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Newsletter: September 2021

  1. Ausgezeichnet: Sophie Sander ist „Tutorin des Jahres 2022"!
  2. FachForum 2021 #Bildung #nachhaltig #digital
  3. Sponsor werden!
  4. Branchenmonitor Digitale Bildung in Deutschland: Fernstudienmarkt wächst weiter
  5. Neue Mitglieder
  6. Netzwerk Bildung Digital: Dialogforum - Qualifizierungen in der Digitalität 
  7. Weiterbildungsverhalten in Deutschland
  8. Veranstaltungen
Ausgezeichnet: Sophie Sander ist „Tutorin des Jahres 2022"!

Zu einem großen Onlinevoting rief der Bundesverband der Fernstudienanbieter zusammen mit dem Bewertungsportal FernstudiumCheck im Rahmen des Studienpreises #Bildung #digital #vernetzt auf. Fernstudierende konnten ihre Lieblings-Tutoren erst nominieren und später per Mausklick in der Abstimmung unterstützen. Am Ende siegte Sophie Sander von der Deutschen Hotelakademie. Sie wurde heute zur „Tutorin des Jahres 2022“ gekürt.

„Ich liebe es, jeden Tag bewundernswerte und beeindruckende Menschen kennenzulernen, die mit einer Weiterbildung in ihrem Leben den nächsten Schritt gehen möchten“, verkündet Sophie Sander in ihrer Bewerbung für das Onlinevoting zum „Tutor des Jahres 2022“. Seit 2019 unterstützt die staatlich geprüfte Betriebswirtin das Team der Deutschen Hotelakademie in Köln. „Als Studientutorin habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, den Teilnehmern immer etwas mehr zu geben, als sie erwarten, sodass sie mit einem positiven Gefühl und einem Lächeln aus dem Gespräch gehen“, beschreibt Sander das eigene Selbstverständnis, mit dem sie tagtäglich ihrem Job als Lernbegleiterin nachkommt. Und das erfolgreich - denn die Studierenden haben sie nun zur „Tutorin des Jahres 2022“ gewählt.

Die Konkurrenz war groß: 46 nominierte Tutorinnen und Tutoren von 22 Instituten und Hochschulen stellten sich der Online-Abstimmung und wetteiferten um mehr als 3.500 abgegebene Stimmen. „Sie alle zählen schon allein aufgrund ihrer Nominierungen zu Deutschlands beliebtesten Tutoren“, so Verbandspräsident Mirco Fretter. Doch am Ende konnte nur eine gewinnen und das Rennen für sich entscheiden. Dabei blieb es bis zum Schluss spannend. Denn trotz größerer Unterschiede in der Anzahl der erhaltenen Stimmen entschied letztlich der durchschnittliche Punktwert, der über positive Bewertungsstatements erlangt werden konnte, über die Platzierung im Voting. Mit überdurchschnittlich vielen, sehr positiven Bewertungen konnte sich schließlich Sophie Sander mit 7,5 von 8 maximal möglichen Punkten den Platz an der Spitze sichern.

Auf die Plätze zwei und drei wählte das Publikum Birgit Barthels und Stephan Hagenkord, beide von der karriere tutor GmbH. Alle Informationen zum „Tutor des Jahres“ finden Sie hier.

In einem Facebook-Live wurde die Bekanntgabe am 30. September 2021 übertragen. Wer nicht dabei sein konnte, kann hier noch einmal in die Veranstaltung hineinschauen. Neben den drei bereits genannten TutorInnen auf den Spitzenpositionen wurden auch die Top-Ten-Platzierungen bekanntgegeben.

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FachForum 2021 #Bildung #nachhaltig #digital

Mit dem FachForum 2021 lädt der Bundesverband der Fernstudienanbieter im November zu einem digitalen Veranstaltungstag ein, der neben nationalen und internationalen Best-Practice-Vorstellungen der Branche auch ein wissenschaftliches Datenfundament für Trends und Entwicklungstendenzen liefert.

Erleben Sie am Mittwoch, dem 10. November 2021, einen digitalen Veranstaltungstag, der dazu beitragen soll, sich über realistische Szenarien zu verständigen, zukunftsweisende Fragestellungen zu identifizieren und Antworten auf die Frage zu finden, wie digitale Bildung zeitgemäß, attraktiv UND nachhaltig angeboten werden kann. In sechs Impulsbeiträgen namhafter Referenten erwarten Sie nationale und internationale Best-Practice-Vorstellungen der Branche und ein wissenschaftliches Datenfundament, das Aussagen über Trends und Entwicklungstendenzen liefert.

Erste Programmhighlights stehen schon heute fest. Freuen Sie sich auf Fachbeiträge zu folgenden Themen:

  • Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt – 
    Neue Anforderungen an das Bildungspersonal
    Michael Härtel
    Leiter des Arbeitsbereiches „Lehren und Lernen, Bildungspersonal"
    BIBB – Bundesinstitut für Berufsbildung
  • Hard Trends and Soft Trends and the Future of Learning
    Ger Driesen
    Learning Innovation Leader

  • Leistungsspektrum und Restriktionen von Online-Klausuren
    Prof. Dr. Ronny Fürst
    Geschäftsführer der AKAD Bildungsgesellschaft mbH und Kanzler der AKAD University,
    Vizepräsident des Bundesverbandes der Fernstudienanbieter


Außerdem freuen wir uns auf ein Grußwort zur Veranstaltung von Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung und weitere Impulsbeiträge.

Als Moderatorin führt Sie Dr. Hanna Proner, Direktorin Wissenschaft und Hochschule des Zeitverlags Gerd Bucerius GmbH & Co. KG, durch den Veranstaltungstag.

Zwischen den Veranstaltungsblöcken laden wir Sie zu einer interaktiven Mittagspause inklusiver digitaler Netzwerkmöglichkeiten ein.

Die digitale Teilnahme am FachForum 2021 ist kostenfrei - hier können Sie sich anmelden!

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie auch auf www.fachforum.de


Ein herzliches Dankeschön für ihre Unterstützung gilt unseren Hauptsponsoren:

Premiumpartner
Fernstudium Direkt, Edudip

Sponsorship Gold-Edition
Klett Corporate Education Services

weitere Sponsoren:

FernstudiumCheck, StudyCheck

Sponsor werden!

Im Rahmen der ganztägigen Online-Veranstaltung bieten wir Unternehmen die Möglichkeit, sich und ihre Produkte ohne Streuverluste vor, während und nach der Veranstaltung öffentlichkeitswirksam einem Fachpublikum zu präsentieren und somit Sponsor der Veranstaltung zu werden. 

Das Sponsorenkonzept für das FachForum 2021 beinhaltet drei Buchungsoptionen. Im Premium-Paket bieten wir Ihnen die Möglichkeit, live in direkte Gespräche zu gehen oder Interessierten eigene Präsentationen zu zeigen.

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Branchenmonitor Digitale Bildung in Deutschland:
Fernstudienmarkt wächst weiter

Die Nachfrage nach Fernstudienangeboten wächst weiter, begleitende Präsenzseminare und Prüfungen werden digitalisiert und die Lehr-Lern-Medien der Zukunft sind audio-visuell. Fernstudierende begrüßen diese Entwicklung und möchten mehrheitlich auch nach der Pandemie auf die neuen Formate zurückgreifen. Das sind die zentralen Ergebnisse der Erhebung des „Branchenmonitor Digitale Bildung in Deutschland“, die die forsa Politik- und Sozialforschung GmbH im Auftrag des Bundesverbandes der Fernstudienanbieter erstellt hat.

Der deutsche Weiterbildungsmarkt hat in den vergangenen Monaten massive Umbrüche erfahren. Präsenzangebote verlieren an Bedeutung, die Bedürfnisse der Lernenden verändern sich und werden zunehmend heterogener. Digitale Bildung wird mehr und mehr auch in der Bildungspolitik als neue Wunderwaffe erkannt, um die Weiterbildungsbeteiligung in Deutschland zu erhöhen. Im Zuge der Corona-Pandemie hat sich diese schon zuvor begonnene Entwicklung rasant beschleunigt. „Würde es Fernunterricht nicht schon geben, wäre er sicher mit Beginn der COVID-Krise erfunden worden“, ist sich Mirco Fretter, Präsident des Bundesverbandes der Fernstudienanbieter, sicher. Doch es gibt dieses Konzept der Wissensvermittlung auf Distanz schon seit vielen Jahrzehnten. „Es ist etabliert und brilliert geradezu in den vergangenen Monaten, da im Angesicht der Corona-Pandemie einmal mehr deutlich wird, dass es vor allem digitale Angebote und Lösungen sind, die Wirtschaft und Gesellschaft Möglichkeiten aufzeigen, der Krise zu begegnen!“


Wie erfolgreich der deutsche Fernstudienmarkt ist, belegen die aktuellen Zahlen, die der Bundesverband der Fernstudienanbieter Anfang September veröffentlicht hat. Im Rahmen des „Branchenmonitor Digitale Bildung in Deutschland“ befragte die forsa Politik- und Sozialforschung GmbH im Auftrag des Verbandes Anbieter von Fernunterricht und Fernstudium in zwei Erhebungszyklen nach den Herausforderungen der Branche, ihren Wachstumserwartungen und Zukunftstrends.

Marktentwicklung: Die Nachfrage nach Fernstudienangeboten wächst

Vor allem die aktuellen Entwicklungsprognosen der befragten Fernstudienanbieter, bezogen auf die eigenen Unternehmen, sind erfreulich. So erwartet eine große Mehrheit von 73 Prozent der Fernlehranbieter mittelfristig stärkere Auswirkungen durch die Corona-Krise und diese fallen meist positiv aus. Denn die Nachfrage nach Fernstudienangeboten ist in den vergangenen Monaten extrem angestiegen. Viele Berufstätige haben im Homeoffice festgestellt, was Fernstudierende schon lange wissen: nämlich, wie gut Arbeit und Kommunikation auch über die Distanz funktionieren können. Sie nutzen nun diese Erkenntnis für ihre berufliche Weiterentwicklung, indem sie sich für ein Fernstudium entscheiden, das sich als absolut krisensicher erwiesen hat.

49 Prozent der befragten Institute erwarten durch den Anstieg der Teilnehmerzahlen daher auch eine Umsatzsteigerung für das eigene Unternehmen. Dem gegenüber stehen jedoch 20 Prozent der Bildungsanbieter, die befürchten, dass die generell gestiegene Nachfrage nach Fernunterricht und Fernstudium zu Umsatzeinbußen für das eigene Haus führen kann, da mehr Wettwerber auf den Markt strömen werden.

Auch die Zahlen des Branchenmonitors belegen die gestiegene Nachfrage nach Fernstudienangeboten. Bereits im Herbst 2020 bat der Verband die befragten Anbieter die Entwicklung der Teilnehmerzahlen im Vergleich zum Vorjahr zu prognostizieren. Etwa die Hälfte der Institute (51 %) ging schon für 2020 von etwas oder deutlich steigenden Kursteilnehmer- bzw. Studierendenzahlen aus. „Diese Erwartungen wurden in der Ergänzungsbefragung im Frühjahr 2021 sogar noch einmal übertroffen, in der 59 Prozent der befragten Institute berichten, dass die Zahl der Kursteilnehmer bzw. Studierenden im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr etwas (25 %) oder sogar deutlich (34 %) gestiegen ist“, berichtet der Verbandspräsident. Gleichzeitig gehen fast alle Anbieter (92 %) davon aus, dass die Nachfrage nach Distance-Learning-Angeboten auch zukünftig als Folge der Corona-Pandemie weiter steigen wird. Vor allem nicht-akademische Fernunterrichtsanbieter erwarten weiterhin „stark“ steigende Nachfragen.

Besonders gefragte Fernstudienangebote

Der „Branchenmonitor Digitale Bildung in Deutschland“ liefert jedoch nicht nur Einschätzungen von Bildungsanbietern zur eigenen wirtschaftlichen Lage und der Entwicklung der Teilnehmerzahlen in Fernunterricht und Fernstudium, sondern auch ein Bild darüber, welche Themenbereiche in der beruflichen Weiterbildung derzeit besonders gefragt sind. Mit 56 Prozent werden bei nicht-akademischen Anbietern vor allem Fernkurse angeboten und belegt, die dem Themenbereich „Wirtschaft/BWL/kaufmännische Praxis“ zuzuordnen sind. An zweiter Stelle folgen mit jeweils 29 Prozent Kurse in den Bereichen „Gesundheit/Medizin/Pflege/Ernährung“, „Informatik/Digitale Medien/EDV“ sowie „Pädagogik und Sozialwesen“. Jeweils 23 Prozent der Institute haben Fernlernangebote aus den Bereichen Technik/Logistik/Bauen sowie Kommunikation/PR im Portfolio. 21 Prozent bieten Weiterbildungen im Bereich „Psychologie/Verhaltenstraining“, jeweils 19 Prozent auf den Themenfeldern „Sprachen“ bzw. „Tourismus/ Gastgewerbe“ an. Weitere Angebote gliedern sich in die Themenbereiche „Allgemeinbildung/Schulabschlüsse“ sowie „Recht/Verwaltung“ (jeweils 17 %) oder „Sport und Fitness“ (15 %) ein.

Auch bei den Hochschulen liegen Fernstudienangebote im Bereich der „Wirtschaftswissenschaften“ (50 %) an erster Stelle. 35 Prozent der akademischen Anbieter haben im Bereich „Informatik“, jeweils 30 Prozent in den Bereichen „Ingenieurwissenschaften“ bzw. „Sozialwissenschaften“, 20 Prozent im Bereich „Humanmedizin/Gesundheits-wissenschaften“, 15 Prozent in „Mathematik/Naturwissenschaften“, zehn Prozent in „Geisteswissenschaften“ und jeweils fünf Prozent in „Rechtswissenschaften“ bzw. „Sport“ Fernstudienangebote im Portfolio.

41 Prozent der im Frühjahr erneut befragten Institute berichten, dass sie seit Beginn der Corona-Pandemie besonders häufig Anmeldungen zu bestimmten Lehrgangsthemen bekommen. Vor allem werden hier Angebote aus dem Themenbereich „Informatik“ (31 %) genannt. „Zu erklären ist dies wohl mit dem Digitalisierungsschub, der durch die Pandemie ausgelöst wurde“, wagt Prof. Dr. Ralf Haderlein, Vorstandsmitglied und Vorsitzender der Fachgruppe Fernstudium im Bundesverband, eine Interpretation der Ergebnisse. „Die BewerberInnen vermuten wahrscheinlich zu Recht, dass der Bereich der Informationstechnologie auch künftig weite Bereiche der Wertschöpfungsketten beeinflussen wird und sehen daher hier die größten Chancen, sich durch eine entsprechende Weiterbildung fit für diese zukünftige Entwicklung zu machen.“

Aus Herausforderungen werden Chancen

Trotz gestiegener Nachfrage sahen sich aber auch Bildungsunternehmen, die Fernunterricht und Fernstudium anbieten, in den vergangenen Monaten großen Herausforderungen gegenübergestellt. Nach den größten Herausforderungen für das eigene Unternehmen befragt, gaben bereits im Herbst 2020 20 Prozent der Bildungsanbieter an, diese würden vor allem darin bestehen, Präsenzkonzepte online umzusetzen bzw. zu erweitern. In einer Folgeerhebung im Frühjahr 2021 wuchs der Anteil sogar auf 40 Prozent an.

Für Fernunterrichtsanbieter galt es an dieser Stelle, vor allem digitale Alternativen für Präsenzveranstaltungen zu schaffen, die Fernstudienangebote häufig ergänzen. Und das schnell und rechtssicher, damit Lernende auch während des Lockdowns ihre Weiterbildungen beenden konnten. „Diese Umorganisation gelang den meisten Unternehmen sehr zeitnah und effizient“, berichtet Fretter. „Die Herausforderung wurde von der Branche schnell als Chance gesehen, noch schneller auf Kundenwünsche zu reagieren. Denn die Studierenden haben die Umstrukturierungen nicht nur sehr dankbar angenommen, sondern die Mehrheit möchte auch nach der Pandemie nicht mehr auf die neuen digitalen Formate verzichten“.

Das bestätigen auch aktuelle Erhebungen der beiden größten deutschen Fernschulen – ILS und sgd. In einer repräsentativen Umfrage haben beide Häuser bereits im Frühjahr, also während des Lockdowns, mehr als 2.500 Fernlernende befragt, ob sie lieber an ursprünglich vorgesehenen Präsenzseminaren teilgenommen hätten, als aufgrund der Pandemie alternativ an angebotenen Online-Veranstaltungen. „Das Ergebnis war eindeutig: 66 Prozent der Fernstudierenden verneinten diese Fragen klar und sprachen sich schon damals für die digitale Durchführung von Seminaren aus“, berichtet Jens Greefe, pädagogischer Leiter des ILS. Auf die Frage, ob Studierende auch unabhängig von Lockdown-Phasen lieber Online-Seminare besuchen würden, sprach sich eine überwiegende Mehrheit von 59 Prozent klar für eine weiterhin ortsunabhängige Durchführung von Seminaren aus. 19 Prozent zeigten sich unentschlossen und lediglich 22 Prozent wollten zurück zu den herkömmlichen Präsenzseminaren.

Eine viel größere Herausforderung stellt für Fernstudienanbieter jedoch die Schaffung von digitalen Prüfungsalternativen dar. „Hier scheitert eine Umsetzung weniger an den technischen Ressourcen oder dem Willen der Anbieter, sondern vielmehr an veralteten, gesetzlichen Strukturen“, informiert der Verbandspräsident. Online-Prüfungen gerade in Zeiten von Kontaktbeschränkungen, aber auch grundsätzlich, komplettieren die Angebote von Fernunterricht und Fernstudium. Denn wer flexible Bildung schätzt, möchte auch Prüfungen orts- und zeitunabhängig ablegen. Neben Open-Book-Klausuren ist vor allem Online-Proctoring (proctor = beaufsichtigen) zum neuen Schlagwort geworden: Studierende können Prüfungen online unabhängig von Ort und Zeit ablegen. Die Prüfungsaufsicht erfolgt virtuell und Betrugsversuchen wird mittels digitaler Tools entgegengewirkt. Bereits VOR der Pandemie haben Fernstudienanbieter digitale Klausur-Konzepte entwickelt, um speziellen Zielgruppen (u. a. Berufstätige und Spitzensportler) eine gesellschaftliche Teilhabe an (akademischer) Bildung zu ermöglichen. „Evaluationen zeigen, dass die Zielgruppe das Format sehr schätzt und es zu Zeiten nutzt, an denen Präsenzangebote nicht durchführbar sind“, so Prof. Dr. Ronny Fürst, Vizepräsident für Digitale Bildung im Bundesverband und Kanzler der AKAD University. Im Rahmen der Trendstudie Digitale Medien 2021 befragte auch die Euro-FH ihre Studierenden, ob sie sich sogenannte „Proctoring-Klausuren“ vorstellen können. War dies im Januar 2020 lediglich für die Hälfte der Befragten eine Option, fanden bereits im September 2020 65 Prozent der Befragten das Konzept attraktiv. Die Erfahrungen aus der Pandemie, so legen die Ergebnisse nahe, haben die Offenheit gegenüber Online-Prüfungsformaten erhöht, und dies über alle Altersgruppen hinweg. Speziell die im Januar noch eher skeptischen Altersgruppen ab 40 Jahren aufwärts haben ihre Haltung deutlich verändert.

„Was jedoch fehlt und die Digitalisierung von Prüfungen somit zu einer der größten Herausforderungen vor allem für akademische Bildungsanbieter macht, sind bundeseinheitliche Standards für Online-Prüfungen und deren rechtssichere Durchführung“, bemängelt Fürst. Doch gerade die letzten Monate haben gezeigt, wie wichtig alternative Prüfungskonzepte sind. Der Bundesverband der Fernstudienanbieter setzt sich daher dafür ein, neue Standards für die Anwendung von Online-Klausuren als Ergänzung des herkömmlichen Prüfungswesens zu entwickeln und somit auf die Auswirkungen der Pandemie und die Bedürfnisse von Studierenden zu reagieren. „Wir fordern die Politik auf, ganz aktuell die Chance zu nutzen, Bildungsgesetze zukunftsfähig zu gestalten und die Digitalisierung auch in der Bildung zu fördern, anstatt sie auszubremsen“, ergänzt Verbandspräsident Mirco Fretter.

Weitere Herausforderungen für ihr Unternehmen sahen die Teilnehmer des Branchenmonitors im Herbst 2020 darin, neue Bildungsangebote zu schaffen (12 %), wettbewerbsfähig zu bleiben (7 %) und in der Personalgewinnung (7 %). Im Frühjahr 2021 benannten jeweils 10 Prozent der Befragten die Notwendigkeit, die Digitalisierung im eigenen Unternehmen generell weiter voranzutreiben, als Herausforderung bzw. in Technik zu investieren. Auch Kundenerwartungen zu erfüllen sowie fluide Organisations- und Arbeitsformen zu etablieren, zählen zu den größten Herausforderungen aufgrund der Corona-Pandemie.

Die Lehr-Lern-Medien der Zukunft sind audio-visuell

Ein nicht unwesentlicher Punkt, um wettbewerbsfähig zu bleiben und Kundenerwartungen zu erfüllen, ist der Einsatz zeitgemäßer Studienmaterialien. Im vergangenen Herbst gaben 75 Prozent der befragten Institute an, Studienmaterialien als PDF zu nutzen. 67 Prozent setzen audio-visuelle Medien online ein, 60 Prozent gedruckte Studienmaterialien. Weniger als die Hälfte der Anbieter (47 %) setzt Studienmaterialien ein, die ausschließlich online zur Verfügung gestellt werden, 38 Prozent nutzen im Rahmen ihrer Fernlern-Angebote Online-Learning-Nuggets, 21 Prozent audio-visuelle Medien, die offline eingesetzt werden, 13 Prozent VR/AR-Medien und lediglich sieben Prozent MOOCs.

Die Tendenz, stärker auf digitale Lehr-Lern-Medien zu setzen, ist dabei bei akademischen Anbietern stärker ausgeprägt als bei den nicht-akademischen. Nach ihrer Einschätzung befragt, welche der genannten Lehr-Lern-Medien in Zukunft im Bereich Fernunterricht und Fernstudium an Bedeutung gewinnen oder auch verlieren werden, ergibt sich unter den befragten Bildungsanbietern ein recht klares Meinungsbild: Eine große Mehrheit der Institute geht davon aus, dass audio-visuelle Medien online (77 %), Studienmaterialien ausschließlich online (75 %) sowie Online-Learning-Nuggets (62 %) künftig an Bedeutung gewinnen werden. Etwas mehr als die Hälfte meint zudem, dass auch VR-/AR-Medien (55%) in vielen Bereichen an Bedeutung gewinnen werden.

Umgekehrt geht eine große Mehrheit der Befragten von einem Bedeutungsverlust audio-visueller Medien offline und gedruckten Studienmaterialien aus. Etwas uneinheitlicher fällt das Meinungsbild zur künftigen Bedeutung von MOOCs und Studienmaterialien als PDF aus.

Corona verschärft den Fachkräftemangel – digitale Bildung bietet Lösungen

Bereits Ende 2020 veröffentlichte der Bundesverband der Fernstudienanbieter erste Ergebnisse des „Branchenmonitor Digitale Bildung in Deutschland“. In einer bundesweiten Befragung wurden mehr als 400 Wirtschaftsunternehmen verschiedener Branchen kontaktiert, um zu ermitteln, welche Probleme und Bedarfe es bei der Personalgewinnung gibt, in welchen Bereichen Weiterbildungen nötig wären, in welchem Umfang unternehmensintern berufsbezogene Fortbildungen angeboten und eingesetzt werden, in welchen Formen und Formaten dies geschieht und welchen Stellenwert digitale Weiterbildung in den Unternehmen aktuell bzw. zukünftig hat. Die Ergebnisse: Vor allem die Suche nach qualifiziertem Personal stellt alle Branchen gleichermaßen vor Probleme. Digitale Bildungsangebote können helfen und spielen eine immer größer werdende Rolle.

Die Zukunft der (Weiter-)Bildung ist digital

Sämtliche Untersuchungsergebnisse zeigen: die Attraktivität und die Akzeptanz digitaler Bildungsangebote steigt enorm. Die Zukunft der Bildung und vor allem der nebenberuflichen Weiterbildung gestaltet sich zunehmend digital, bedürfnisorientiert und nachhaltig. „Mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung bieten Fernstudienanbieter krisensichere Bildung und nutzen gleichsam den Digitalisierungsschub, der durch die Corona-Pandemie ausgelöst wurde, um Unternehmensstrukturen, Bildungsangebote und Prüfungskonzepte weiter zu digitalisieren und den Lebensrealitäten lernender Erwachsener anzupassen“, resümiert Verbandspräsident Mirco Fretter die Ergebnisse des Branchenmonitors.

Alle Ergebnisse des Branchenmonitors finden Sie hier.

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Klett Corporate Education Service GmbH

Als neues Mitglied in der Fachgruppe der Dienstleister begrüßen wir in diesem Monat die Klett Corporate Education Services GmbH. Sie erbringt Dienstleistungen für die Unternehmen der Deutschen Weiterbildungsgesellschaft (DWG) in den Bereichen Digitale Transformation, Vertriebssteuerung und After Sales an Unternehmen und Einrichtungen der öffentlichen Hand und Beziehungsmanagement zu Verbänden, Vereinigungen und staatlichen Einrichtungen. Weitere Infos zum neuen Mitglied finden Sie hier: www.kces.education
Fernstudium Direkt

Auch das Bewertungsportal Fernstudium Direkt tritt dem Verband im September bei und verstärkt ab sofort die Fachgruppe der Dienstleister. Fernstudium Direkt ist das Vergleichs- und Bewertungsportal rund ums Thema Fernstudium.

Alle Infos zu unserem neuen Verbandsmitglied finden Sie hier: www.fernstudium-direkt.de 


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Netzwerk Bildung Digital:
Dialogforum - Qualifizierungen in der Digitalität

Als Partner des Netzwerk Bildung Digital beteiligt sich der Bundesverband der Fernstudienanbieter am 6. Okotber 2021 aktiv am vierten Dialogforum und ist im Panel zum Thema „Qualifizierungen in der Digitalität" vertreten.

Tilman Zschiesche, Mitglied des Verbandes und Geschäftsfüher ibbw-consult, stellt die Weiterbildung „Beauftragte für Medienbildung und Digitalkompetenz an Schulen" vor, die vom Verband in diesem Jahr mit dem Studienpreis in der Kategorie „Fernstudienprojekt des Jahres" ausgezeichnet wurde.  

Die Grundfragen des Panels, welches mit Vertretern der gesamten Bildungskette besetzt sein wird, lauten: Wie verändert sich die Aus-, Fort- und Weiterbildung in der digitalen Welt? Welche Kompetenzen benötigen das pädagogische Personal sowie Fach- und Führungskräfte, um die Potenziale digitaler Medien in innovativen Lehr-Lern-Formaten zu nutzen? 

In einem kurzen Videoeinspieler wird Verbandsgeschäftsführerin Katja Borns-Löhn die Chance nutzen, den Bundesverband und sein Wirken als auch seine Ziele allen Beteiligten vorzustellen. 

Die Teilnahme am Dialogforum von 13:30 bis 16:30 Uhr ist kostenfrei!

Im Panel diskutieren neben Tilman Zschiesche, Karin Reichel (FrauenComputerZentrumBerlin e.V.) und Christoph Thyssen (AG Didaktik der Biologie, Technische Universität Kaiserslautern) über Bedarfe und notwendige Kompetenzen für Qualifizierungsangebote in der Digitalität.

Hier können Sie sich anmelden...

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Weiterbildungsverhalten in Deutschland:
Karliczek: „Erfreulicher Trend bei der Weiterbildung – auch in Corona-Zeiten“

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat den Bericht „Weiterbildungsverhalten in Deutschland 2020“ veröffentlicht. Dazu erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: „Immer mehr Menschen bilden sich weiter. Dieser Trend hielt erfreulicherweise auch im Corona-Jahr 2020 an, was nicht unbedingt zu erwarten gewesen wäre."

Die Ministerin weiter: „Der sogenannte Adult Education Survey 2020, mit dem das Weiterbildungsverhalten der Bevölkerung erhoben wird, nennt als wichtigste Befunde: Sechs von zehn Erwachsenen im Alter von 18 bis 64 Jahren haben im vorigen Jahr an mindestens einer Weiterbildung teilgenommen. Innerhalb von vier Jahren hat sich die Quote damit um zehn Prozentpunkte erhöht. Die Mehrheit der Deutschen ist sich der Notwendigkeit des lebenslangen Lernens also bewusst. Dies gilt besonders für Erwachsene mit einem hohen Bildungsstand, die weiterhin am häufigsten an Weiterbildungen teilnehmen. Aber auch bei geringer Gebildeten zeigt sich eine deutliche Zunahme. Die Quote ist bei Erwachsenen mit einfachem Schulabschluss in den letzten zehn Jahren von 27 Prozent auf 44 Prozent gestiegen. Dies zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Aber wir müssen noch besser werden. Denn gerade Geringqualifizierte sollten ihre Qualifikationen ausbauen, um auf dem Arbeitsmarkt Erfolg zu haben. Weiterbildung wird immer wichtiger, weil sich die Arbeitswelt durch die Digitalisierung verändert. Dies zeigt sich auch daran, dass immer mehr Beschäftige an der betrieblichen Weiterbildung teilnehmen - 2020 war es fast jeder Zweite. Das sind acht Prozentpunkte mehr als bei der letzten Erhebung vor zwei Jahren. Wir wollen gemeinsam mit unseren Partnern diesen erfreulichen Trend weiter stärken. Über die Nationale Weiterbildungsstrategie bauen wir die Weiterbildungskultur in Deutschland aus. So nutzen wir die Chancen, die der digitale Wandel mit sich bringt. Gleichzeitig müssen wir uns bewusst sein, dass dieser Wandel bei vielen Menschen für Unsicherheit sorgt. Es gilt daher, durch gute Begleitung und passende Angebote diese Unsicherheit zu minimieren.“

Der Adult Education Survey wird seit 2007 im Abstand von zwei bis drei Jahren in Deutschland durchgeführt. Er hat das Berichtssystem Weiterbildung abgelöst, mit dem bereits seit Anfang der 70er Jahre Daten zum Weiterbildungsverhalten der Bevölkerung in Deutschland erhoben werden. Alle vier Jahre findet die Erhebung europaweit statt, zuletzt im Jahr 2016. Für die vorliegende Studie hat Kantar Public im zweiten Halbjahr 2020 im Auftrag des BMBF insgesamt rund 5.800 Interviews mit Personen ab 18 Jahren durchgeführt.

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Veranstaltungen


9. November 2021: Mitgliederversammlung (digital)
Zu seiner jährlichen Mitgliederversammlung lädt der Verband am 9. November 2021 ein. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Präsidiumswahlen. Die Veranstaltung wird online durchgeführt. Eine Einladung geht allen Mitgliedern in den kommenden Tagen satzungsgerecht zu.

10. November 2021: FachForum 2021 #Bildung #digital #nachhaltig
Mit dem FachForum 2021 eröffnet der Verband das Aktionsjahr „Digitale Bildung - nachhaltig in die Zukunft". Erleben Sie einen rein digitalen Veranstaltungstag mit spannenden Impulsbeiträgen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Jetzt anmelden!

1. Dezember 2021: PreConference Workshop der Online Educa Berlin
Wie in jedem Jahr lädt der Verband auch 2021 wieder gemeinsam mit dem europäischen Verband (EADL) und dem BIBB zum Pre-Conference Workshop „Distance Education in Europe – Exchange of Experience and Knowledge Sharing“. Der Fokus der Veranstaltung liegt in diesem Jahr auf dem Thema „Learning Analytics“. Als Referenten erwarten Sie u.a. Jaap Jan Vroom vom Deltion College in den Niederlanden und Prof. Niels Pinkwart vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Der Workshop ist ab sofort buchbar. Alle Infos...

2. Dezember 2021: Fachgruppensitzung Fernunterricht
Zum Jahresende treffen sich die Fernunterrichts-Anbieter des Verbandes erneut zu einer Fachgruppensitzung. Die Themen des Tages werden rechtzeitig bekanntgegeben.


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Vertretungsberechtigtes Präsidium:
Mirco Fretter (Präsident),
Prof. Dr. Ronny Fürst (Vizepräsident),
Dr. Markus Lermen (Vizepräsident),
Andreas Vollmer (Vizepräsident)
 
Registergericht: Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
Vereinsregister Registernummer: VR 20854 Nz

Redaktion:
Daniela Lobitz (PR-Referentin)
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