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Newsletter: Juni 2022

Studienpreisverleihung auf der LEARNTEC

Nach über zwei Jahren Planung, konnte der Verband am 2. Juni endlich sein Vorhaben, die Studienpreise der Best-Practice-Kategorien auf der LEARNTEC in Karlsruhe live vor Fachpublikum zu verleihen, in die Tat umsetzen. Und nicht nur VerbandsvertreterInnen, sondern auch die PreisträgerInnen haben die Bühne und das anschließende Get-together gefeiert.

Auf der LEARNTEC-Bühne ausgezeichnet wurden in diesem Jahr:

  • Dr. Petra Becker von der APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft. Sie erhielt den Sonderpreis der Jury "Gesellschaft & Pandemie" von Laudatorin und Jurymitglied Saskia Heim aus dem ZEIT Verlag für den „Thesisband COVID-19: Gesundheitliche Folgen einer Pandemie“ überreicht.

  • Christian Beditsch und Jessica Kruse nahmen für die SRH Fernhochschule - The Mobile University den Sonderpreis anlässlich des Verbandsaktionsjahres „Digitale Bildung – Nachhaltig in die Zukunft“ von Verbandsgeschäftsführerin Katja Borns-Löhn für das Fernstudienprojekt „Nachhaltigkeit lehren und leben“ entgegen.

  • Marion Böller (LÜTTE SKOL Academy) freute sich über das "Studienangebot des Jahres 2022" für die digitale Weiterbildung „LÜTTE SKOL Musikpädagoge/in“. Den Preis überreichte ihr Vorstandsmitglied Jens Greefe vom ILS.

  • Den Titel „Fernstudienprojekt des Jahres 2022 – Gesellschaftliche Verantwortung“ vergab die Jury an das Calleo Institut für das Schulungssystem „Digitaler Medieneinsatz im Unterricht“. Urkunde und Trophäe nahm Geschäftsfüher Stefan Burggraf von Frieling von Verbandspräsident Mirco Fretter und Laudatorin Diana Bäuerle von der Flex-Fernschule entgegen.
  • Katja Poley nahm den Studienpreis auf der Bühne für das Studieninstitut für Kommunikation entgegen. Sie erhielt die Auszeichnung in der Kategorie „Fernstudienprojekt des Jahres 2022 – Besondere Serviceleistungen“ für den „Digital Dienstag – Wissensupdates in der Mittagspause“. Mit ihr freute sich Laudator und Jurymitglied Michael Janning, Business Manager SAP Learning– Technology.


Weitere bildliche Eindrücke finden Sie in unserem Facebook-Album der Verleihung. Nähere Informationen zu den prämierten Projekten gibt es auf www.studienpreis.org.

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Exklusive Netzwerkveranstaltung in Berlin


Zu einem Wiedersehen lädt der Verband seine Mitglieder im September nach Berlin ein und bietet ein exklusives Rahmenprogramm und beste Networking-Möglichkeiten. Höhepunkt der Veranstaltung: eine Podiumsdiskussion mit hochkarätigen Gästen.

Im Saal der Landesvertretung Bremen gibt der Verband seinen Mitgliedern im Rahmen eines exklusiven Netzwerktreffens nicht nur die Gelegenheit, nach zahlreichen digitalen Veranstaltungen wieder von Angesicht zu Angesicht mit anderen Verbandsmitgliedern in den direkten Austausch zu treten, sondern alle Gäste erwartet zudem eine interessante Podiumsdiskussion.

Dem Verband ist es ein Anliegen, gerade JETZT politisch die Weichen zu stellen, um die Zukunft der Bildung wirklich nachhaltig digital gestalten zu können. Diese dringende Notwendigkeit zum Anlass genommen, lädt er daher als Höhepunkt des Netzwerkabends zur Podiumsdiskussion:

Mehr digitalen Fortschritt wagen
Was es politisch braucht, um qualitätsgesicherte digitale Bildung in Deutschland nachhaltig und zukunftsfit zu gestalten

ein. Auf dem Podium diskutieren Harald Christ (Unternehmer, Politiker und Stifter), Dr. Julia Borggräfe (ehemalige Abteilungsleiterin für Digitalisierung und Arbeitswelt des Bundesministerium Arbeit und Soziales, heute bei Metaplan), Jacob Chammon, CEO Forum Bildung Digitalisierung/ Koordinator Netzwerk Bildung Digital und Verbandspräsident Mirco Fretter. Zudem ist Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger als weitere Diskussionspartnerin angefragt.

Persönliche Einladungen sind Verbandsmitgliedern bereits zugegangen!

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Praxiswebinar für Mitglieder:
Fernunterricht & Datenschutz

Nach dem interessaten und gut besuchten Webinar "Datenschutz & ePrivacy" im Mai lädt der Verband am 22. September zu einem zweiten Praxis-Webinar mit Lev Lexow ein.

Merken Sie sich schon heute den Termin vor, um mehr zum Thema "Fernunterricht & Datenschutz" zu erfahren! Auf der Agenda stehen die Themenkomplexe "Fernunterricht via Zoom & Co." (datenschutzrechtliche Mindestanforderungen, Umgang mit Kurs-Aufzeichnungen und weitere Praxisfragen) und "Online-Proctoring-Tools" (rechtliche Vorgaben, Einsatz Künstlicher Intelligenz und Praxisfragen). 

Anwalt Lev Lexow, Geschäftsführer der Legaltrust GmbH und selbst zertifizierter Datenschutzbeauftragter und Datenschutzauditor (TÜV), referiert zum Thema und steht im Anschluss für Fragen zur Verfügung!

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei und exklusiv Mitgliedern des Verbandes vorbehalten.

Ihre Teilnahme am Webinar können Mitglieder des Verbandes per Mail an geschaeftsstelle@fernstudienanbieter.de anmelden.

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Das FachForum 2022
wird zum Zukunftskongress 

Das jährliche FachForum des Bundesverbandes der Fernstudienanbieter wird 2022 zum Zukunftskongress und bildet den Abschluss des Aktionsjahres „Digitale Bildung – nachhaltig in die Zukunft“.  

Gemeinsam mit ReferentInnen und BesucherInnen der Veranstaltung will der Verband am 9. Nobember 2022 einen Blick in die Zukunft der Bildung und vor allem des digitalen Lernens werfen! Eingeladen sind Bildungsunternehmen, Pädagogen aber auch politische Vertreter zu einem digitalen Veranstaltungstag, der neben Best-Practice-Vorstellungen der Fernstudienbranche auch ein wissenschaftliches Datenfundament für Trends und Entwicklungstendenzen liefert.

Es erwarten Sie zwei moderierte Veranstaltungs-Panels mit spannenden Keynotes und anschließenden Diskussionsrunden zu den Themen „Zukunft der Arbeit“ und „Politik & digitale Bildung – Bremse oder Wegbereiter?“.

Zum Programm:

Gemeinsam mit Zukunftsforscher Tristan Horx starten wir in den Vormittag und laden zu einem „Future Talk“ ein. In seinem Beitrag verrät Horx, warum wir für den Wandel (auch in der Bildung) rebellieren müssen. Warum die „Fridays for Future“-Bewegung erst der Anfang ist, um die falsche Dichotomie zwischen Alt und Jung zu überwinden, das wahre Zeitalter der Rebellion – vielleicht sogar Revolution – erst jetzt beginnt und wie uns sogar eine Pandemie dabei hilft, den Wandel zu beschleunigen.

Mit der zweiten Keynote von Dr. Lutz Goertz, Leiter Bildungsforschung am mmb Institut - Gesellschaft für Medien- und Kompetenzforschung mbH, eröffnen wir den Nachmittag. Das mmb Institut versteht sich als Denkwerkstatt und Impulsgeber für die Innovation von Bildung und Lernen. Vor diesem Hintergrund forscht und berät es zu den Themen Digitalisierung & Lernen, Bildungsmärkte & EdTech, Technologien & Standorte, Qualifikationen & Kompetenzen sowie Arbeitsmarkt & Berufe. Goertz wird in seinem Beitrag auf aktuelle Ergebnisse der „Trendstudie mmb Learning Delphi“ eingehen. „EduTuber“ und „Micro Learning“ werden ebenso Thema sein wie das Themenfeld der digitalen Prüfungen.

In der Mittagspause sind alle Teilnehmenden herzlich eingeladen zwischen den Veranstaltungs-Blöcken die virtuellen Netzwerkmöglichkeiten mit anderen Teilnehmern zu nutzen!

Die digitale Teilnahme am Zukunftskongress 2022 ist kostenfrei!

Alle Infos zur Veranstaltung und eine Anmeldemöglichkeit finden Sie auf www.fachforum.de.

Hier finden Sie in den nächsten Wochen fortlaufend alle aktuellen Informationen zu den Inhalten und ReferentInnen des Zukunftskongresses 2022.


Die Veranstaltung wird von folgenden Partnern unterstützt:
SRH Fernhochschule - The Mobile University, Proctorio GmbH, FernstudiumCheck, Klett Corporate Education Services GmbH
 
Möchten auch Sie Partner des Zukunftskongresses 2022 werden? Dann finden Sie hier unsere Sponsoring-Angebote.

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Onepager zur Novellierung des Fernunterrichtsschutzgesetzes

Für den politischen Diskurs und den Austausch mit Vertretern von Ministerien, Parteien, Behörden und Verwaltung erarbeitet und veröffentlicht der Verband regelmäßig sogenannte Onepager zu ausgewählten Themen, in denen seine politischen Forderungen fokussiert und konkretisiert werden. Die jüngste Veröffentlichung gilt dem Deutschen Qualifikationsrahmen.

Der Verband fordert hierin, dass auch Fernlehrgänge, die dem Fernunterrichtsschutzgesetz (FernUSG) unterliegen und nach dem formalen Prozess durch die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht zugelassen sind, in den Deutschen Qualifikationsrahmen eingeordnet werden.

Den Onepager im Wortlaut finden Sie hier.


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BAfÖG-Reform beschlossen: Für mehr Chancengleichheit in der Bildung


Dem BAföG einen neuen Schub verleihen und damit die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger deutlich steigern: Das ist das Ziel der BAföG-Reform, die die Bundesregierung Anfang April auf den Weg gebracht hat. Der Bundestag hat dieser Reform nun zugestimmt. Nun muss noch der Bundesrat abschließend grünes Licht geben, damit die BAföG-Reform in Kraft treten kann.

Welches Ziel verfolgt die Bundesregierung mit der BAföG-Reform?

Für Studierende, Menschen in Ausbildung und Schülerinnen und Schüler, die mit BAföG gefördert werden, stehen laut Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger erhebliche Verbesserungen an. Das BAföG wird mit verschiedenen Maßnahmen attraktiver, moderner und flexibler gestaltet. Die Bundesregierung hat dazu Anfang April dieses Jahres eine Reform auf den Weg gebracht. Ziel ist es, mehr jungen Menschen und Erwachsenen unabhängig von ihrer Herkunft oder der finanziellen Situation ihrer Familie beste Bildungschancen zu bieten und Teilhabe und Aufstieg zu ermöglichen.

Die BAföG-Reform ist eine zentrale Maßnahme aus dem Koalitionsvertrag. Mit der Neuausrichtung des BAföG werden nun die ersten wesentlichen Schritte zur Umsetzung der Ziele aus dem Koalitionsvertrag verwirklicht.

Warum ist die Neuausrichtung des BAföG so wichtig?

Das BAföG ist der wichtigste Grundpfeiler der staatlichen Ausbildungsförderung. Es ermöglicht seit mehr als 50 Jahren vielen Menschen eine qualifizierte Ausbildung und damit einhergehende größere berufliche Chancen.

Zuletzt konnte das BAföG angesichts kontinuierlich sinkender Gefördertenzahlen sein Aufstiegsversprechen aber immer weniger einlösen. Ziel der Bundesregierung ist deshalb, mit der Reform die Zahl der BAföG-Empfängerinnen und -Empfänger wieder deutlich zu erhöhen.

Was sieht die BAföG-Reform vor?

Der Zugang zur Förderung soll für mehr Menschen geöffnet werden. Vorgesehen sind deshalb weitreichende Maßnahmen, darunter:

  • Die Erhöhung der Freibeträge um 20,75 Prozent, die Anhebung der Bedarfssätze um 5,75 Prozent sowie die Anhebung des Wohnzuschlags für Empfängerinnen und Empfänger, die nicht bei den Eltern wohnen, auf 360 Euro.
  • Zugleich wird die Altersgrenze auf 45 Jahre zu Beginn des zu fördernden Ausbildungsabschnitts angehoben und vereinheitlicht.
  • Darüber hinaus wird die digitale Beantragung des BAföG vereinfacht. Er soll nach der Umsetzung komplett digital angeboten werden.
  • Künftig sollen einjährige in sich abgeschlossene Auslandsstudiengängen gefördert werden, auch wenn sie komplett in Drittstaaten (außerhalb der EU) absolviert werden.
  • Außerdem wird die Möglichkeit eines Erlasses der Darlehensrestschuld nach 20 Jahren auch für Rückzahlungsverpflichtete in Altfällen eingeräumt.

Um bei bundesweiten gravierenden Krisensituationen wie beispielsweise die Corona-Pandemie schneller handeln zu können, kann die Bundesregierung künftig die Förderungsdauer des BAföG bei Bedarf entsprechend angemessen verlängern.

Was für ein Notfallmechanismus wird im BAföG ergänzt?

Das Bundeskabinett hat zudem Mitte Mai für das Bundesausbildungsförderungsgesetz – kurz BAföG – einen Notfallmechanismus beschlossen, damit in zukünftigen Krisensituationen Studierende sowie Schülerinnen und Schüler in Ausbildung schnell und gezielt unterstützt werden können.

Dieser Nothilfemechanismus soll dann greifen, wenn es wegen erheblicher Einbrüche auf dem Arbeitsmarkt für Studierende sowie für Schülerinnen und Schüler keine Nebenjobs mehr gibt, die sie neben ihrer Ausbildung ausüben können. Dies gilt für Krisensituationen – wie zum Beispiel während der Corona-Pandemie.

BAföG als Nothilfeförderung soll dann denjenigen offenstehen, die aus persönlichen Gründen sonst kein BAföG bekommen könnten – zum Beispiel wegen Überschreitens der Förderungshöchstdauer, nach spätem Fachrichtungswechsel, wegen fehlender Leistungsnachweise oder bei Personen jenseits der Altersgrenze, in Zweitausbildungen oder in Teilzeit.

Werden darüber hinaus weitere Maßnahmen folgen?

Die Reform erfüllt den Großteil der im Koalitionsvertrag vereinbarten Modernisierungsvorhaben des BAföG. Der Bundesregierung war es wichtig, dass die Reform zügig erfolgen kann. Die Änderungen sollen überwiegend zum 1. August in Kraft treten und die Wirkung damit für BAföG-Geförderte bereits im kommenden Wintersemester oder Schuljahr spürbar sein.

Weitere Maßnahmen, für die umfangreichere Abstimmungen nötig sind, sollen in einem weiteren Schritt umgesetzt und auf den Weg gebracht werden.

Informationen des BMBF zur BAfÖG-Reform

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Nationaler Bildungsbericht 2022:
Die Corona-Pandemie hat Digitalisierung der Weiterbildung beschleunigt


Am 23. Juni 2022 ist der nationale Bildungsbericht „Bildung in Deutschland 2022” erschienen, der die zentralen Leistungen und Herausforderungen des gesamten deutschen Bildungssystems darstellt. Schwerpunktthema 2022 ist das Bildungspersonal und dessen Struktur, Entwicklung, Qualität und Professionalisierung. Der Bericht beleuchtet die Entwicklung des Bildungssystems unter den Bedingungen der Corona-Pandemie.

Kein anderer Faktor hat sich in den letzten Jahrzehnten so stark auf die Weiterbildung ausgewirkt wie die Corona-Pandemie. Im ersten Halbjahr 2020 ist etwa das betriebliche Weiterbildungs-Engagement um 21 Prozentpunkte gesunken; Angebote wurden häufig auf digitale Formate umgestellt. Das pädagogische Personal erlitt durch diese besonderen Beschäftigungsbedingungen zeitweise starke Einkommensverluste. Die Weiterbildungsbeteiligung blieb trotz der (lockdownbedingten) Einschränkungen im Jahr 2020 hoch: Unter den 18- bis 69-Jährigen bildeten sich 57 Prozent non-formal und sogar 69 Prozent informell weiter. Der hohe Bedarf an Weiterbildung erklärt sich u. a. durch den Struktur- und Klimawandel sowie die fortschreitende technologische Entwicklung. Er beschert dem Bildungsbereich auch höhere bildungspolitische Aufmerksamkeit: die Bildungspolitik reagierte u. a. mit der Nationalen Weiterbildungsstrategie auf drängende Herausforderungen wie der Qualifizierung von Fachkräften oder der Fort- und Weiterbildung des Bildungspersonals.

Der Trend geht deutlich zu kürzeren und digitalen Veranstaltungen, die sich auf die verschiedenen Anbietertypen jedoch sehr unterschiedlich verteilen. Offen bleibt, wie die Anbieterlandschaft der Weiterbildung in den nächsten Jahren aufgestellt sein muss, um annähernd gleiche Beteiligungschancen für alle Erwachsenen in Deutschland zu ermöglichen. Nicht zuletzt, weil sowohl das Lernen Erwachsener mit digitalen Medien als auch der regionale Zugang zu Weiterbildung in Deutschland ungleich verteilt sind.

Alle Ergebnisse stehen kostenlos und digital zur Verfügung bildungsbericht.de.

Der nationale Bildungsbericht „Bildung in Deutschland“ wird alle zwei Jahre auf Basis von amtlichen Statistiken sowie sozialwissenschaftlichen Daten und Studien erstellt. Als systematische Bestandsaufnahme des gesamten Bildungswesens verfolgt er langfristige Entwicklungslinien und macht auf neue Akzentuierungen aufmerksam. Er wird von einer unabhängigen Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unter der Federführung des DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation erarbeitet. Die offizielle Pressemitteilung finden Sie HIER.

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Netzwerk Bildung Digital:
„Leitlinien zur Weiterentwicklung der digitalen Bildung in Deutschland" vorgestellt

Das Netzwerk Bildung Digital veröffentlicht Leitlinien zur Weiterentwicklung der digitalen Bildung in Deutschland. Im Austausch mit ExpertInnen aus allen Bildungsbereichen wurden fünf konkrete Leitlinien entwickelt, die den bereichsübergreifenden Diskurs anregen sollen und einen ganzheitlichen Blick auf Herausforderungen und Potenziale der digitalen Bildung in Deutschland ermöglichen.

Seit Juni 2021 organisiert das Netzwerk Bildung Digital den bereichsübergreifenden Austausch rund um die digitale Bildung. In Dialogveranstaltungen tauschen sich regelmäßig zahlreiche Akteure entlang der Bildungskette aus und diskutieren über mögliche Synergien bei der Gestaltung der digitalen Transformation und der bereichsübergreifenden Zusammenarbeit. Das Netzwerk Bildung Digital wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und vom Forum Bildung Digitalisierung koordiniert.

Um strukturelle Veränderungen im Feld zu fördern, hat sich das Netzwerk Bildung Digital im zweiten Jahr der BMBF-Förderung zum Ziel gesetzt, Leitlinien zur Weiterentwicklung der digitalen Bildung in Deutschland zu entwickeln. Im Rahmen einer Online-Befragung wurden Herausforderungen und Potenziale bei der Bereitstellung und Umsetzung guter digitaler Bildungsangebote und mögliche Leerstellen gesammelt. Die Kernergebnisse wurden im Anschluss im Rahmen von Workshops mit Expert:innen und Praktiker:innen aus allen Bildungsbereichen sowie Politik und Verwaltung diskutiert.

Fünf konkrete Leitlinien zur Weiterentwicklung der digitalen Bildung in Deutschland

Die fünf entwickelten Leitlinien identifizieren bereichsübergreifende Handlungsfelder, die bei der Gestaltung guter digitaler Bildung in den Blick genommen werden sollten: Zielfindung, Haltung, Technische Ausstattung, Kommunikation und Austausch sowie Fortbildung und Beratung. Hierbei wird deutlich, dass insbesondere die Gestaltung der Übergänge zwischen den Bildungsbereichen stärker fokussiert werden sollte. Dafür notwendig ist ein umfassender, bereichsübergreifender Strategieprozess, der zielgerichtet angelegt sein muss.

Die Leitlinien verstehen sich als Ausgangslage und Gesprächsangebot für die Weiterentwicklung und Umsetzung guter digitaler Bildung in Deutschland.

  1. Ziele formulieren – als Wegweiser und Verständigungshilfe über die Bildungsbereiche hinweg. Eine Bildungsbereiche übergreifende Definition von guter digitaler Bildung ist aufgrund der verschiedenartigen Anforderungen nicht leicht zu finden. Es braucht einen definitorischen Rahmen, um sich verständigen zu können. Wichtig sind der Fokus auf Bedürfnisse der Lernenden und eine langfristige Unterstützung aller Bildungsinstitutionen.
  2. Eine offene Haltung braucht die Möglichkeit, sich ausprobieren zu können – in einem geschützten Rahmen und nach eigenem Tempo. Eine persönliche Haltung des pädagogischen Personals, von Führungskräften, Mitarbeitenden in der Verwaltung oder politisch Verantwortlichen, die Mut, Motivation und Agilität ausstrahlt, ist für die Digitalisierung der Bildung zentral.

  3. Die technische Ausstattung entlang der Bildungsbiografie denken und alle Bildungsbereiche mit entsprechenden Ausstattungsprogrammen versehen. Technische Ausstattung ist eine wichtige Gelingensbedingung und Grundvoraussetzung für die gelingende digitale Transformation, aber nicht gleichzusetzen mit guter digitaler Bildung. Nach erstmaliger technischer Ausstattung ergeben sich zahlreiche weitere Aufgaben wie Anschlussfinanzierung, Qualifizierung des Personals oder die Schaffung von Supportstrukturen.

  4. Fortbildung und Beratung als kontinuierliche Begleitung betrachten, die kompetenz- und bedarfsorientiert organisiert und umgesetzt wird. Das pädagogische Personal, Führungskräfte und Mitarbeitende in den Verwaltungen aller Bildungsbereiche benötigen individuelle und dauerhafte Unterstützung sowie Begleitung. Dafür erforderlich sind bundesweit vereinheitlichte Kompetenzziele für alle Bildungsbereiche und Qualitätsstandards für Fortbildungsangebote.

  5. Kommunikation und Austausch als institutionalisierter Normalzustand statt als optionale Zusatzaufgabe – gebündelt und koordiniert durch regionale Knotenpunkte. Aus Sicht der Lernenden kennt die Bildungskette keinen Föderalismus. Daher ist ein ständiger und über alle föderalen Ebenen, Bildungsbereiche, Bildungseinrichtungen und Zielgruppen hinausgehender Austausch unerlässlich. Dabei ist es wichtig, sämtliche Zielgruppen in den Austausch zu bringen, um multiperspektivisch denken und agieren zu können.

„Für eine zukunftsorientierte digitale Bildung in Deutschland müssen wir die Übergänge entlang der Bildungskette in den Blick nehmen“, sagt Dr. Catrin Hannken, Leiterin der Unterabteilung „Berufliche Bildung“ im BMBF, und ergänzt: „Mit der Nationalen Bildungsplattform und dem Digitalpakt 2.0 stehen in den nächsten Jahren große Vorhaben auf der politischen Agenda. Die Leitlinien des Netzwerk Bildung Digital geben uns wichtige Impulse und ich bedanke mich deshalb sehr für das Engagement der vielen Akteure aus allen Bildungsbereichen und freue mich auf den Austausch.“

Jacob Chammon, Vorstand des Forum Bildung Digitalisierung fügt hinzu: „Die Leitlinien zeigen deutlich, dass wir eine Gesamtvision für digitale Bildung in Deutschland brauchen. Ob Haltung, Qualifizierung oder technische Ausstattung – die Herausforderungen in allen Bildungsbereichen sind ähnlich. Die Kultur der Digitalität erfordert von uns, dass wir das Silodenken überwinden und Unterstützungsmaßnahmen auf den Weg bringen, von denen alle Bildungsbereiche profitieren. Nur so können wir gute Übergänge auf dem individuellen Bildungsweg sicherstellen.“

Die Leitlinien stehen auf der Website des Netzwerk Bildung Digital zum Download zur Verfügung: 

Das Netzwerk Bildung Digital unterstützt den Austausch von Akteuren aus allen Bildungsbereichen. Innovative Best Practices, Projekte und Initiativen werden in Dialogveranstaltungen sichtbar gemacht. Gemeinsam werden Synergien entlang der gesamten Bildungskette identifiziert und Lösungsansätze zur Stärkung digitaler Potenziale in der Bildung in Deutschland erarbeitet. Das Netzwerk Bildung Digital wird vom Forum Bildung Digitalisierung koordiniert und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Weitere Informationen unter: www.netzwerk-bildung-digital.de.

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BIBB-Kongress:
„Future Skills - Fortschritt wagen"


BIBB-Kongress am 27./28. Oktober 2022 in Bonn - Online-Anmeldung ab sofort möglich - Frühbucherpreis bis 19. September

Die duale Berufsausbildung leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Sie hat aber in den vergangenen Jahren unbestreitbar an Attraktivität eingebüßt, was sich unter anderem in einem deutlichen Rückgang der Ausbildungsvertragszahlen manifestiert. Die Corona-Pandemie hat diesen Trend noch einmal verstärkt. Zugleich werden zur Bewältigung der anstehenden enormen Herausforderungen - Digitalisierung, Energiewende, Klimawandel und Nachhaltigkeit - gut qualifizierte Fachkräfte in ausreichender Zahl benötigt. Denn ohne sie ist das Erreichen der großen Ziele nicht möglich.

Vor diesem Hintergrund will der 9. Berufsbildungskongress des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) eine aktuelle Standortbestimmung vornehmen, Lösungsansätze diskutieren und Perspektiven für die Zukunft aufzeigen. Der BIBB-Kongress findet statt am 27. und 28. Oktober 2022 im World Conference Center Bonn (WCCB) und hat das Motto "Future Skills - Fortschritt denken".

Auf dem BIBB-Kongress präsentieren hochkarätige Referentinnen und Referenten aktuelle und anregende Vorträge. Zudem laden acht parallele Denkräume zum Mitwirken ein.

Der alle vier Jahre stattfindende BIBB-Kongress bietet Entscheidungsträgern und Multiplikatoren der beruflichen Bildung aus Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften und Wissenschaft sowie aus der Berufsbildungspraxis - in Betrieben, Kammern, Verbänden, Innungen, Bildungseinrichtungen und Berufsschulen - eine herausragende Gelegenheit für einen intensiven Austausch von Wissen, Erfahrungen und Meinungen.

Weitere Informationen zum Kongress finden Sie hier.

Die Online-Anmeldung ist ab sofort möglich. Bis zum 19. September 2022 gelten Frühbucher-Konditionen. Anmeldeschluss ist der 19. Oktober 2022.

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27. Comenius-EduMedia-Award für digitale Bildungsmedien


Dieser Tage wurden in Berlin die diesjährigen Comenius-EduMedia-Siegel und -Medaillen vergeben. Damit würdigt die Gesellschaft für Pädagogik, Information und Medien e. V. (GPI) zum 27. Mal herausragende digitale Bildungsmedien für Beruf, Ausbildung, Schule, Kultur und Freizeit. eLearning-Anbieter wie speexx, Lecturio, VIWIS, M.I.T e-Solution, mybreev, Fischer, Knoblauch & Co., ILT Deutschland, innovation mecom, youknow, WEKA Media, Szenaris, HQ Interaktive Mediensysteme, Wegesrand und viele weitere wurden ausgezeichnet.

Die Digitalisierung schreitet weiter voran. Für alle Lernerfordernisse und -bedarfe stehen gute digitale Bildungsmedien zur Verfügung wie der diesjährige Comenius-Wettbewerb eindrucksvoll bewiesen hat. Wieder reichten fast 200 Hersteller, Verlage, Projekte und Autoren, in diesem Jahr aus 14 Ländern, digitale Bildungsprodukte ein, um sie einem herstellerneutralen Qualitätscheck unterziehen zu lassen. Ausgezeichnete digitale Bildungsmedien müssen nach pädagogischen, didaktischen, ästhetischen und technischen Kriterien konzipiert und realisiert sein. Die GPI geht diesem Anspruch mit den Comenius-EduMedia-Award Auszeichnungen seit über 27 Jahren nach und vergibt die Auszeichnungen in den Kategorien Digitale didaktische Medienprodukte, Allgemeine digitale Medienprodukte, Lehr- und Lernmanagementsysteme sowie Computerspiele mit kompetenzförderlichen Potenzialen auf der Grundlage der Qualitätskriterien des IB&M der GPI.

Von fast 200 geprüften digitalen Bildungsmedien wurde 161 Produkten mit dem Comenius Siegel didaktische und mediale Qualität bescheinigt. Die begehrte EduMedia-Medaille wurde an 20 herausragende Produkte aus sechs Ländern vergeben.

Den diesjährigen Fachvortrag "Digitale Lehre – ethische Pflicht statt nice to have" hielt der Direktor des Instituts Philosophie an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg und Leiter der Forschungsstelle Jugend – Medien – Bildung, Prof. Dr. Dr. Matthias O. Rath. In der Pandemie wurde die Digitalisierung in Deutschland als Meilenstein für eine rasche, effiziente und pädagogisch gelungene Bildungsarbeit unter Distanzbedingungen erlebt. Diese Entwicklung scheint aber nicht gesichert zu sein. Prof. Rath unterfütterte deswegen die nur häufig funktionale Argumentation zugunsten digitaler Bildung ethisch und kommt zum Schluss, dass Digitale Lehre mehr als nur ein nice to have, sondern ethische Pflicht ist.

Die Comenius-Auszeichnungen konnten in diesem Jahr nach zweijährigen Corona-Beschränkungen wieder in einer Präsenzveranstaltung an alle Siegel- und Medaillengewinner übergeben werden. Der Comenius-EduMedia-Award geht auf den Pädagogen Johann Amos Comenius (1592 - 1670) zurück. Comenius ist Vorreiter einer volksnahen und kindgerechten Bildung und propagierte die systematische Nutzung von Bildern und der Anschaulichkeit zu didaktischen Zwecken.

Hier finden Sie die Liste der diesjährigen Gewinner!

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Veranstaltungen
 

13. Juli 2022: Digitaler Mitgliederstammtisch
Alle zwei Monate lädt der Verband seine Mitglieder zu einem digitalen und formlosen Austausch in der Mittagspause ein - im Juli ist es wieder soweit. Alle Infos gehen den Mitgliedern in den kommenden Tagen direkt zu.

7. September 2022: Studienpreisverleihung in Berlin
Auf der Studienpreisverleihung in Berlin werden am 7. September die Prämierten der Kategorien "Beruf & Karriere", "Praxis & Transfer", "Veränderung & Neue Wege", "Gesellschaft & Engagement" als auch "Fernstudium & Biografie" ausgezeichnet. Mehr als 100 AbsolventInnen aus ganz Deutschland haben sich für den Studienpreis beworben. Über die Vergabe entscheidet unsere Studienpreis-Jury. Alle Infos: www.studienpreis.org 

7. September 2022: Netzwerkveranstaltung samt Podiumsdiskussion in Berlin
Zu einem exklusiven Abend samt Podiumsdiskussion lädt der Verband seine Mitglieder in die Landesvertretung Bremen nach Berlin ein.

15. September 2022: Arbeitskreis Pädagogik
Zu seiner 84. Sitzung lädt der Arbeitskreis Pädagogik des Verbandes im September ein. Die Sitzung wird digtial durchgeführt. Tagesordnung und Einwahldaten gehen allen Mitglieder rechtzeitig zu,

22. September 2022: Webinar - Fernunterricht & Datenschutz 
Verpassen Sie nicht das spannende Praxiswebinar. Die Teilnahme ist kostenfrei und exklusiv Mitgliedern des Verbandes vorbehalten! Hier finden Sie Agenda der Veranstaltung.

weitere Verbandstermine:
 
12. Oktober 2022: Webinar "Nachhaltigkeitsstrategie"

8. November 2022: Mitgliederversammlung

9. November 2022: Zukunftskongress 2022 #Bildung #digital #vernetzt

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Wenn Sie diese E-Mail (an: geschaeftsstelle@forum-distance-learning.de) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier abbestellen.

Herausgeber:
Bundesverband der Fernstudienanbieter e.V.
BILDUNG. DIGITAL. VERNETZT.
Rosenstr. 2
10178 Berlin
Deutschland

030-767 586 975
presse@fernstudienanbieter.de
www.fernstudienanbieter.de

Geschäftsführerin:
Katja Borns-Löhn

Vertretungsberechtigtes Präsidium:
Mirco Fretter (Präsident),
Dr. Martin Bleß (Vizepräsident),
Prof. Dr. Ronny Fürst (Vizepräsident),
Dr. Markus Lermen (Vizepräsident),
Andreas Vollmer (Vizepräsident)
 
Registergericht: Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
Vereinsregister Registernummer: VR 20854 Nz

Redaktion:
Daniela Lobitz (Pressesprecherin)
presse@fernstudienanbieter.de
Tel. 030-767 586 975