen, dass mit der Nationalen Bildungsplattform eine Infrastruktur entsteht, über die in größtmöglicher Breite digital gestützte Bildungsinhalte zugänglich und vernetzt werden.

copyright: BMBF
Zentrales Ziel ist es, den Lernenden individuelle Bildungspfade zu eröffnen, die nicht auf eine Bildungseinrichtung oder einen Bildungsabschnitt begrenzt sind, sondern die gesamte Bildungskarriere unterstützen. Daher der zentrale Gedanke der nutzerzentrierten Vernetzung über eine Metaplattform. Dieses Projekt soll damit keine neue Lernplattform im engeren Sinne sein.Idealerweise sollte in den nächsten Jahren damit jeder auf einfache Weise das für ihn passende Angebot finden und sicher nutzen können: Lehrende gutes digitales Unterrichtsmaterial, passende pädagogische Unterstützung und Beispiele guter Praxis, Lernende individuellen Zugang zu passfähigen Lehr-/Lernszenarien sowie breiten Zugriff auf hilfreiche digitale Werkzeuge. Auch die Volkshochschulen werden vertreten sein.

Zudem soll man hier seine Bildungszertifikate – also Zeugnisse und Diplome – verschlüsselt ablegen können. Das ist ein großes Projekt für die Modernisierung der Bildung in den nächsten Jahren."

Hintergrund:
Im Rahmen der Förderbekanntmachung werden folgende drei Ziele adressiert:
  • Entwicklung von Prototypen für eine Nationale Bildungsplattform als Teil einer verteilten digitalen Serviceinfrastruktur, die gemeinsamen Regeln und Standards folgen (Ziel 3). Um den Zugang und die Integration der Lehr- und Lernangebote zu ermöglichen, sollen zunächst Basis-Architekturen konzipiert werden, welche die Anforderungen an Interoperabilität, Sicherheit und Transparenz gewährleisten. Auf dieser Grundlage soll die über technische Machbarkeitsnachweise die prinzipielle Durchführbarkeit der benötigten Kernfunktionalitäten belegt werden, präferiert in Form von Prototypen oder Minimal Viable Products.

  • Um diese Basis-Architekturen im Rahmen eines agilen Vorgehens frühzeitig und praxisnah zu erproben und zu validieren, sollen digital gestützte Bildungsangebote, die nutzerzentriert auf die Vernetzungsfunktionen der Nationalen Bildungsplattform zurückgreifen, entwickelt oder für diesen Zweck angepasst werden. Dies können bestehende und/oder neue, institutionen- und methodenübergreifende Curricula sowie lernpfadorientierte Lehr- und Lernangebote sein, welche unter Nutzung klar definierter Prozesse und Standards mit den spezifischen Anforderungen der Nationalen Bildungsplattform kompatibel sind (Ziel 1).

  • Es sollen über die Nationale Bildungsplattform Angebote für Lehrende (weiter-)entwickelt und vor allem über diese digitale Infrastruktur vernetzt zugänglich gemacht werden. Durch digitale Lehr- und Lernszenarien soll Methodenwissen sowie Digitalkompetenz auf Seiten von Lehrenden in allen Bildungsbereichen geschaffen werden (Ziel 2).
Die Prototypen sollen bis zum Jahresende technologische Konzepte definieren, die in der zweiten Jahreshälfte 2023 die Freischaltung einer ersten Beta-Version der Bildungsplattform ermöglichen.

Ein besonderes Augenmerk wird auf Datensouveränität und damit auf Datenschutz gelegt. Lernende und Lehrende sollen ihre Daten selbstbestimmt verwalten und über ihre Nutzung entscheiden können. Daten und Leistungsnachweise müssen digital sicher hinterlegt werden, um in wechselnden Lern- und Lehrkontexten darauf zugreifen zu können.

Über die Projekte, die im Rahmen dieser Bekanntmachung gefördert werden, sollen die Bedürfnisse der Lernenden und Lehrenden und ihre individuellen Lernpfade durch digitale Bildungsangebote ins Zentrum gerückt werden. Über alle Altersstufen und Bildungsbereiche soll es möglich werden, sich ungehindert durch digital gestützte Lehr-/Lernszenarien zu bewegen. Dies schließt auch analoge Angebote ein, die digitale Komponenten integrieren.

Die Nationale Bildungsplattform soll dazu individualisiert Information, Orientierung, Zugang und Teilhabe ermöglichen und erworbene Kompetenzen dokumentieren. Die Vision des digitalen Bildungsraums zielt somit darauf ab, bestehende und neue digitale Bildungsplattformen und Angebote zu einem auch im OZG-Kontext bundesweit und europäisch anschlussfähigen, nutzerzentrierten Ökosystem mit gemeinsamen Standards und offenen Schnittstellen zu verknüpfen: Für ein individuell passfähiges, flexibles und anschlussfähiges Lernen in der digitalen Welt.

Die Richtlinie wurde am 26.04.2021 im Bundesanzeiger veröffentlicht. Bis zum 25.05.2021 können Förderanträge für die Prototyp-Entwicklung der Bildungsplattform (Ziel 3) eingereicht werden. Für Lehr- und Lernangebote und –szenarien (Ziel 1 bzw. 2) ist die Antragseinreichung bis zum 08.06.2021 möglich. Antragsberechtigt sind staatliche und nicht staatliche Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Verbände, Vereine und sonstige Organisationen sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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OECD-Bericht 2021:
Deutschland braucht ein kohärenteres Weiterbildungssystem, das die Bedürfnisse Geringqualifizierter besser berücksichtigt

Deutschland muss sich bei der Weiterbildung stärker um die Bedürfnisse Geringqualifizierter kümmern und insgesamt sein Weiterbildungssystem kohärenter gestalten. Ansprüche auf Bildungszeiten sollten einheitlich geregelt, finanzielle Anreize gebündelt und die Möglichkeiten zur Anerkennung nicht-formal und informell erworbener Fähigkeiten verbessert werden. Dies sind die wichtigsten Empfehlungen der OECD-Studie Weiterbildung in Deutschland, die am 23. April 2021 vorgestellt wurde.

Die Studie untersucht, wie gut das deutsche Weiterbildungssystem Menschen und Unternehmen unterstützt, mit dem raschen Wandel der Arbeitswelt Schritt zu halten. Im OECD-Vergleich hat Deutschland mit 18 Prozent einen recht großen Anteil von Arbeitsplätzen mit hohem Automatisierungsrisiko. Das sind Arbeitsplätze, die zukünftig wegfallen könnten, weil eine Maschine die Tätigkeiten übernimmt. Weitere 36 Prozent der Arbeitsplätze in Deutschland werden sich in den kommenden 15 Jahren wahrscheinlich stark verändern. Gleichzeitig werden viele neue Jobs entstehen. Weiterbildung in allen Formen – von Aufbaustudiengängen über Lehrgänge bis hin zum Lernen von Kolleg/innen – ist essentiell, um Menschen auf diese Veränderungen vorzubereiten.

Wie die Studie zeigt, werden in Deutschlands insgesamt leistungsstarkem Bildungssystem ausgerechnet diejenigen oft nur schwer von Weiterbildungsangeboten erreicht, die besonders davon profitieren würden. Dazu gehören Erwachsene in Berufen mit hohem Veränderungs- oder Automatisierungsrisiko, Erwachsene mit geringen Grundkompetenzen, Geringverdienende und Beschäftigte in kleinen und mittleren Unternehmen. Sie nehmen seltener Weiterbildungsangebote wahr als Menschen mit höheren Qualifikationen – was die Kluft zwischen den Bildungsgruppen weiter vergrößert. Diese Tendenz gibt es in allen OECD-Ländern. Im Vergleich zu anderen leistungsstarken Mitgliedsländern ist die Weiterbildungsteilnahme in Deutschland jedoch besonders ungleich verteilt.

"Deutschland hat in jüngster Zeit viel dafür getan, seine Weiterbildungslandschaft zu modernisieren und die Koordination der vielen Weiterbildungsakteure zu verbessern – nicht zuletzt im Rahmen seiner Nationalen Weiterbildungsstrategie", so OECD-Generalsekretär Angel Gurría bei der Vorstellung der Studie. "Dieser Weg muss fortgeführt und erweitert werden, insbesondere durch einen stärkeren Fokus auf jene Gruppen, deren berufliche Zukunft am meisten von Weiterbildung abhängt."

Eine zentrale Empfehlung der Studie ist, die komplexen Strukturen der deutschen Weiterbildungslandschaft zu vereinfachen. Das bisherige System zeichnet sich durch dezentrale, föderale Strukturen, hohe Eigenverantwortung und starken Wettbewerb zwischen den Anbietern aus. Das macht es einfacher, maßgeschneiderte Angebote bereitzustellen, ist aber für Einzelne schwer zu überblicken, bietet wenig Vergleichbarkeit in Bezug auf die Qualitätsstandards der Anbieter und schafft ungleiche Zugangsvoraussetzungen. Es wäre sinnvoll, über ein nationales Weiterbildungsgesetz einen Rahmen zu etablieren, der Zuständigkeiten, Organisation, Anerkennung und Finanzierung regelt. Für Anbieter sollten Mindestqualitätsstandards eingeführt werden.

Zeitmangel und fehlendes Wissen über die eigenen rechtlichen Ansprüche halten viele Menschen von der Teilnahme an Weiterbildungsangeboten ab. Die Studie empfiehlt, den Anspruch auf Bildungszeiten und Bildungsurlaub regionen- und branchenübergreifend zu vereinheitlichen und die finanziellen Fördermöglichkeiten für Weiterbildung nutzerfreundlicher zu gestalten. Darüber hinaus empfiehlt die Studie, Angebote zum Erwerb von Teilqualifikationen bundesweit auszubauen, zu standardisieren und so zu gestalten, dass diese auf dem Arbeitsmarkt problemlos anerkannt werden. Beispiele aus Dänemark, Finnland und anderen Ländern zeigen, dass modularisierte Teilqualifikationen für mehr Inklusivität sorgen können, weil sie flexibler auf die Bedürfnisse der Menschen eingehen.

Desweiteren empfiehlt die Studie, Konzepte und Kampagnen zu entwickeln, die gezielt Menschen mit geringen Grundkompetenzen ansprechen. Diese Gruppe sucht seltener aktiv nach Weiterbildungsmöglichkeiten und ist auch durch Informationskampagnen oft nur schwer für Weiterbildung zu gewinnen. Die Studie empfiehlt, dass Bund und Länder in einer gemeinsamen Initiative kostenlosen oder kostengünstigen Zugang zu Lernangeboten im gesamten Bundesgebiet schaffen. Diese Angebote sollten praxisnah und problemorientiert angelegt sein und idealerweise im Arbeitskontext stattfinden. Die Studie beschreibt Beispiele aus anderen OECD-Ländern, darunter das UnionLearn-Programm in Großbritannien, die auf diese Weise erfolgreich die Weiterbildungsteilnahme bei eher schwer erreichbaren Gruppen erhöht haben.

Die vollständige Studie auf Englisch sowie eine ins Deutsche übersetzte Zusammenfassung finden Sie hier.

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Call for Papers:
LEARNTEC 2022

Der Call for Papers für die LEARNTEC 2022 ist online! In Vorbereitung des LEARNTEC Kongresses 2022 haben Interessierte ab sofort wieder die Möglichkeit, ihre Ideen zu Themen und Referenten in Deutsch oder Englisch einzubringen.

Ziel für das kommende Jahr ist es, den Ausbau an interaktiven und kollaborativen Formaten mit dem Kongress weiter voranzutreiben. Daher freuen sich die Veranstalter auch über Einreichungen, die neben einem spannenden Thema ebenfalls ein kurzes Konzept zu kollaborativen Formaten enthalten, die im Rahmen des Kongresses umgesetzt werden können.

Einsendeschluss ist der 23. Mai 2021. Alle Informationen und Kriterien zur Ausschreibung finden Sie hier.
EADL Members Conference 2021:
DIGITAL TRANSFORMATION in FLEXIBLE LEARNING

Die EADL-Konferenz 2021, die ursprünglich in Berlin stattfinden sollte, wird nun virtuell mit einem angepassten Programm als EADL Members Conference am 6. und 7. Mai 2021 abgehalten. 

Zum Veranstaltungsmotto "DIGTAL TRANSFORMATION IN FELXIBLE LEARNING" erwarten Teilnehmerinnen und Teilnehmer großartige Referenten und Themen. Mit dabei sind unter anderem Dr. Anja C. Wagner von FrolleinFlow, Andreas Kambach von Area9 Lyceum, Thomas Fetsch von Proctorio Deutschland und Lorraine Dallmeier von Formula Botanica.



Die Teilnahme an der Konferenz ist für EADL-Mitglieder sowie für Mitglieder der nationalen Verbände mit EADL-Mitgliedschaft, darunter auch der Bundesverband der Fernstudienanbieter e. V., kostenlos.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Konferenz und können sich jetzt kostenlos registrieren: https://www.eadl.org/conference-2021/ 

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Veranstaltungen


6./7. Mai 2021: EADL Members Conference
Zu seiner eigentlich in Berlin geplanten Konferenz lädt der europäische Verband seine Mitglieder nun im Mai via zoom ein. Die Konferenz steht unter dem Motto "DIGITAL TRANSFORMATION in FLEXIBLE LEARNING". Da der Bundesverband der Fernstudienanbieter Mitglied im EADL ist, sind auch seine Mitglieder herzlich zur Konferenz willkommen. Alle Infos... 

18. Mai 2021: Nominierungsstart "Tutor des Jahres 2022"
Auch in diesem Jahr startet der Verband zusammen mit FernstudiumCheck wieder in eine neue Runde auf der Suche nach Deutschlands beliebtesten Tutoren. Kandidaten für das Online-Voting können vom 18. Mai bis 17. Juni 2021 online nominiert werden: 
https://www.fernstudiumcheck.de/tutor-des-jahres-2022 (Achtung: der Link ist erst mit Nominierungsstart aktiv!)

18. Mai 2021: Barrierefreiheit & leichte Sprache in der digitalen Bildung
Mit diesem Webinar startet der Verband in die Veranstaltungsreihe "Digitale Bildung". In einem Impulsvortrag werden erste Ideen für eine Barrierefreiheit und leichte Sprache in der digitalen Bildung aufgezeigt. Dabei geht es nicht um die Vermittlungen konkreter oder akkreditierter Konzepte, sondern es sollen erste Ideen und Umsetzungsstrategien zur Diskussion gestellt werden, die in einer anschließenden Austauschrunde reflektiert und ergänzt werden können. Als Referentin freut sich Frauke Remmers auf Sie. Alle Infos...

1. Juni 2021: Marketingmaßnahmen: Zielgruppen kennen & erreichen
Diesem Titel widmet sich die zweite Veranstaltung der Webinarreihe "Digitale Bildung". Ein einführender Vortrag soll dazu einladen, dass die Teilnehmer Aktionsimpulse bekommen, ohne dass komplett vollständige Konzepte enthalten sind. In einer anschließenden Austauschrunde können die genannten Impulse diskutiert und um eigene Vorschläge und Erfahrungen ergänzt werden. Alle Infos...

15. Juni 2021: Der digitale Ausbilder
Erfahren Sie im letzten Teil unserer Veranstaltungsreihe "Digitale Bildung", wie Unternehmen Auszubildende digital begleiten und unterstützen können! Die Veranstaltung richtet sich an Teilnehmende, die entweder selbst Ausbilder in ihren Unternehmen sind (oder es werden wollen), für Auszubildende verantwortlich sind bzw. Auszubildende betreuen und alle Interessierten, die auch für die Personalentwicklung Impulse, z.B. für die Organisation von Weiterbildungen, suchen. Alle Infos...

24. Juni 2021: Studienpreisverleihung auf der LEARNTEC xChange
Eigentlich auf einer realen Bühne sollten im Juni die Studienpreise in den Kategorien "Studienangebote des Jahres" und "Fernstudienprojekt(e) des Jahres" vor Fachpublikum auf der LEARNTEC in Karlruhe verliehen werden. Nach Absage der Messe verlagern wir nun auch unsere Preisverleihung in den virtuellen Raum und küren unsere Gewinner im Rahmen der LEARNTEC xChange.

30. Juni 2021: Bewerbungsschluss für den Studienpreis
Auf der Suche nach Preisträgern in den Studienpreiskategorien "Fernlerner/in des Jahres", "Fernstudent/in des Jahres" und "Lebenslanges Lernen" endet am 30. Juni die Bewerbungsfrist für Absolventinnen und Absolventen von Weiterbildungen in Fernunterricht und Fernstudium. Alle Infos...

17. August 2021: Onlinevoting zum "Tutor des Jahres 2022" startet
In einem großen Publikumsvoting sind alle Absolventinnen und Absolventen und Fernstudienbegeisterte aufgerufen, IHREM "Tutor des Jahres" in dem gemeinsamen Publikumsvoting des Verbandes und FernstudiumCheck ihre Stimme zu schenken. Alle nominierten Kandidaten stellen sich auf einer noch bekanntzugebenen Website ihrem Publikum vor.

30. September 2021: Preisverleihung "Tutor des Jahres"
In einer virtuellen Veranstaltung wird das Geheimnis um den "Tutor des Jahres 2022" gelüftet. Seien Sie dabei und erfahren Sie live, wer in diesem Jahr die TOP 10 erreichen konnte und vor allem, wer sich "Tutor des Jahres 2022" nennen darf.


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Prof. Dr. Ronny Fürst (Vizepräsident),
Dr. Markus Lermen (Vizepräsident),
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Registergericht: Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
Vereinsregister Registernummer: VR 20854 Nz

Redaktion:
Daniela Lobitz (PR-Referentin)
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